Ein Makiwara (jap. 巻藁, mit der Bedeutung maki - Rolle, umrollen und wara - Stroh), ist ein aus Japan stammendes Sportgerät, das vor allem im Karate als hölzerner Schlagpfosten und im japanischen Bogenschießen, Kyudo, als Übungziel verwendet wird.
Moderne Varianten haben verschiedene Schlagpolster (oft Schaumgummi mit Leder- oder Kunstlederbezug), sind deutlich kürzer, verjüngen sich meist nicht und können in der Regel an einer Wand angebracht werden. Es gibt auch Ausführungen, die lediglich aus einem gefederten Schlagpolster bestehen. Geübt werden am Makiwara vor allem Schlagtechniken mit der Faust. Grundsätzlich können aber auch Tritte und andere Techniken daran trainiert werden. Da ein Makiwara zurückfedert, wenn darauf geschlagen wird, stellt das Training an dem Gerät besondere technische, körperliche und mentale Ansprüche an den Übenden. Entsprechend schult die Übung am Makiwara die Präzision und die Haltung, die Kraft und die Ausdauer sowie die Einstellung und die Konzentration.
Auf das Makiwara wird mit einem speziellen federlosen oder nur sehr kurz befiederten Makiwara-Pfeil aus nur 2-3 m Entfernung geschossen.
Das Makiwara wird von Anfängern benutzt, um die Bewegungsabläufe beim Schuss einzuüben, bis sie sicher genug sind, um auf größere Entfernung zu schießen.
Aber auch Fortgeschrittene Schützen sollen ca. 30% ihrer Trainingszeit vor dem Makiwara üben, um die komplizierten Bewegungsabläufe beim Kyudo weiter zu vervollkommenn und Fehler zu korrigieren, ohne von einer Zielscheibe abgelenkt zu werden.
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"Makiwara".
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