Die Republik Malta (maltesisch: Repubblika ta' Malta), ist ein südeuropäischer Inselstaat. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (maltesisch Għawdex, etwa 67 km²) und Comino (Kemmuna, etwa 3 km²) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto (Kemmunett), Filfla (Filfola) und St. Pauls Island. Die Hauptinsel Malta ist in fünf Bezirke gegliedert, Gozo und Comino bilden zusammen einen sechsten. Der Name stammt von der punischen Bezeichnung für Zufluchtsort „Malet“, die Griechen nannten die Inseln „Melita“ (vom Altgriechischenmeli (Honig))
Die maltesischen Inseln liegen im Mittelmeer etwa 90 km südlich von Sizilien, 290 km östlich von Tunesien und 360 km nördlich von Libyen am östlichen Ende der Straße von Sizilien. Die drei größten Inseln Malta (etwa 246 km²), Gozo (67 km²) und Comino (3 km²) sind bewohnt. Die Inseln sind Reste einer alten Landverbindung zwischen Afrika und Europa, die durch den etwa 11.000 v. Chr. begonnenen Meeresanstieg unterbrochen wurde. Die höchste Erhebung sind die Dingli Cliffs mit 245 m über N.N.
Wasservorkommen
Malta verfügt nur über spärliche Süßwasservorkommen. Laut Angaben der UN ist es das wasserärmste Land der Welt. Aus diesem Grund wird mittlerweile die Trinkwasserversorgung aus vier Umkehrosmoseanlagen (Meerwasserentsalzungsanlagen) und einer Brauchwasseraufbereitungsanlage sichergestellt. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt hingegen durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen.
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Birkirkara 21.676 Einwohner, Qormi 18.230 Einwohner, Mosta 17.789 Einwohner Zabbar 15.030 Einwohner, Victoria 12.914 Einwohner und San Gwann 12.346 Einwohner. Die Hauptstadt Valletta hat 7.173 Einwohner und ist damit die kleinste Hauptstadt eines EU-Landes.
Die Gesamteinwohnerzahl Maltas beträgt etwa 400.000. Da die Fläche Maltas relativ klein ist, ergibt sich eine sehr hohe Bevölkerungsdichte, die bei 1.260 Personen pro Quadratkilometer liegt. Somit hat Malta die sechsthöchste Bevölkerungsdichte der Welt. 92 Prozent der Menschen leben in der Stadt.
Rund vier Prozent der auf Malta lebenden Menschen sind nicht maltesischer Nationalität, davon etwa die Hälfte Briten, also auf die Gesamtbevölkerung gerechnet zwei Prozent.
Viele Malteser verbringen ihr Arbeitsleben im Ausland - bevorzugt im englischsprachigen Raum - und kehren als Rentner nach Malta zurück.
Gozo und Comino: Gozo hat etwa 30.000 Einwohner und Comino vier permanente Bewohner. Auf Comino leben im Sommer zusätzlich ein Pächterehepaar der Hotelanlage und zwei Polizisten.
Religion
Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung (98 %) ist römisch-katholisch. Daneben gibt es nur einige wenige Lutheraner, Orthodoxe und Juden. Die islamische Gemeinschaft besteht im Wesentlichen aus auf Malta lebenden Libyern. Die katholische Kirche hat einen starken Einfluss auf die maltesische Politik, so sind beispielsweise Ehescheidungen verboten und Schwangerschaftsabbruch ist strafbar. Es gibt 365 katholische Kirchen in Malta; aufgrund dieser Tatsache sagen Malteser oft, sie hätten eine Kirche für jeden Tag im Jahr. Der Katholizismus ist in der Verfassung als Religion des maltesischen Volkes verankert.
Aufgrund der langen Besatzungszeit der Briten beherrschen aber fast alle Malteser auch Englisch, größtenteils auch das 1934 als Gerichts- und Verwaltungssprache abgeschaffte Italienisch.
