| Wappen | Karte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wappen | Marienborn-pt.png | ||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | ||||
| Landkreis: | Bördekreis | ||||
| Geografische Lage: | |||||
| Höhe: | 154 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 9,98 km² | ||||
| Einwohner: | 528 (30. Juni 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 39387 | ||||
| Vorwahl: | 039401 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | BÖ | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 3 55 037 | ||||
| Anschrift der Verwaltung: | Zimmermannplatz 2 39365 Eilsleben | ||||
- | Politik | - bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Frank Frenkel | |
Marienborn ist eine Gemeinde im Nordwesten des Bördekreises in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat.
Zu den Schätzen des Ortes gehört die uralte Klosterkirche (um 1200) mit Kreuzgang (erbaut im 15. Jahrhundert) und geschnitzten und vergoldeten Flügelaltaren, das Pfarrhaus, die an einen römischen Tempel erinnernde Orangerie und die Brunnenkapelle, vom braunschweigischen Hofbaumeister Peter Joseph Krahe (1758 -1840) auf alten Fundamenten errichtet. Historische Verbindungslinien weisen auch auf das Kloster Marienberg bei Helmstedt. Im schroffem Kontrast befinden sich die Ruinen und geborstenen Dächer des weitläufigen ehemaligen Kloster- und Rittergutes, in 40 Jahren heruntergekommen als Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG).
Auf dem Gebiet der GÜST errichtete das Land Sachsen-Anhalt die Gedenkstätte "Deutsche Teilung". Kernstück der Gedenkstätte ist das Stabsgebäude, in dem früher die zur Stasi gehörende "Passkontrolleinheit" saß. Heute befindet sich hier ein Dokumentationszentrum. In der Dauerausstellung geht es um Ursachen für die deutsche Teilung, um die Ausbildung der DDR-Grenzsoldaten, Fluchtversuche, den systematischen Ausbau und schließlich Abbau von Mauer und Stacheldraht.
Alle Abfertigungsgebäude wurden größer als nötig gebaut, um die Reisenden einzuschüchtern, die Stasi nannte das operative Psychologie. Als Blickfang gilt ein graues, überdachtes Terminal mit Kontrollhäuschen (siehe Bild), in denen Stasi-Mitarbeiter jeden Pass fotografierten und registrierten. Erneuert wurde auch ein 60 Meter langes Transportband aus Gummi, auf dem die Pässe zur eigentlichen Kontrolle befördert wurden. Erhalten ist auch eine Kontrollbox, in der der DDR-Zoll westdeutsche Fahrzeuge bei der Ausreise nach verbotenen Waren oder versteckten DDR-Flüchtlingen durchsuchte, selbst Särge wurden geöffnet. Vom „Führungsturm" aus hatten die Verantwortlichen des Bollwerks einen Überblick über das Areal.
Das Land Sachsen-Anhalt ist Träger der Gedenkstätte. So ist dafür gesorgt, dass nach der Maueröffnung das DDR-Grenzregime an der Bundesautobahn 2 gegenwärtig ist, während anderswo in Deutschland kaum noch Zeugnisse der Trennung zu sehen sind. Zur Gedenkstätte gehört eine Dauerausstellung, in der man auf zwei Ebenen die Geschichte der Deutschen Teilung und Wiedervereinigung multimedial erleben kann.
Marienborn, früher weltweit bekanntes Symbol der Teilung Europas, wandelt sich vom Bollwerk zu einem Ort des Gedenkens, des politischen Lernens, der Begegnung. Heute kann man auf einer Fläche von 7,5 ha diesen historischen Ort, der mittlerweile denkmalgerecht saniert wurde besuchen. Empfehlung: eine Rundtour (Fahrrad; 18 km, 90 Min) Harbke - Gedenkstätte Deutsche Teilung - Marienborn (Ort und Wallfahrtsstätte) - Harbke; teilweise auf befestigten Waldwegen.
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