| Maranhão | - bgcolor="#FFFFFF" | Abkürzung: | MA | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 331 983,3 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 5 651 475 (2000) | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 17,03 Ew/km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Hauptstadt: | São Luís | - bgcolor="#FFFFFF" | Anzahl d. Gemeinden: | 217 | - bgcolor="#FFFFFF" | Real > R$" target="_blank" >*, 2003): | 13 984 | - bgcolor="#FFFFFF" | BIP pro Einwohner: | 2 354 | - | Karte | - | Maranhão in Brasilien.png |
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Maranhão ist durch den abrupten Übergang von Vegetationstypen geprägt: Mangrovenwälder bzw. Sanddünen an der Küste und Steppe im Sertão.
Über Alcântara auf der anderen Seite der Baía de São Marcos gibt es einen exzellenten Artikel in Wikipedia. Die Stadt bietet einen extremen Kontrast von verfallender ehemaliger kolonialer Größe und High-Tech in Form des brasilianischen Weltraumbahnhofs.
Nur wenige Kilometer südlich von São Luís beginnt die unwegsame Baixada Maranhense um die Mündung des Rio Mearim. Hunderte von Seen wie die Lagoa Cajari oder Lagoa do Viana bilden das größte Gebiet von natürlichen Seen im Nordosten Brasiliens.
Weiter im Westen liegt das kaum zugängliche Naturreservat der Reentrâncias Maranhenses mit ausgedehnten Mangrovenwäldern auf Hunderten von Inseln und Halbinseln mit ausgeprägten Gezeiten.
Im Nordosten umfasst der Nationalpark der Lençóis Maranhenses (Bettlaken von Maranhão) ein etwa 100 km langes und 70 km breites Gebiet von Sanddünen mit eingelagerten kleinen Seen. In der Nähe des amazonischen Regenwaldes ist die brasilianische Wüste überraschend. Durch die neue Straße nach Barreirinhas sind die Lençóis gut erreichbar und erleben einen großen Ansturm von Touristen. Mit Booten erreicht man Atins mit Zugang zum Dünengebiet und Caburé, wo man abseits städtischer Hektik am Meer oder Fluss wandern und baden kann.
20 km östlich und nur über den Strand erreichbar liegt am Rande der kleinen Bettlaken (Pequenos Lençóis) Paulino Neves. Ein weiterer, ruhiger Ort an der Küste ist Tutóia, der westliche Ausgangspunkt für Bootsfahrten in und durch das inselreiche Parnaíba-Delta.
Santa Inês und Açailândia sind regionale Zentren an der Straße nach Imperatriz am Rio Tocantins. Es wurde erst nach Bau der Straße von Brasília nach Belém zur inzwischen zweitwichtigsten Stadt von Maranhão.
Carolina etwas weiter südlich am Rio Tocantins ist die Stadt, über die man den neuen Nationalpark Chapada das Mesas erreichen kann. Wasser in Mengen gibt es in zahlreichen Wasserfällen wie der Cachoeira da Pedra Caída.
siehe auch: Liste der Gemeinden in Maranhão
Der portugiesische König Dom João III vergab 1534 die Capitanía do Maranhão an João de Barros und Fernão Álvares de Andrade, Gewürzhändler der Krone, die 1535 Aires da Cunha mit 10 Schiffen und 900 Männern auf Expedition schickten. Sie erlitten Schiffbruch, ebenso wie die nächste Expedition von Luis de Melo e Silva im Jahre 1554. Damit endeten die portugiesischen Kolonisationsversuche. Schon 1594 siedelten Franzosen, bis 1612 500 Mann unter Daniel de la Touche an Land gehen und die Stadt Saint Louis gründen. 1615 besiegten portugiesische Truppen von Jerônimo de Albuquerque die Franzosen. 1641 wird der blutrünstige Gouverneur Bento Maciel Parentes von 18 Schiffen und ihrer holländischen Besatzung überrumpelt. Die Holländer halten die Stadt São Luís bis 1644. Hauptprodukte zu der Zeit waren Zuckerrohr, Kakao und Tabak.
Im 17. Jahrhundert bringen Jesuiten "die christliche Botschaft" in den Sertão, wo sie 20 indianische Dörfer gründen. 1760 werden sie nicht zum ersten Mal außer Landes geschickt.
Angebaut werden Soja, Reis, Mais, Cajú, Maniok.
Gegenüber von São Luís liegt bei der Kolonialstadt Alcântara das brasilianische Raumfahrtzentrum.
Neben dem Hafen von Itaqui gibt es private Häfen der CVRD und von Alumar, der Aluminiumschmelze. 2003 wurden 68,5 Millionen Tonnen mit 991 Schiffen im- und exportiert.
Es gibt Flughäfen in São Luís und Imperatriz.
Brasilianischer Bundesstaat | Maranhão
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