Auf den Inseln der Republik Malta finden sich Spuren einer Jahrtausende alten Geschichte. Sie reichen von den ersten monumentalen steinzeitlichen Tempelanlagen über römische Gräber und Katakomben bis zu den Wehranlagen des Malteserordens. Malta stand unter dem Einfluss vieler Kulturen. Im Laufe der Jahrhunderte beherrschten Phönizier, Griechen und Römer die Insel. Im 9. Jahrhundert, als die Inseln zum Byzantinischen Reich gehörten, wurde die Inselgruppe von den Arabern erobert. Im 11. Jahrhundert gingen die Inseln an Sizilien und 1282 an Spanien. 1530 gab der spanische König die Inseln an Malteserorden und nicht der Balley Brandenburg, aus der später der Johanniterorden entstand. Der Orden des heiligen Johannes zu Jerusalem zu Rhodos und zu Malta (früher auch als Hospitalier bezeichnet) machte die Insel nutzbar und verteidigte sie erfolgreich gegen osmanische Angriffe (Die große Belagerung, 1565). Als deren Konsequenz wurde 1566 die Festungsstadt Valletta (benannt nach dem Großmeister Jean Parisot de la Valette) gegründet.
1798 musste der Orden kampflos französischen Revolutionstruppen weichen. Die Briten besetzten Malta 1800 und führten die Inseln nach dem Sieg über Napoleon als Koloniegebiet und prägten so die Kultur des heutigen Malta maßgeblich. Zuletzt spielte Malta im Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle, als es zu heftigen Kämpfen um den strategisch wichtigen Hafen kam, von dem aus der Nachschub des deutschen Afrikakorps empfindlich gestört wurde.
Die Bevölkerung der Insel erhielt dafür 1942 das Georgskreuz verliehen, das auch auf der Staatsflagge gezeigt wird. 1947 wurde dem Land die Selbstverwaltung als parlamentarische Demokratie gewährt. 1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit von Großbritannien. 1974 deklarierte Malta sich als Republik. 2004 trat Malta der Europäischen Union bei.
Politik
Die Arbeitslosenquote beträgt 5,6 Prozent (3/2005).
Wahlen
Die Wähler der kleinen Mittelmeerinseln zeigen eine Gespaltenheit wie sonst in kaum einem Staat. Dadurch ist es auf Malta fast üblich, dass Wahlen nur knapp gewonnen werden.
Der damalige Premierminister und heutige Präsident Edward Fenech Adami hoffte auf etwa 60 Prozent Zustimmung für das EU-Referendum und sah dies als eine große Mehrheit an.
Die Zugehörigkeit zu einer der beiden großen Parteien wird auf Malta von Generation zu Generation fast schon vererbt. Die langfristige Parteibindung wird zusätzlich durch das maltesische Mehrheitswahlrecht begünstigt, das es kleineren Parteien beinahe unmöglich macht, ins Parlament einzuziehen.
Am 12. April 2003 fanden in Malta Parlamentswahlen statt. Dem Trend aus dem Referendum folgend, wählten die Malteser mit 51,79 Prozent die konservative Partit Nazzionalista (PN) und mit 47,51 Prozent die sozialistische Malta Labour Party (MLP). Die dritte Partei, die grün-alternative Alternattiva Demokratika (AD) erhielt mit 0,68 Prozent der Stimmen keinen Sitz im Parlament.
Gewerkschaften
General Workers' Union (GWU), ca. 48.000 Mitglieder, der MLP nahestehend; Union Haddiema Maghqudin (UHM), Dachverband mit ca. 25.000 Mitgliedern, PN-nahe; daneben kleine Branchen-Gewerkschaften
EU-Erweiterung
Nach der Wahlniederlage der Nationalkonservativen 1996 wurde die EU-Aufnahme von Seiten Maltas um zwei Jahre verschoben. Malta wurde nach der Entscheidung auf dem EU-Gipfeltreffen am 13. Dezember2002 in Kopenhagen im Zuge der Osterweiterung zum 1. Mai2004 mit acht mittel- und osteuropäischen Staaten sowie Zypern in die Europäische Union aufgenommen.
Doch vor der Aufnahme führten die Malteser am 8. März2003 ein Referendum durch. Für einen Beitritt zur EU waren die Nationalkonservativen (PN), während die Sozialisten (MLP) und Gewerkschaften Werbung dagegen machten. Die Wahlbeteiligung bei den 390.000 Maltesern lag bei 91 Prozent, die Zustimmung bei 53,65 Prozent und somit leicht über den Erwartungen. Malta hat damit Luxemburg als kleinstes EU-Land abgelöst.
Einreisebestimmungen
Die Einreise nach Malta ist mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis möglich. Kinderausweise (sofern sie mit einem Foto versehen sind) sowie vorläufige Reisepässe und Personalausweise werden anerkannt. Der Eintrag eines Kindes bis zum 16. Lebensjahr in den Reisepass eines Elternteils ist gleichfalls für die Einreise ausreichend.
