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Das Malteserkreuz ist neben dem Tatzenkreuz eine weitere, künstlerisch verfeinerte Form eines Kreuzes, in der die acht Seeligpreisungen und die Kardinalstugenden symbolisch untergebracht sind. Als solches symbolisiert auch das Malteserkreuz als christliches Symbol den Kreuzigungstod des Jesus Christus. Das Malteserkreuz wird oft aber fälschlicherweise als Flagge des Souveränen Malteserordens angesehen. Es ist jedoch das wesentliche Symbol des Malteser- und des evangelischen Johanniterordens sowie deren Hilfswerke wie z.B. der Malteser (Deutschland) und der Johanniter Unfallhilfe.
Geschichte
Als künstlerisches Element sind Malteserkreuze seit dem
6. Jahrhundert aus der byzantinischen Kultur bekannt. Die Stadt
Amalfi nimmt für sich in Anspruch, das Symbol bereits vor Ordensgründer Bruder Gerhard (der aus Amalfi stammte) genutzt zu haben. Tatsächlich tragen Münzen der Stadt aus der Zeit vor der Ordensgründung verschiedentlich eine Art von Malteserkreuz. Jedoch zeigen die ersten Siegel des Ordens und seiner Hospitäler kein Malteserkreuz, sondern verschiedene Kreuzesformen. Neben dem Patriarchenkreuz werden uneinheitlich auch Tatzenkreuze und Mischformen verwendet. Quellen über den Templerorden sagen aus, dieser habe sein Zeichen (ein Tatzenkreuz) nach dem Vorbild des damaligen Johanniterordens gewählt. Die Festlegung auf ein spezifisches Logo war der frühmittelalterlichen Zeit fremd. Noch auf Rhodos tragen die Wappen des Ordens und seines damaligen Großmeisters
Pierre d'Aubousson kein Malteserkreuz. Die Nutzung des Malteserkreuzes in der heute verwendeten Form ist im Orden erst seit dem 16. Jahrhundert (Malta) durchgängig belegbar.
Deutungen
Das
Kreuz besteht aus acht Spitzen. Diese acht Spitzen symbolisieren nach heutiger Deutung die acht
Seligpreisungen der
Bergpredigt Jesu im
Neuen Testament der
Bibel (Mt 5,1ff):
Eine weitere Deutung der acht Spitzen ist die Zuordnung zu den acht "Zungen" des Malteserordens:
Die vier nach innen zeigenden Spitzen werden den vier Kardinaltugenden zugeordnet:
Technische Anwendung
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Wenn man ein Malteserkreuz aus einem steifen, lichtundurchlässigen Material ausschneidet, wobei man die vier nach innen zeigenden Spitzen dadurch weglässt, indem man die beiden jeweils benachbarten nach außen zeigenden Spitzen einfach direkt verbindet, und dann den ausgeschnittenen Teil rasch um die Mitte des verbliebenen malteserkreuzförmigen Loches rotieren lässt, dann kann man damit einen
Lichtstrahl auf einfache Weise mechanisch „zerhacken“ (
choppen). Das ist besonders bei Lichtquellen günstig, die man nicht schnell genug ein- und ausschalten kann. Abgesehen von künstlerischen Effekten, ist gepulstes Licht vor allem in der Messtechnik nützlich, weil es leicht in Wechselspannungen umgesetzt werden kann.
Eine weitere Anwendung des Malteserkreuzes findet man im Filmprojektor, bei dem aber zwischen dem rein mechanischen Malteserkreuzgetriebe (Abbildungen in den Links), und der optischen Umlaufblende unterschieden wird.
Weblinks
- http://www.malteser.de/1.02.Malteserorden/Malteserorden_Deutschland/Malteser_Kreuz.asp
- http://www2.prestel.co.uk/church/oosj/cross.htm - Sehr tiefgründige Recherche - englisch
- http://hometown.aol.de/astbadabbach/Malteserkreuz.html - Beschäftigt sich mit der Zahlenmystik, die hinter dem Kreuz stecken könnte
- Malteserkreuzgetriebe:
- http://www.cae.fh-mannheim.de/Projekte/Malteser/malt3.htm
- http://www.cae.fh-mannheim.de/Projekte/Malteser/malt2.htm
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