Marilyn Monroe.jpg | Gentlemen Prefer Blondes Movie Trailer Screenshot (16).jpg Marilyn Monroe * (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 5. August 1962 ebenda; eigentlich Norma Jean Mortenson) war eine US-amerikanische Schauspielerin, die durch ihren Sexappeal Schlagzeilen machte und die zum Sexsymbol der USA avancierte.
Die berufstätige Gladys gibt ihre Tochter für etwas Geld zu Nachbarn, den Bolenders. Nach einem gescheiterten Versuch, ihrer Tochter ein Zuhause zu geben, wächst diese in Pflegefamilien und einem Kinderheim auf. Später jobbt Marilyn in einer Munitionsfabrik und als Fotomodell.
Marilyn Monroe war dreimal verheiratet. Nach einer Jugendehe mit James Dougherty 19. Juni 1942 - 46 zunächst 1954 mit dem Baseball-Star Joe DiMaggio und 1956 - 61 mit dem Schriftsteller Arthur Miller. Ihre erste Ehe ging sie bereits mit 16 Jahren ein. Und auch ihre zwei weiteren Ehen konnten ihr nicht die erhoffte Erfüllung bringen. Vermutlich suchte sie in ihren Männern immer den Vater, den sie nie gehabt hatte. Von der Star-Rolle überfordert und zermürbt von Depressionen und Affären, erlitt sie 2 Fehlgeburten und verbrachte einige Zeit in psychiatrischen Einrichtungen. Das Zusammenleben mit ihr war geprägt von psychischen Zusammenbrüchen, Drogen- und Alkoholexzessen, woran insbesondere ihre letzte Ehe mit Arthur Miller scheiterte.
Sie erhält den Künstlernamen Marilyn Monroe (Marilyn nach der Schauspielerin Marilyn Miller, Monroe nach dem Mädchennamen ihrer Mutter).
1946 erhält sie einen Einjahres-Vertrag von 20th Century Fox als Nachwuchsschauspielerin. Ab 1948 darf sie kleinere Filmrollen spielen, und sie nimmt Schauspielunterricht am Columbia-Studio bei Natasha Lytess. Erste Anerkennung erhält sie 1950 als Gangsterliebchen Angela Phinlay in John Hustons The Asphalt Jungle und - wieder bei 20th-Century-Fox unter Vertrag - als junge Schauspielerin Miss Caswell in Alles über Eva (Regie: Joseph L. Mankiewicz).
Es folgen ab 1952 Starrollen für Fox - hauptsächlich mimt sie die naive, platinblonde Schönheit in Komödien und Musikfilmen. 1952/53 spielt sie an der Seite von Joseph Cotten in Henry Hathaways Thriller Niagara und neben Jane Russell die diamantenliebende Lorelei in Howard Hawks' Komödie Gentlemen Prefer Blondes (Blondinen bevorzugt). und eine ähnliche Rolle als kurzsichtige Pola in How to Marry a Millionaire (Wie angelt man sich einen Millionär) (Regie: Jean Negulesco). Mit Robert Mitchum besteht sie in River of No Return (Fluss ohne Wiederkehr) Abenteuer auf einem Floß im Wilden Westen.
1955, nach Billy Wilders The Seven Year Itch (Das verflixte siebte Jahr), geht sie - um als ernsthafte Schauspielerin akzeptiert zu werden - nach New York und besucht anonym Kurse am Actors Studio. Zugleich gründet sie eine eigene Produktionsfirma (mit Milton Greene). Sie erhält viel Anerkennung für ihre Rolle als Rasthaussängerin in Joshua Logans Film Bus Stop. In England dreht sie neben Laurence Olivier die Romanze The Prince and the Showgirl (Der Prinz und die Tänzerin). In Billy Wilders Komödien-Klassiker Some Like It Hot (Manche mögen's heiß) ist sie Sugar, die Sängerin eines Damenorchesters neben Tony Curtis und Jack Lemmon. Neben Yves Montand ist sie in George Cukors Let's Make Love (Machen wir's in Liebe) zu sehen. Ihr letzter vollendeter Film ist 1961 John Hustons The Misfits (Nicht gesellschaftsfähig) an der Seite von Clark Gable.
Während des Koreakrieges arbeitet sie in der US-Truppenbetreuung als Sängerin, ungeachtet harter äußerer Umstände. Als Schauspielerin hatte sie alkohol- und drogenbedingt gegen Ende ihrer Karriere immer größer werdende Probleme ihren Text zu behalten und pünktlich am Set zu erscheinen, sodass Billy Wilder trotz großer Erfolge die Zusammenarbeit mit ihr als totalen Alptraum bezeichnete. Einer der wenigen Fälle ihres pünktlichen Erscheinens am Set war beim Besuch Nikita Chruschtschows in den Studios 1961. Der alte Spötter Billy Wilder soll darauf gesagt haben, vielleicht müsse man Chruschtschow zum Studiodirektor machen, dann werde Marilyn wohl wieder pünktlich sein.
