Manching ist ein
Markt im
oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und liegt südöstlich von
Ingolstadt. In der Nähe befindet sich eine Einrichtung für Testflüge (Flugplatz mit
Wehrtechnische Dienststelle 61 der Bundeswehr/für Luftfahrzeuge,
EADS).
Geografie
Manching liegt in der Region Ingolstadt und besteht aus den Ortsteilen Alt Manching, Donaufeld-(Siedlung), Im Wechselfeld,
Oberstimm, Niederstimm, Pichl, Forstwiesen, Westenhausen, Lindach und Rottmannshart.
Geschichte
Vom 3. Jahrhundert v.Chr. bis zum 1. Jahrhundert v.Chr. bestand ein
keltisches Oppidum beim heutigen Manching (
archäologische Ausgrabungsstätte,
Museum).
Siehe auch: Oppidum von Manching und Keltisch-Römisches Museum Manching
Der Markt Manching gehörte seit 1505 zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und zum Landgericht Reichertshofen. Seit 1777 ist der Ort Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Politik
Bürgermeister ist Otto Raith (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Albert Huch (Freie Wählergemeinschaft).
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 6.151 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.351 T€.
Wirtschaft und Infrastruktur
Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 11, im produzierenden Gewerbe 2.116 und im Bereich Handel und Verkehr 234 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 1.420 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3.890. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 4 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 11 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.950 ha, davon waren 1.661 ha Ackerfläche und 279 ha Dauergrünfläche.
Öffentliche Einrichtungen
Das
Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit seiner
WTD auf dem Flugplatz Manching ist neben
EADS einer der größten Arbeitgeber der Marktgemeinde.
Bildung
- Kindergärten: 323 Kindergartenplätze mit 367 Kindern
- Volksschulen: 3 mit 46 Lehrern und 866 Schülern
- Realschule: 49 Lehrern und 851 Schülern
(Stand 1999)
Literatur
- Sievers, Susanne (2003): Manching. Die Keltenstadt. Stuttgart: Theiss, 158 S., 143 meist farb. Abb. ISBN 3-8062-1765-3
- Endert, Dorothea van (1991): Die Bronzefunde aus dem Oppidum von Manching. Wiesbaden: Steiner, 158 Seiten, 62 Taf. ISBN 3-515-05776-5
- Jacobi, Gerhard (1974): Werkzeug und Gerät aus dem Oppidum von Manching. Wiesbaden: Steiner, 370 S., 58 Abb., 107 Taf. ISBN 3-515-01798-4
- Bauer, Elisabeth (1999): Küchenduft und Orgelklang. Leibspeisenkochbuch mit Schmankerl aus Manching in Oberbayern. 144 S. ISBN 3-930888-73-4
Weblinks
Ort in Bayern | Pfaffenhofen an der Ilm