| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Marburg-Biedenkopf.png | Lage des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Deutschland.GIF |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Gießen |
| Verwaltungssitz: | Marburg |
| Fläche: | 1.262,56 km² |
| Einwohner: | 252.792 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 200 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 06 5 34 |
| Kfz-Kennzeichen: | MR |
| Kreisgliederung: | 22 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Im Lichtenholz 60 35043 Marburg |
| Website: | www.marburg-biedenkopf.de |
| Landrat: | Robert Fischbach (CDU) |
| Karte | |
| Hessen-karte-marburg-bied.png | |
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt im Regierungsbezirk Gießen in Hessen. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Waldeck-Frankenberg, im Nordosten der Schwalm-Eder-Kreis, im Osten der Vogelsbergkreis, im Süden der Landkreis Gießen, im Südwesten der Lahn-Dill-Kreis und im Westen der nordrhein-westfälische Kreis Siegen-Wittgenstein. Kreisstadt ist Marburg.
Höchster Berg ist mit 674 m die Sackpfeife bei Biedenkopf. Besonders auffällig ist der aus dem Ohmtal herausragende Basalt
kegel Amöneburg. Von den neun Flüssen des Landkreises sind die Ohm und die Lahn die wichtigsten. Zwischen Kirchhain und Marburg bietet das Rückhaltebecken des größten Lahn-Zuflusses Ohm der Stadt Marburg bisher zuverlässigen Hochwasserschutz, im Westen hält der Perfstaussee bei Biedenkopf bei Bedarf größere Wassermassen zurück. Zusätzlich sind im Bereich der oberen Lahn zum Beispiel zwischen Lahntal-Caldern und Lahntal-Sterzhausen im Rahmen eines Forschungsprojektes Maßnahmen zur Renaturierung und zum vorbeugenden Hochwasserschutz umgesetzt worden.Die Jahresmittel der Niederschläge betragen im Raum Marburg etwa 600-700 mm, im gebirgigeren Raum Biedenkopf-Wallau 850-1000 mm Umweltatlas Hessen. In: Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie 2005, *.
Wichtige und zum Teil kontrovers diskutierte Verkehrsplanungen und -probleme betreffen vor allem den Weiterbau der A49 sowie den Bau von Umgehungsstraßen entlang der B62 im relativ engen Lahntal.
Die wichtigste Eisenbahn
verbindung des Landkreises ist die Strecke der Main-Weser-Bahn Frankfurt - Gießen - Kassel mit IC-Halt allein in Marburg. Regionalexpress-Züge auf der Strecke Frankfurt - Kassel halten in Marburg, Kirchhain, Stadtallendorf und Neustadt. Eingleisige Nebenstrecken verbinden Marburg einerseits mit Frankenberg (die so genannte Burgwaldbahn) sowie andererseits mit Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen) über die Obere Lahntalbahn. Von 1905 bis 1972 betrieb der Kreis Marburg eine eigene Eisenbahnstrecke vom Bahnhof Marburg Süd in den Ebsdorfergrund nach Dreihausen (Marburger Kreisbahn).Der Nahverkehr wird vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) organisiert. Den Zuschlag für die im Landkreis erstmals verteilten Linienbündel der Bus
linien erhielt für den Bereich "LMR-Nordwest" die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen. Die beiden Linienbündel "LMR-Nordost" und "LMR-West" werden im Jahr 2006 vergeben.Der internationale Flughafen Frankfurt/Main liegt etwa eine Autostunde entfernt, Zugverbindungen benötigen mit Umsteigen Frankfurt Hauptbahnhof ungefähr 1 Stunde und 20 Minuten.
Im Rahmen der hessischen Kreisreform zum 1. Juli 1974 wurden die beiden Landkreise Marburg und Biedenkopf zusammen mit der kreisfreien Stadt Marburg zum neuen "Landkreis Marburg-Biedenkopf" verschmolzen. Die Gemeinden Roth und Simmersbach aus dem Altkreis Biedenkopf wurden in die Gemeinde Eschenburg im Lahn-Dill-Kreis eingegliedert. Die Großgemeinde Bischoffen wechselte ebenfalls in den Lahn-Dill-Kreis. Aus dem Altkreis Marburg wurde die Gemeinde Schiffelbach ein Stadtteil von Gemünden (Wohra) im Landkreis Waldeck-Frankenberg, sowie die Gemeinde Braunstein (Nordeck und Winnen) Teil der Stadt Allendorf (Lumda).
| Wappen Landkreis Marburg-Biedenkopf.png | Beschreibung: | In Blau der golden gekrönte und bewehrte, neunmal von Silber und Rot geteilte hessische Löwe, der in seinen Pranken einen silbernen Schild mit durchgehendem schwarzem Kreuz hält (Wappen-Verleihung 1930 und neu am 11. Juli 1975)
| Parteien und Wählergemeinschaften | Anteil in % | Sitze | CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 39,6 | 32 | SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 36,1 | 29 | GRÜNE | BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 8,9 | 7 | FDP | Freie Demokratische Partei | 4,0 | 4 | Freie Wähler | FWG/Bürger für Marburg-Biedenkopf | 4,0 | 3 | REP | DIE REPUBLIKANER | 2,5 | 2 | Die Linke. | Die Linkspartei. | 4,9 | 4 | gesamt | 100 | 81 |
Nicht mehr angetreten sind die Tierschutzpartei sowie die NPD, die bei der Wahl 2001 0,4% beziehungsweise 0,1% der Stimmen und somit bereits damals keine Mandate erhielten.
Seit der Entstehung des Lankreises Marburg-Biedenkopf gab es 5 Landräte. 1974 übernahm der Landrat des ehemaligen Kreises Marburg, Dr. Burghard Vilmar (SPD), kommissarisch die Aufgabe im neu geschaffenen Kreis, bevor Dr. Siegfried Sorge von der Feien Wählergemeinschaft das Amt im Januar 1975 übernahm. Nachfolger wurde im Juni 1981 Dr. Christean Wagner (CDU), der bis Juli 1985 im Amt war. Danach leitete Prof. Dr. Kurt Kliem elf Jahre lang die Geschicke des Landkreises, der dann 1996 von Robert Fischbach als erstem direkt gewählten Kanditaten abgelöst wurde. Seine zweite Amtszeit läuft noch bis ins Jahr 2008.
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