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Die Malpighischen Gefäße (nach Marcellus Malpighi) kann man als Nieren der Insekten und anderer landlebender Arthropoden (Gliedertiere) betrachten, sie sind leistungsfähige Exkretionsorgane im Insektenkörper. Sie sind Ausstülpungen, die zahlreich in den Verdauungstrakt zwischen Mitteldarm und Enddarm münden. Die Epithelzellen der Malpighischen Gefäße nehmen Solute (meistens Harnsäure und Ionen) aus der Leibeshöhle auf und schleusen sie in den Verdauungstrakt hinein. Wasser folgt osmotisch bedingt, passiv nach. Das Epithel des Rectums pumpt aktiv Salzionen wieder in die mit Hämolymphe gefüllte Leibeshöhle zurück, wobei Wasser wieder passiv nachströmt. Dieser innergastrale Wasserkreislauf trägt in großem Maße zum Erfolg der Insekten als Landlebewesen bei, da er es ermöglicht einen Großteil an Wasser einzusparen. Außerdem sind sie an der Regulation des Wasser- und Ionenhaushaltes ( Osmoregulation ) beteiligt.


Die Malpighischen Gefäße sind innerhalb der Stammesgeschichte der Arthropoden min. 2 mal entstanden. Bei den Araneae als Ausstülpung des entodermalen Mitteldarms und bei den Antennata als Ausstülpung des ektodermalen Enddarms.

Entomologie | Anatomie (Wirbellose)

Malpighian tubule system | Malpiga tubo | Buis van Malpighi | 马氏管

 

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