Managementlehre führt die beiden Wissensgebiete Betriebswirtschaft und Organisationspsychologie zu anwendungsorientierten didaktischen Konzepten zusammen.
Großen Einfluss auf die erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland begründete deutsche Managementlehre, hatten im Besonderen Amerikaner und Japaner.
Die Ausbildung für Manager an Universitäten steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen.
Unternehmensführung (Management) ist eine professionelle Aufgabe. Entgegen einer verbreiteten Meinung, dass eine gute Fachkraft auch ein Unternehmen führen kann, sollte zum Führen eines Unternehmen (Soziales System) auch eine adäquate Ausbildung gehören. Hier ist das Dilemma, Managen bedeutet die Erledigung von Aufgaben, dies ist auch ohne Menschen möglich. Organisationspsychologie bedeutet immer die Betrachtung von Menschen. Beides ist getrennt zu betrachten.
Fünf Bereiche von Schlüsselqualifikationen für Manager (vgl.Sarges (1990) S.165ff):
Junge Menschen, die sich für einen Beruf im Bereich eines dienstleistenden oder produzierenden Wirtschaftsunternehmens interessieren, stehen vor einer Fülle von Management- und Erfolgsmodellen. Und sie stehen vor einer noch größeren Vielfalt an mit diesen Modellen verbundenen Begriffen. Dazu zählen Business Reengineering, Six Sigma, die Balanced Scorecard, Kaizen, die Wertstromanalyse, das Mind Mapping oder das Toyota Produktionssystem, um nur einige wenige zu nennen. Als besonders problematisch ist anzusehen, daß es zwei Berufsgruppen gibt, die eher zu einer Diversifizierung neigen, als zu einer Vereinheitlichung. Das sind einerseits manche einflußreichen Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, die sich durch eigene Methodenschöpfungen ausgezeichnet sehen möchten (manchmal, um ein eigenes neues Buch zu verkaufen). Und das sind andererseits manche Unternehmensberatungen, bei denen Umsatz und Gewinn von verkauften Beratertagen abhängt, und die deshalb oft genug ein wirtschaftliches Interesse daran haben, immer wieder "neue" und mit neuen Namen versehene Methoden zu vermarkten, auch wenn an diesen gar nicht viel Neues dran ist. Einer der sehr hilfreichen Autoren in diesem Zusammenhang ist Peter Drucker, der sich dem Trend zu immer mehr Begriffen nie angeschlossen hat. Mindestens ebenso hilfreich sind die Biographien und Erfahrungs-Sammlungen der erfolgreichsten Unternehmer der Welt, namentlich Sam Walton (Wal-Mart), Larry Page und Sergey Brin (Google) oder Jack Welch (General Electric). Alle zeichnen sich dadurch aus, daß sie den interessierten Leser nicht mit begrifflicher Vielfalt irritieren, sondern mit pragmatischen Lebenserfahrungen und Handlungsanleitungen aufwarten. Nachteilig an ihren Schilderungen ist indessen ein gewisser Mangel an einer klaren Struktur und Systematik, wie sie der Lernende zur klaren Orientierung dennoch benötigt.
Ausbildung für Manager:
Weiterführende Literatur:
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