March war ein britischer Hersteller von Rennwagen für verschiedene Klassen wie Formel 1, Formel 2, Formel 3, CanAm-Sportwagen und Champ Car. StuckHansJ1976-07-31.jpg im March-F1 auf dem Nürburgring, Training 1976]] Die Firma March Engineering wurde im Jahre 1969 durch vier ehrgeizige Formel-1-Fachleute gegründet. Max Mosley (M) war der Finanzberater des Teams, Alan Rees (AR) der Sportdirektor, Graham Coaker (C) für die Produktion zuständig und Robin Herd (H) der Konstrukteur. Das erste Produkt war der 693 für die Formel 3. Durch die freie Verfügbarkeit des Ford-Cosworth-V8 lag der Einstieg in die F1 nahe.
Die Fahrzeuge, die nach Baujahr und Klasse (z.B. "701" für den F1 der Saison 1970) bezeichnet wurde, wurden an Kunden in diversen Rennserien verkauft, wie etwa an Tyrrell für Jackie Stewart oder an Mario Andretti, Jo Siffert, Ronnie Peterson, Johnny Servoz-Gavin und François Cevert. Eine Folge dieser „March-Invasion“ im Starterfeld waren gute Plätze im Konstrukteurs-Pokal.
Das eigentliche March-F1-Team nahm in den Jahren 1970 bis (mit Unterbrechungen) 1992 an den WM-Rennen teilnahm.
March gehörte zu den Teams, die junge Talente entdeckten, sie aber nicht halten konnten. Zu diesen talentierten Fahrern, die später das March-Team verließen und zu Grand Prix-Stars wurden, gehörten unter anderem auch Niki Lauda, Ronnie Peterson oder auch François Cevert, der 1973 im Training zum Grand Prix der USA tragisch ums Leben kam.
Auch wenn das Budget sehr knapp bemessen war konnte man einen genialen neuen Wagen bauen, den March 711 mit einem ovalen Frontflügel. Mit diesem Auto konnte Ronnie Peterson in der Saison 1971 den Vize-Weltmeistertitel erringen, und March lag am Ende der Saison erneut auf dem dritten Platz im Konstrukteurspokal.
Mit dem March 721X wollte man in der Saison 1972 endlich den großen Durchbruch schaffen, aber genau das Gegenteil trat ein. Nur Max Mosley und Robin Herd leiteten das Team, nachdem Alan Rees zu Shadow gewechselt, und Graham Coaker bei einem Unfall gestorben war. Das komplizierte Auto erwies sich schon in den ersten Rennen als absoluter Flop, denn Peterson war sogar mit der von einem Privatfahrer ausgeliehenen, einfacheren Kundenversion 721G schneller. March konnte die Probleme nicht lösen, da Peterson zwar sehr viel Talent hatte, aber die Wagen nicht perfekt abstimmen konnte. Diese Fähigkeit hatte der zweite Fahrer im Team, der Österreicher Niki Lauda, der sich aber als Fast-Neuling kein Gehör verschaffen konnte. Die Fahrer liefen davon, Lauda zu BRM, Peterson zu Lotus.
Im Jahr 1974 trat u.a. Hans-Joachim Stuck in jeweils von Jägermeister gesponsorten March in der F1 und der F2 an, im March-Cosworth 741 und im March-BMW 742. Seine Erfolg in der Formel 2 auf dem ausverkauften Hockenheimring brachten ihm den Spitznamen König von Hockenheim ein.
Zuverlässigkeitsprobleme machten dem F1-Team Sorgen, aber trotzdem gewann Vittorio Brambilla 1975 das Regenrennen beim Großer Preis von Österreich in Zeltweg, und Ronnie Peterson den Großer Preis von Italien 1976 in Monza.
Nach Misserfolgen stieg March Ende 1977 aus der Formel 1 aus und verkaufte an ATS. Max Mosley engagierte sich zusammem mit Bernie Ecclestone bei der FOCA.
Vier Jahre später, 1981, wollte man wieder einzusteigen. Der March 811, der von John Macdonald und Adrian Reynard konstruiert wurde, erwies sich erneut als eine Fehlkonstruktion, und als einziges Ergebnis konnte das Team einen siebten Platz beim Großer Preis von Großbritannien notieren.
March war ebenfalls sehr erfolgreich in anderen Serien unterwegs. So gewannen Fahrer mit March-Fahrzeugen außer vielen Nationalen Titeln in der Formel 3 auch mehrere Europameister-Titel in der Formel 2 bzw. dann der Formel 3000:
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