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Ein Makiwara (jap. 巻藁, mit der Bedeutung maki - Rolle, umrollen und wara - Stroh), ist ein aus Japan stammendes Sportgerät, das vor allem im Karate als hölzerner Schlagpfosten und im japanischen Bogenschießen, Kyudo, als Übungziel verwendet wird.

Karate


Traditionell besteht ein Makiwara aus einem biegsamen, nicht-brechenden und nicht-splitternden Holzbrett, an dessen oberen Ende eine etwa 30 cm lange und 10 cm breite Umwicklung aus Reisstroh als Schlagpolster dient. Das Brett ist in der traditionellen Variante etwa 2,00 Meter bis 2,40 Meter hoch und ungefähr 10 cm breit. Während es am unteren Ende 10cm tief ist, verjüngt es sich nach oben hin auf circa 1,25 cm. Von der Gesamtlänge werden 1,20 Meter bis 1,50 Meter in die Erde eingegraben und dort mit zwei stabilen Querbrettern fest verankert.

Moderne Varianten haben verschiedene Schlagpolster (oft Schaumgummi mit Leder- oder Kunstlederbezug), sind deutlich kürzer, verjüngen sich meist nicht und können in der Regel an einer Wand angebracht werden. Es gibt auch Ausführungen, die lediglich aus einem gefederten Schlagpolster bestehen. Geübt werden am Makiwara vor allem Schlagtechniken mit der Faust. Grundsätzlich können aber auch Tritte und andere Techniken daran trainiert werden. Da ein Makiwara zurückfedert, wenn darauf geschlagen wird, stellt das Training an dem Gerät besondere technische, körperliche und mentale Ansprüche an den Übenden. Entsprechend schult die Übung am Makiwara die Präzision und die Haltung, die Kraft und die Ausdauer sowie die Einstellung und die Konzentration.

Kyudo


Das Makiwara besteht hier aus einer fest gewickelten Reisstrohrolle von ca. 85 cm Länge und 30 cm Durchmesser, die liegend auf einem Holzgestell steht. Die Höhe der Mitte entspricht dabei etwa der Unterkante der Backenknochen des Schützen. Ersatzmaterialien sind Schilfgras, strohgefüllte Tonnen und Schaumstofftafeln.

Auf das Makiwara wird mit einem speziellen federlosen oder nur sehr kurz befiederten Makiwara-Pfeil aus nur 2-3 m Entfernung geschossen.

Das Makiwara wird von Anfängern benutzt, um die Bewegungsabläufe beim Schuss einzuüben, bis sie sicher genug sind, um auf größere Entfernung zu schießen.

Aber auch Fortgeschrittene Schützen sollen ca. 30% ihrer Trainingszeit vor dem Makiwara üben, um die komplizierten Bewegungsabläufe beim Kyudo weiter zu vervollkommenn und Fehler zu korrigieren, ohne von einer Zielscheibe abgelenkt zu werden.

Weblinks


  • http://www.shotokan-berlin.de/SHOTOKANKYOKAI_MAKIWARA.html
  • http://www.diezone2000.de/grundw/makiwara/
  • http://www.ctr.usf.edu/shotokan/makiwara.html

Kampfkunst (Japan)

Makiwara | Makiwara | 巻藁 | Makiwara

 

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