Visumpflichtige Ausländer, die in Deutschland wohnhaft sind sowie Inhaber von Reisedokumenten für Ausländer müssen einen Visumantrag bei der Botschaft von Malta in Berlin stellen. Die Bearbeitungszeit beträgt zur Zeit ca. vier Wochen.
Commonwealth
Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations, dem Staatenbund ehemaliger (zumeist) britischer Kolonien, haben Malteser in manchen dieser Länder, was Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen anbelangt, einen privilegierten Status im Vergleich zu anderen EU-Bürgern.
Sicherheitspolitik
Durch den indirekten Schutz des Mittelmeers durch die Europäische Union und die NATO leistet sich Malta nur eine kleine Armee von 1.800 Soldaten. Eine Luftwaffe gibt es nicht, die Armed Forces of Malta (AFM) verfügen jedoch über mehrere Hubschrauber, die für Patrouillenflüge und Search and Rescue-Aufgaben eingesetzt werden. Derzeit sind
vier Hubschrauber von dem Typ Alouette III im Einsatz, die von den libyschen und niederländischen Streitkräften übernommen wurden. Außerdem ist noch eine von ursprünglich drei Agusta-Bell 47 in Betrieb, die Malta 1972 als Geschenk von der Bundeswehr erhalten hat.
Die AFM beinhalten das Maritime Squadron, welches den Schutz der territorialen Gewässer zur Aufgabe hat. Es besteht vor allem aus Patrouillenbooten. Die drei aus Beständen der Volksmarine der ehemaligen DDR stammenden Kondor I Boote wurden Ende 2005 außer Dienst gestellt und von einem modernen Patrouillenboot (P61) der Diciotti-Klasse ersetzt. Die anderen Boote sind amerikanische Baureihen, ein ehemaliges amerikanisches LCVP und SAR Barkassen.
Bis zum Abzug der britischen Truppen im Jahre 1979 war Malta ein wichtiger Marinestützpunkt der Royal Navy im Mittelmeer. Seit dem Abzug der letzten britischen Truppen am 31. März1979 stehen keine britischen Verbände mehr auf Malta. Am 18. März1980 wurde mit Libyen ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Die Zusammenarbeit endete jedoch schon am 27. August des selben Jahres, als es zwischen Malta und Libyen zum Konflikt um die Rechte für die Ölexploration im angrenzenden Seegebiet kam. Seit 11. März1983 besteht ein Vertrag mit Italien, in dem dieses den Schutz der maltesischen Neutralität garantiert.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Vereinte Nationen und Unterorganisationen (seit 1964), Mitglied des Commonwealth (seit 1964), Europarat (seit 1965), International Maritime Organisation (IMO, seit 1966); Europäische Union (EU, seit 1. Mai 2004); Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, seit 1972); Mitglied der Blockfreien Bewegung (seit 1973); Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO, seit 1997); Interparlamentarische Union (IPU, seit 1988)
Verwaltungsgliederung
Seit 1993 ist Malta in 68 lokale Verwaltungseinheiten eingeteilt:
|colspan="3" bgcolor="#f1f1f1" align="center"|Insel Malta
|bgcolor="#f1f1f1" align="center"|Gozo
|-
|valign="top" width="22%" bgcolor="#ffffff"|
Die lokalen Verwaltungseinheiten sind zu statistischen Zwecken in sechs Distrikten zusammengefasst worden (Gozo and Comino, Northern, Northern Harbour, Southern, Southern Harbour, Western) und diese wiederum zu drei Regionen (Gozo and Comino, Malta Majjistral, Malta Xlokk). Die Regionen und Distrikte von Gozo and Comino sind identisch.
