Maquis (französisch: le maquis, italienisch und korsisch: la macchia) bezeichnet ursprünglich den undurchdringlichen Buschwald in den Mittelmeerländern. Da sich im Maquis traditionell Banditen und Gesetzlose versteckt haben, wird der Begriff häufig als Synonym für Untergrundbewegung verwendet.
Insbesondere die französischen Partisanen der Résistance, die sich im Zweiten Weltkrieg in Wäldern und Bergen und anderen wenig bevölkerten Gebieten versteckten, sind heute als Maquisards bekannt. Von ihren Verstecken aus bekämpften sie als erste die deutschen Besatzungstruppen in Frankreich.
Der Maquis nahm seinen Anfang, als Franzosen im Rahmen des Service du Travail obligatoire (STO) für den Arbeitsdienst in Deutschland verpflichtet werden sollten. Wer sich seiner Dienstpflicht entziehen wollte, „verschwand in die Natur“ und begann den Widerstand gegen die Besatzer. Später war der Maquis eine von mehreren Gruppen der Résistance. Der Maquis spielte dabei eine wichtige Rolle bei der Befreiung Frankreichs.
Nach der Befreiung Frankreichs wurde seine Rolle während der Besatzungszeit durch die Regierung von Charles de Gaulle zwiespältig behandelt. Einerseits war die Widerstandstätigkeit innerhalb Frankreichs die Begründung, warum man sich jetzt als eine Siegermacht fühlte, andererseits wollte De Gaulle die politischen Ansprüche der mehrheitlich eher Linken, vielfach auch kommunistischen Maquisards neutralisieren. Der Maquis wurde so zu einem Mythos, der keine politischen Folgen hatte.
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