| Maniok | ||||||||||||||||
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| Manihot esculenta dsc07325.jpg | ||||||||||||||||
| : | Samenpflanzen (Spermatophyta) |
| : | Bedecktsamer (Magnoliophyta) |
| : | Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida) |
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Malpighiales |
| : | Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) |
| : | Manihot |
| : | Maniok |
Der Maniok (Manihot esculenta) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Manihot in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Andere Namen für diese Nutzpflanze und ihr landwirtschaftliches Produkt (das geerntete Rhizom) sind Mandioka, Kassava, Kassave oder in Lateinamerika Yuca. Der Anbau der Pflanze ist wegen ihrer stärkehaltigen Wurzel weit verbreitet. Sie stammt ursprünglich aus dem heutigen Brasilien und Paraguay und wurde schon vor der Entdeckung Amerikas durch die Europäer von den Ureinwohnern zur Ernährung verwendet. Mittlerweile wird sie weltweit in vielen Teilen der Tropen und Subtropen angebaut. Auch andere Arten aus der Gattung Manihot werden als Stärkelieferant verwendet (siehe dort).
Die Benutzung der Knollen als Nahrungsmittel geht auf die Ureinwohner Südamerikas zurück. Maniok ist auch heute noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Brasilien, vor allem im Norden und Nordosten des Landes.
Wie viele tropische Nutzpflanzen liefert der Maniok-Strauch mit geringem Arbeitsaufwand einen hohen Ertrag.
Die Knollen werden geschält, zerrieben und geraspelt und dann eingeweicht. Nach einigen Tagen presst man die Masse aus, wäscht sie durch den sogenannten Tipití und röstet sie in Öfen. Die in der Presse zurückbleibende Masse liefert das Maniok- oder Mandiokamehl (farinha).
Maniokmehl kann ähnlich wie Weizenmehl verwendet werden. Menschen mit Allergien gegen Weizen und andere Getreide verwenden deshalb häufig Maniokmehl als Ersatz.
Ein Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl ist Stärke (Polvilho), die, wenn sie geröstet wurde, Tapioka genannt wird.
In anderen Regionen erhält man nach modifiziertem Verfahren etwas andere Produkte; auch bereitet man aus dem Mehl Kuchen (zum Beispiel die Beijús), die unserem Brot mehr oder weniger ähnlich sind, und auf den Antillen mischt man das Mandiokamehl mit Weizenmehl und backt daraus Brot (Conaque).
Die frische Wurzel benutzt man als Heilmittel bei Geschwüren.
Die Blätter des Maniok werden als Gemüse gegessen. Die Samen einiger Arten wirken purgierend (abführend) und brechreizerregend.
Köstlichkeiten, die in Brasilien aus Maniok hergestellt werden, sind (u. a.) Beijú, Farofa oder Tarubá. Ein vor allem in Peru äußerst beliebtes Gericht ist Yuca á la Huancaína; Yuquitas gibt es dort sogar bei allen großen Fastfood-Ketten als Snack.
Maniok wird auch in Zentralafrika (Kamerun, Gabun, Kongo usw.) intensiv und gerne verwendet. Das Mehl (Foufou) wird oft für eine Art Kloßteig verwendet. Die Knolle wird gerne im Dampf oder in Wasser gekocht und nicht selten fritiert. Maniokblätter sind auch eine sehr beliebte Speise und werden mit Erdnusspaste, Ölpalmenfrüchten oder Kokosmilch zubereitet. Sehr beliebt (und für europäische Gaumen sehr gewöhnungsbedürftig) sind die in Palmblätter eingewickelten Maniokstangen (Bibolo). Diese werden durch völliges Auswaschen der Stärke aus dem Maniokmehl hergestellt und bestehen daher fast aus reinem Gluten. Diese feste, gummiartige, tranzluzide Substanz wird als Beilage zu Fisch und Fleisch verspeist.
Heute dient Maniok bzw. Tapioka auch vermehrt als Futterpflanze für die Fleischproduktion in den Industrienationen, da es einen billigen Grundstoff für das Futter darstellt. Dies führt in den Ursprungsländern zu Monokulturen für den Export. Dadurch wird die Ernährung der einheimischen Bevölkerung gefährdet.
Wolfsmilchgewächse | Nutzpflanze | Brasilianische Küche
Маниока | Cassava | Manioko | Manihot esculenta | Manioc | Singkong | Balinghoy | Manioca | キャッサバ | Mandioca | Cassave | Maniok | Maniok | Mandioca | Maniok | Chhiū-chî