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Mannesmann Mobilfunk war eine Tochtergesellschaft des Mannesmann-Konzerns und der erste private Telefonanbieter in Deutschland.

Die Firma startete 1991 unter dem Namen D2 privat als Konkurrent zum Staatsbetrieb Deutsche Bundespost, welche damals (neben Brief- und Paketversand und dem Telefon-Festnetz) das analoge C-Netz betrieb und ebenfalls ein digitales Funktelefonnetz plante.

Auf der CeBit 1991 kündigte die Firma das digitale Netz D2 privat an, das planmäßig ab 1992 zur Verfügung stand. Die Mobiltelefone wurden zunächst über Fernsehhändler und Kaufhäuser zu einem Preis von knapp unter DM 3.000 angeboten. Mit etwa 200 Antennenstationen begann D2 zunächst in einigen bundesdeutschen Großstädten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main, und Stuttgart. Schon Ende 1992 erreichte das D2-Netz 80 Prozent Deutschlands. Die Gebühren lagen unter denen des bestehenden C-Netzes der Post. Von Anfang an waren Übergänge an das Festnetz der Telekom vorgesehen.

Da die Deutsche Bundepost inzwischen privatisiert wurde und der Mobilfunkbereich als Marke T-D1 unter der Gesellschaft DeTeMobil (seit 2002 T-Mobile Deutschland) des Telekomkonzerns geführt wurde, wandelte sich bei Mannesmann nun auch der Name D2 privat immer mehr zu D2 Mannesmann. Das Wort privat im Firmennamen hatte seine immense Zugkraft verloren. Bis zur Übernahme von D2 Mannesmann durch den britischen Vodafone-Konzern im Februar 2000 wechselten sich D2 Mannesmann und T-Mobile Deutschland (ehem. T-D1) in der Marktführerstellung fast monatlich ab, seitdem hatte T-Mobile Deutschland diese Position inne.

Erstaunlicherweise wechselten nach der feindlichen Übernahme durch Vodafone überraschend viele Kunden zum bisherigen Konkurrenten T-Mobile Deutschland - diese Kunden wollten nach eigenen Aussagen nicht, dass ihr Geld in ausländische Firmen geht (E-Plus und Viag-Interkom (heute O2) waren schon unter ausländischer Führung) und gingen so zum letzten übriggebliebenen deutschen Mobilfunkanbieter. Dieses Kundenverhalten stellte zugleich einen Protest gegen die volkswirtschaftlich schädliche Zerstückelung des Mannesmann-Konzerns dar.

Für Vodafone war dieser Zukauf dennoch ein enormer Schritt nach vorne, zumal mit dieser Erweiterung gleich mehrere Firmenbeteiligungen von Mannesmann an ausländischen Mobilfunkunternehmen mitgenommen wurden. Einige Beteiligungen wurden integriert (z. B. Omnitel in Italiten oder SFR in Frankreich) andere Konzernteile mussten aufgrund behördlicher Auflagen verkauft werden (Orange in Großbritannien) oder wurden freiwillig verkauft (Telering in Österreich). Im Januar 2005 nannte Vodafone 27 Mio. Teilnehmer allein im deutschen D2-Netz.

Telekommunikationsunternehmen

 

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