Der öffentliche Nahverkehr wird durch ein dicht ausgebautes Autobusnetz bedient, welches sternförmig von der Hauptstadt Valletta ausgeht. Viele der Linienbusse stammen noch aus Großbritannien und wurden während der Kolonialzeit gebraucht nach Malta gebracht. Bis 1994 waren die heute gelben Linienbusse einheitlich grün gestrichen; diese Farbgebung stammte noch aus den frühen 1980er Jahren und sollte damals die Verbundenheit Maltas mit Libyen zum Ausdruck bringen. Die Busse auf Gozo sind traditionell grau. Inzwischen werden die überalterten Linienbusse schrittweise durch moderne Niederflurbusse ersetzt. Bis zum völligen Verschwinden der Oldtimerbusse, die für Touristen ein beliebtes Fotomotiv darstellen, dürften jedoch noch einige Jahre vergehen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte Malta auch über ein Schienenverkehrsnetz: 1883 wurde eine Eisenbahnlinie von Valletta nach Mdina eröffnet, die jedoch im Jahre 1931 aufgrund mangelnder Rentabilität wieder eingestellt wurde. Noch kurzlebiger war das Straßenbahnnetz, das im Jahre 1905 von der britischen Firma Macartney, McElroy & Co. Ltd. zwischen Birkirkara, den "Three Cities", Paola and Zebbug eingerichtet wurde; die Betreibergesellschaft Malta Tramways Ltd. meldete bereits 1929 Konkurs an, so dass heute auf Malta keine Schienenverkehrsinfrastruktur mehr besteht.
Der internationale Flughafen von Malta befindet sich in Luqa, von dort gibt es zudem einen Hubschraubershuttledienst nach Gozo. Comino ist nur mit kleinen Personenfähren zu erreichen, die meistens unregelmäßig verkehren. Einen planmäßigen Fährdienst zwischen Malta und Gozo gibt es hingegen von Cirkewwa aus.
Wirtschaft
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Maltas Wirtschaft gestaltet sich im Vergleich zu den anderen im Jahr 2004 der EU neu beigetretenen Mitgliedstaaten relativ positiv. Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Obwohl die Umweltbedingungen (wenig Regen, geringer Abfluss, kalkiger Untergrund und heißes Klima) keine guten Voraussetzungen für die agrarische Nutzung bieten, werden bei verschiedenen Gemüse- und Getreidearten hohe Erträge erzielt, auch der Weinbau ist rentabel. Trotzdem erzeugt Malta nur 20 % des Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln. Der größte Arbeitgeber des Landes ist die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle. Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen etwa verzehnfacht. Heute sind es über eine Million Touristen jährlich, die vor allem die Strände, die historischen Städte und die Felsenlandschaft genießen. Bekleidungs- und Textilindustrie ist ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig. 1992 wurde auf Malta eine eigene Börse gegründet.
Das Land verfügt, abgesehen von Kalkstein, der im Bauwesen verwendet wird, über keine mineralische Bodenschätze und ist stark auf Importe angewiesen. Außerdem verfügt der Kleinstaat über keinerlei natürliche Energiereserven.
Europäische Firmen werden schon seit den 1970er Jahren mit Steuervorteilen gelockt. So produzieren etwa 55 deutsche Unternehmen für den Export, unter anderem die Firmen Playmobil, Rodenstock und Lloyd-Schuhe. Auch eine Elektronikbauteilfirma hat einen großen Erzeugungsstandort.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 4,24 Mrd Euro (Stand 2004). Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Malta einen Index von 72.7 (EU-25:100) (2003).Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25*
Kultur
Vogeljagd
Die Vogeljagd gilt auf Malta als traditioneller Volkssport. Mit rund 18.000 offiziellen Jagdlizenzen hat Malta die höchste Jägerdichte in Europa. Gejagt werden überwiegend Zugvögel, für die die maltesischen Inseln einer der wenigen Rastplätze auf dem Zug von Europa nach Afrika sind. Bis zum EU-Beitritt 2004 erlaubten die maltesischen Bestimmungen die Jagd selbst auf geschützte Arten wie Bekassine, Zwergschnepfe und Kampfläufer. Die Schätzungen für die Gesamtzahl gejagter Vögel schwanken zwischen 200.000 und 1.000.000 jährlich. Tote Vögel werden meist ausgestopft und verkauft, lebendig gefangene Vögel werden als Käfigvögel oft illegal verkauft.
Mit dem EU-Beitritt 2004 gelten für Malta europäische Bestimmungen wie die Vogelschutzrichtlinie und die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Die maltesische Regierung hat jedoch einen Übergangskompromiss ausgehandelt. So wird die Frühjahrsjagd auf Turteltaube und Wachteln beschränkt, der Fang von sieben Finkenarten ist noch bis 2008 erlaubt, um ein Zuchtsystem aufzubauen. Um die Umsetzung zu überwachen, wurde die 23 Mann starke Law Enforcement Police etabliert, die jedoch auch Prostitution und Glücksspiel kontrolliert.
