Erzherzogin Marie Elisabeth von Österreich (* 13. August 1743 in Wien; † 22. September 1808 in Linz) war eine Äbtissin in Innsbruck.
Die einzige Alternative anstelle der Ehe für die Erzherzoginnen war, ins Kloster zu gehen, was aber durchaus keine Strafe bedeuten musste, residierten doch die kaiserlichen Töchter als Äbtissinnen des jeweiligen Klosters in entsprechenden Appartements und konnten ungestört ihren Interessen nachgehen. Maria Theresia hatte nach dem Tod ihres Mannes in Innsbruck ein Kloster gegründet, dessen oberstes Ziel es war, für das Seelenheil von Franz Stephan zu beten. Maria Elisabeth fügte sich dem Wunsch ihrer Mutter und trat in das Kloster ein, um ihr restliches Leben für ihren toten Vater zu beten. Maria Elisabeth wurde aufgrund ihrer extrovertierten Persönlichkeit bald der Mittelpunkt des Klosterlebens und hatte auch die Fähigkeit, bei Familienfesten die Aufmerksamkeit der Personen auf sich zu ziehen und stundenlang ihre zahlreichen Nichten und Neffen mit Späßen zu unterhalten. Im Jahre 1805 floh sie von den Truppen Napoleons nach Linz, wo sie auch starb. Das Kloster wurde drei Jahre später während der Besatzung Innsbrucks durch die Bayern aufgelöst.
Frau | Erzherzog | Abt | Geboren 1743 | Gestorben 1808 | Haus Habsburg-Lothringen
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"Maria Elisabeth von Österreich (Äbtissin)".
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