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Lourdes_gekrönte_08_2004.jpg im Heiligen Bezirk]] Lourdes ist der weltweit meistbesuchte katholische Wallfahrtsort. Es liegt in Südwestfrankreich in der Nähe der spanischen Grenze. Die Wallfahrt nach Lourdes begann mit einer Serie von Marienerscheinungen im Jahr 1858.

Die Erscheinungen


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Geschichte

Vom 11. Februar 1858 an soll dem Mädchen Bernadette Soubirous an der Grotte von Massabielle beim Fluss Gave du Pau wiederholt die heilige Maria erschienen sein. Während einer dieser Visionen wurde eine Quelle durch Bernadette in der Grotte Massabielle freigelegt, deren Wasser bis heute als heilkräftig angesehen wird. Jährlich pilgern Hunderttausende nach Lourdes, Tausende nehmen, im festen Glauben an eine mögliche Heilung ihrer Krankheiten, Verletzungen oder Altersbeschwerden, jährlich an Waschungen im Quellwasser teil.

Untersuchungen konnten allerdings keine außergewöhnliche Mineralstoffzusammensetzung des Quellwasser feststellen, es hat im allg. Sprachgebrauch Trinkwasserqualität. Offizielle Vertreter der Kirche sahen diese Erscheinungen zunächst mit Argwohn an. Erst nach einiger Zeit glaubten auch Pfarrer und Bischof dem Hirtenmädchen. Als der Pfarrer Bernadette aufforderte, die Erscheinung nach ihrem Namen zu fragen, und Bernadette als Antwort den Namen „unbefleckte Empfängnis“ – ein theologischer Terminus, den Bernadette nach seiner Meinung nicht wissen konnte – überbrachte, war er von der Authentizität der Erscheinung überzeugt.

Darauf entstand bei der Grotte ein „heiliger Bezirk“ mit mehreren großen Kirchen, der Basilika der unbefleckten Empfängnis, einer Rosenkranz-Basilika, Krypta und einem Prozessionsplatz. Der Ort zieht seither Millionen von Pilgern an, darunter viele Kranke, die sich vom Wasser, dem Wunderheilungen zugesprochen werden, Hilfe versprechen. Tatsächlich kam es in extrem seltenen Fällen zu Spontanremissionen, die die katholischen Kirche als Wunderheilungen ansieht, seit 15 Jahren gab es kein solches „Wunder“ mehr, weil heute die medizinischen Kenntnisse eine solche Deklaration kaum noch zulassen. Lourdes_lichter_08_2004.jpg Die Verehrung der Muttergottes von Lourdes ist weltweit populär; an zahlreichen Orten gibt es Nachbildungen der Grotte, so genannte „Lourdes-Grotten“.

Gedenktag

An diese Erscheinungen erinnert der Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes, den die Katholische Kirche am 12. Februar feiert (Nicht gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender).

Die Wunder und Kritik daran


Das erste Wunder ereignet sich, als die teilweise am Arm gelähmte Catherine Latapie nachts zu der Quelle geht und ihren Arm in die Quelle tunkt. Sofort lässt er sich wieder bewegen. Bischof Laurence erkennt am 18. Januar 1862, vier Jahre nach den Erscheinungen, diese im Namen der Kirche als echt an (Marmortafel in der Grotte). Gründe dafür sind das glaubwürdige Auftreten von Bernadette Soubirous (offen, freundlich, gut erzogen, von wachem Geist etc.), die Heilung mehrerer gläubiger Kranker nach Genuss des Wassers und das wiederholte Auftreten der Erscheinung. Von den fast 7.000 Fällen von Heilungen, die im Medizinischen Büro seit seiner Gründung, das heißt seit 120 Jahren, gemeldet wurden, hat die Kirche heute 66 Heilungen in Lourdes als Wunder anerkannt. Geheilt wurden Menschen aus allen Schichten, jeder Altersklasse, aber meistens Frauen (80 %). Die Krankheiten, welche geheilt wurden, sind u. a. Multiple Sklerose, Tuberkulose, Infektionskrankheiten. Nicht geheilt wurden Erbkrankheiten (Diese Angaben aus der offiziellen Homepage von Lourdes).

Kritisch befasst sich mit dem Thema der Wunderheilungen in Lourdes unter anderem der Report „Lourdes cures and their medical assessment“ aus dem Jahr 1984. Der Autor St. John Downling untersucht darin beispielsweise den Fall einer 26-jährigen Patientin, die 1954 in Lourdes eine Wunderheilung des Budd-Chiari-Syndromes (Leber-Erkrankung) erfuhr, welche 1963 von einer kirchlichen, ärztlichen Kommission anerkannt wurde. Die Patientin verstarb 1970 an den Folgen ihres neu ausgebrochenen Leidens.

Literatur


  • Franz Werfel, Das Lied von Bernadette ISBN 3596294622
  • Émile Zola, Lourdes (ein Roman, der sich mit dem Phänomen kritisch auseinandersetzt.)
  • Johannes Chrząszcz, Maria von Lourdes (Geschichte des Gnadenortes Lourdes) (Verlag: Wilpert, Groß-Strehlitz, 1890)

Weblinks


Siehe auch: Marienerscheinung

Pyrenäen | Wallfahrtsort

 

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