Mit ihrem letzten Film The Misfits wollte sie sich als ernsthafte Schauspielerin etablieren, aber wegen ihres frühen Todes gab es keine weitere Möglichkeit, diesen neuen Eindruck in der Erinnerung des Publikums wach zu halten. So blieb sie bis heute in den Augen der meisten Filmfans die naive Hollywood-Sexbombe und männerbetörende Blondine schlechthin.
Ihr Stern auf dem Walk of Fame
Hand und Fußabdruck in Hollywood
Aufgrund ihres selbst auferlegten Images als Sexsymbol hatte sie zuletzt große Probleme mit ihrem zunehmenden Alter und verbrachte ganze Drehtage in der Maske. Ihre Depressionen und Selbstzweifel versuchte sie vermehrt mit Medikamenten zu betäuben.
Wie bei vielen Prominenten, die jung starben (z. B. James Dean, Jayne Mansfield), ranken sich auch um Marilyn Monroes Tod zahlreiche Legenden.
Die am weitesten verbreitete Verschwörungstheorie zu ihrem Tod besagt, dass John F. Kennedy sie durch die CIA habe ermorden lassen, weil seine angebliche Affäre mit ihr ein Risiko für sein Amt bedeutet hätte. Problematisch an dieser Theorie ist Kennedys Feindschaft zu den Aktivitäten der CIA (vor allem die geheimen Aktivitäten, über die selbst der Präsident nicht mehr informiert wurde), bis hin zu seinen Plänen, die CIA nach dem Schweinebucht-Desaster aufzulösen. Sogar die Namen der Mörder werden in dieser unbewiesene Theorie genannt: Anthony Spilotro und Frank Schweihs. Sicher ist, dass John F. Kennedys Bruder Robert Kennedy, mit dem Monroe ebenfalls eine Affäre gehabt haben soll, und Peter Lawford die Schauspielerin am Tag vor und in der Nacht ihres Todes unter ungeklärten Umständen aufgesucht haben. Diverse Zeugenberichte lassen einen Zusammenhang zwischen diesen Besuchen und dem Tod Monroes vermuten.
Offiziell diagnostiziert worden ist der Tod durch eine Überdosis Schlafmittel, weshalb man von einer Selbsttötung ausgeht.
Von Donald Spoto stammt eine Behauptung, Monroes Tod sei infolge eines groben ärztlichen Kunstfehlers eingetreten. Demnach hat ihr Psychiater Dr. Ralph Greenson ihr ein Klistier mit Chloralhydrat gegen ihre Schlafstörungen verabreicht, obgleich sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Barbiturat genommen hatte, das ihr ein Arzt namens Dr. Hyman Engelberg verschrieben hatte. Engelberg war ursprünglich von Greenson selbst beauftragt worden, Monroes Medikamentierung zu übernehmen. An jenem Abend des 4. Augusts gab Greenson, ohne vorher Rücksprache mit Engelberg zu halten, Marilyn das besagte Klistier mit Chloralhydrat, das mit dem von ihr zuvor eingenommenen Barbiturat einen tödlichen Cocktail bildete. Laut Obduktionsbericht starb Marilyn Monroe an einem Barbiturat, es wurden in ihrem Magen allerdings keine unaufgelösten Kapseln gefunden, die bei oraler Aufnahme hätten vorhanden sein müssen. Tatsache ist, dass bei der Obuktion eine violette Verfärbung des Dickdarms auffiel - dies spricht für eine Verabreichung der tödlichen Dosis durch einen Einlauf. Es sind auch heute keine der damals eingelagerten Gewebeproben mehr erhalten, womit der Tod von Marilyn Monroe wohl nie ohne Zweifel geklärt werden kann.
Die neuesten Erkenntnisse nach den Aussagen John Miners, der bei der Autopsie Monroes zugegen war, stellen allerdings einen anderen Zusammenhang zwischen dem Barbiturat Nembutal und dem Chloralhydrat her. Nembutal war in sehr hoher Konzentration im Körper vorzufinden. Einer oralen Einnahme (Selbsttötung) widerspricht die Tatsache, dass eine so hohe Dosis sofort tödlich gewesen wäre. Die Leberwerte sprechen aber dafür, dass die Substanz vom Körper langsam aufgenommen wurde und in der Leber abgebaut werden sollte. Da eine Tabletteneinnahme mangels Spuren im Magen und auch eine Injektion auszuschließen sind, muss Marilyn Monroe das Nembutal über einen Einlauf verabreicht bekommen haben. Das Chloralhydrat mutmaßlich oral in einem Drink mit einem um 22 Uhr eintreffenden unbekannten Besucher aufgenommen könnte als Betäubungsmittel gedient haben. Hierdurch wird die Theorie der Tötung untermauert. Quelle: Los Angeles Times, 5. August 2005 (engl.) Miner's Account of Monroe's Death MarilynMonroeWax.jpg Marilyn Monroe wurde auf dem Korridor der Erinnerungen im Westwood Memorial Park in Los Angeles beigesetzt.
Abkürzung R = Regie
Frau | US-Amerikaner | Filmschauspieler | Musical-Sänger | Popsänger | Golden-Globe-Preisträger | Playboy-Model | Geboren 1926 | Gestorben 1962
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