Marina Abramović (* 1946 in Belgrad) ist eine serbisch-niederländische Performance-Künstlerin mit internationalem Renommee.
Während den 1970er Jahren war sie als Lehrerin an der Akademie der Bildenden Künste in Novi Sad tätig, 1975 wirkte sie in einer Aufführung von Hermann Nitsch mit. Ab 1976 arbeitete sie regelmäßig mit ihrem Lebensgefährten Ulay zusammen, von dem sie sich 1989 wieder trennte. Von 1997 bis 2004 unterrichtete Abramović als Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Performance. In New York gründete sie die „Independent Performance Group (IPG)", ein Forum für aktuelle Performance Kunst. Hier will Marina mit begabten jungen Künstlern und Künstlerinnen zusammen arbeiten. Abramović lebte seit 1975 in Amsterdam, wo sie ein Haus gekauft hatte und in Paris, verbrachte aber mehr Zeit auf Reisen und Ausstellungen in der ganzen Welt. Im Herbst 2005 zog sie von Amsterdam nach New York.
1997 erhielt sie den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig für ihre Video-/Performance-Installation »Balkan Baroque«, die im jugoslawischen Pavillon der Biennale stattfand und auf die serbisch-montenegrinische Abstammung der Künstlerin und den Balkankonflikt Bezug nimmt. Neben einem Triptychon aus Videoprojektionen war Abramović dort jeden Tag stundenlang damit beschäftigt, einen Berg frischer Rinderknochen mit einer Bürste zu reinigen, während sie Lieder aus ihrer Heimat sang.
Siehe auch: Sophie Calle
Serbe | Serbischer Künstler | Niederländer | Frau | Geboren 1946 | Performancekünstler
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