Marianne Weber (geb. Schnitger) (* 2. August 1870 in Oerlinghausen, † 12. März 1954 in Heidelberg) war eine deutsche Frauenrechtlerin, Soziologin und Rechtshistorikerin.
Im Jahre 1919 wurde Marianne Weber Mitglied der Deutschen Demokratische Partei und Abgeordnete im Badischen Landtag. Von 1919 bis 1923 war sie Vorsitzende des Bundes deutscher Frauenvereine. Kurz nach dem Umzug des Ehepaars nach München 1919 verstarb ihr Mann dort 1920. In den folgenden Jahren kümmerte sie sich um die Veröffentlichung seiner Werke. Nach ihrer Rückkehr nach Heidelberg 1921 erhielt sie 1922 die juristische Ehrendoktorwürde der dortigen Universität und wurde damit die erste deutsche Ehrendoktorin der Rechtswissenschaften. Ihre sehr einflussreiche Biographie Max Weber : Ein Lebensbild veröffentlichte sie 1926. Bis zu ihrem Tod 1954 war sie in Heidelberg als Wissenschaftlerin und Autorin aktiv. Zudem kümmerte sie sich um die vier Kinder von Max Webers Schwester Lili, die sie nach deren Tod 1922 zu sich genommen und fünf Jahre später adoptiert hatte.
Frau | Deutscher | Frauenrechtler | Soziologe (19. Jh.) | Soziologe (20. Jh.) | DDP-Mitglied | Geboren 1870 | Gestorben 1954
Marianne Weber | Marianne Weber (sociologue) | Marianne Weber | Marianne Weber
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