Weltkulturerbe
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Aus Malta sind bislang drei Denkmäler in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen worden: Die Hauptstadt Valletta, eine auf dem Reißbrett entstandene Festungsstadt; die Megalith-Tempel von Malta, eine Gruppe von sieben erhaltenen (ursprünglich 23) steinzeitlichen Tempelanlagen auf den Inseln Malta und Gozo sowie das Hypogeum von Hal Saflieni.
Malta im Film
Malta ist eine der populärsten Film- und Fernsehkulissen der Welt und wird von der London Times scherzhaft als „Das mediterane Mini-Hollywood" betitelt. Allein in den letzten fünf Jahren waren Malta, Gozo und Camino Schauplätze für Blockbuster wie U-571, Monte Christo (2001), Troja, Alexander, Gladiator und München und prestigeträchtiger Fernsehproduktionen wie BBC's Byron und Daniel Deronda. Die von Robert Altman's Film Popeye (1980) verwendete Fischerdorf-Kulisse ist heute eine Touristenattraktion, obwohl der Film damals ein Flop war.
Die wilde und unberechenbare Küstenlinie und die altehrwürdige Architektur der Insel haben schon eine Vielzahl an verschiedenen Orten auf de ganzen Welt gedoubelt - vom alten Rom über das Marseille des 19. Jahrhunderts bis hin zum Beirut der 1960er Jahre.
Medien
Printmedien:
The Times, Sunday Times, The Malta Independent, Malta Today (Wochenblatt), The People (Boulevardblatt), The Malta Star (nur online) und eine Vielzahl von maltesischsprachigen Partei-, Kirchen- und Gewerkschaftszeitungen.
Hörfunk und Fernsehen:
Malta wird über die Public Broadcasting Services (PBS) mit einem Hörfunk- (Radju Malta) und einem Fernsehprogramm (TVM) versorgt. Außerdem verfügen die beiden großen Parteien „Malta Labour Party“ mit Super One TV und „Nationalist Party“ mit Net TV über je einen Fernsehsender. Im Hörfunkbereich gibt es daneben noch eine private Musikstation (Bay Radio) und den katholischen Sender RTK.
Nationalfeiertage
31. März (1979) „National Day“ (Abzug der letzten britischen Truppen)
7. Juni (1919) „Sette Giugno“ (Arbeiteraufstand)
8. September (1565) „Our Lady of Victory“ (Ende der großen Türken-Belagerung)
21. September (1964) „Independence Day“
13. Dezember (1974) „Republic Day“ (Malteser wird Staatsoberhaupt)
Kurioses
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In der Bucht des malerischen Fischerdorfes Marsaxlokk, bekannt für die bunten Fischerboote namens Luzzu, steht seit Anfang der 1990er Jahre ein Elektrizitätskraftwerk. Die konservative Partei ließ es direkt neben dem Ferienhaus des ehemaligen sozialistischen Premierministers Dom Mintoff errichten, um diesen zu verärgern.
An einer Bucht im Nordwesten der Insel wurden die Popeye-Filme gedreht. Die Kulissen dienen heute als Vergnügungspark.
Die Straßen von Malta, besonders der Hauptstadt Valletta sind teilweise sehr rutschig. Durch die großen Prozessionen der (katholischen) Kirchen, bei denen die Bewohner traditionell Kerzen tragen, haben sich Wachsschichten gebildet, die schon so manchem Tourist, der darauf nicht eingestellt war, den Gang durch Maltas Straßen beschwerlich oder gar gefährlich machten.
In den letzten Jahren wurde viel in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Trotzdem befinden sich viele Nebenstraßen insbesondere in ländlichen Regionen immer noch in relativ schlechtem Zustand. Auch der Fahrstil mancher maltesischer Autofahrer ist für Touristen aus nördlicheren Regionen Europas gewöhnungsbedürftig. Viele Malteser sagen deshalb mit einer Portion Selbstironie über sich: „Maltese people don't drive right, they don't drive left either, they drive in the shadows!“ („Malteser fahren nicht rechts und auch nicht links, sondern dort, wo Schatten ist“).
Bemerkenswert ist, dass das kleine Malta zusammen mit Gozo zwei der größten Kuppelkirchen Europas beherbergt: die so genannte Rotunda (Mosta Dome) in Mosta und die Kirche von Xewkija.