| Wappen | Karte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Karte Mariental in Deuschland.png | |||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Helmstedt | ||||
| Geografische Lage: | |||||
| Höhe: | 137 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 6,53 km² | ||||
| Einwohner: | 1.089 (30. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 167 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 38368 | ||||
| Telefonvorwahl: | 05356 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 54 015 | ||||
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | ||||
| Adresse der Verwaltung: | Bahnhofstr. 4 38368 Grasleben | ||||
| Website: | Samtgemeinde | ||||
- | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Kurt Bartsch (CDU) | |
Mariental ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen (Deutschland). Die Gemeinde Mariental ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Grasleben.
Der Ortsteil Mariental-Horst ist nach einem früheren Fliegerhorst benannt. Er entstand in den Jahren 1937-1940 nahe dem Dorf Mariental am Rand des Lappwaldes. Die militärische Einrichtung wurde während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Luftwaffe genutzt. In den umfangreichen Kasernenanlagen waren verschiedene Einheiten, wie Fliegerschule, Fallschirmjäger- und Kraftfahrausbildungseinheiten stationiert. Das Flugfeld war nicht befestigt, sondern bestand aus einer festen Grasnarbe auf einem Feld. Während des Krieges beherbergte der Fliegerhorst überwiegend Schulverbände. Das ergab sich schon aus der zentralen geographischen Lage in Deutschland und die dadurch bedingte große Entfernung zu den Fronten. Erst gegen Kriegsende mit den näher rückenden Fronten war hier ein Kampfgeschwader stationiert. 1944 unternahmen die Alliierten einen Luftangriff auf den Fliegerhorst, der aber nur geringe Schäden verursachte. Am 14. April 1945 wurde der Fliegerhorst von amerikanischen Truppen besetzt. Nach kurzer Zeit sind sie durch britische Einheiten abgelöst worden, die 1946 die militärischen Anlagen sprengten. Die Alliierten brachten in den Kasernenanlagen Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge aus der Gegend unter. Hinzu kamen Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Durch die Aussiedlung aus Schlesien wurde Mariental-Horst für rund 500.000 Personen zu einem Durchgangslager, das 1947 geschlossen wurde.
Am 01. Juli 1950 ist der Fliegerhorst durch die deutsche Verwaltung übernommen worden. Danach wurde die meisten Unterkunftsbauten für Soldaten als Wohnraum vermietet. Heute befinden sie sich in einem zeitgemäß guten Zustand. Das Flugfeld wird heute wieder landwirtschaftlich genutzt. Das besondere des Kasernenensembles ist sein nahezu unveränderter Zustand seit seiner Entstehung. Da der Fliegerhorst unmittelbar an der innerdeutschen Grenze lag, war eine weitere Verwendung als militärische Anlage nicht möglich.
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"Mariental (Niedersachsen)".
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