Die Major League Soccer (MLS) ist die höchste US-amerikanische Fußball-Profiliga.
Das Qualitätsniveau der MLS hat sich seit ihrer Gründung 1996 kontinuierlich verbessert. Der Erfolg der US-Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2002 in Korea/Japan (Viertelfinale) wird zumindest teilweise darauf zurückgeführt, dass die Spieler in der MLS wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.
Western Conference
Ehemalige Teams
In der Saison 2007 wird die Liga um zwei Mannschaften erweitert. Mit Toronto FC steht eine neue Mannschaft bereits fest.
| Saison | Meister | Finalist | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1996 | D.C. United | Los Angeles Galaxy | 3:2 n.V. |
| 1997 | D.C. United | Colorado Rapids | 2:1 |
| 1998 | Chicago Fire | D.C. United | 2:0 |
| 1999 | D.C. United | Los Angeles Galaxy | 2:0 |
| 2000 | Kansas City Wizards | Chicago Fire | 1:0 |
| 2001 | San Jose Earthquakes | Los Angeles Galaxy | 2:1 n.V. |
| 2002 | Los Angeles Galaxy | New England Revolution | 1:0 n.V. |
| 2003 | San Jose Earthquakes | Chicago Fire | 4:2 |
| 2004 | D.C. United | Kansas City Wizards | 3:2 |
| 2005 | Los Angeles Galaxy | New England Revolution | 1:0 n.V. |
| 2006 | - | - | - |
Die Liga expandierte 1998 zum ersten Mal. Neu in der Liga waren die Teams von Chicago Fire (Western Conference) und Miami Fusion (Eastern Conference). Zwei Jahre spatter wurde die Liga neu organisiert. Chicago, Tampa Bay, Dallas und Columbus bildeten die neue "Central Division". Nach der Saison 2001 wurden beide Teams aus Florida (Miami und Tampa Bay) aufgelöst, da beide Teams hohe Verluste machten. Die MLS kehrte zur Western und Eastern Conference zurück, wobei Chicago der Eastern Conference zugeteilt wurde.
Zur Saison 2005 expandierte die Liga zum zweiten Mal. Die neuen Teams waren Real Salt Lake aus Salt Lake City sowie C.D. Chivas USA aus Los Angeles. Chivas teilt sich das Stadion mit dem Lokalrivalen Los Angeles Galaxy. Die zwei neuen Teams wurde der Western Conference zugeteilt. Dafür wechselte Kansas City in die Eastern Conference. Nach der Saison 2005 zogen die San Jose Earthquakes nach Houston um. Ab der Saison 2006 wird das Team unter dem Namen Houston Dynamo antreten. Der Name und die Geschichte der Earthquakes wurde nicht mitgenommen. Man will so die Tür offen halten für eine mögliche Expansion der Liga, die eine neue Franchise nach San Jose bringen könnte.
Es wird erwartet, das die MLS zur Saison 2007 zum dritten Mal expandieren wird und zwei neue Teams in die Liga kommen. Im Mai 2006 hat die MLS bekannt gegeben, das ein neues Teams in Toronto (Kanada) angesiedelt wird. Das Team wird den Namen Toronto FC tragen. Für den zweiten Platz warden in den Medien die Städte San Jose (eine Rückkehr der Earthquakes), Seattle, Tulsa, Cleveland, St. Louis, Milwaukee und Portland genannt. Ebenfalls in Frage kommen Rochester (Heimat eines populären United Soccer League-Teams]], San Antonio, Cincinnati, Philadelphia, Detroit und Miami.
Diese Regeländerungen brachten der Liga keine zusätzlichen Zuschauer. Ab der Saison 2000 wurde der *Shootout" durch eine zehnminütige Verlängerung mit Golden Goal ersetzt. Seit der Saison 2004 gibt es bei Unentschieden keine Verlängerung mehr.
Zur Zeit spielen fünf Teams in fußballspezifischen Stadien: Los Angeles Galaxy, CD Chivas USA, FC Dallas, Chicago Fire und Columbus Crew. Zur Saison 2007 werden die Colorado Rapids ein neues Stadion beziehen. Das Expansionsteam Toronto FC wird ebenfalls ein reines Fußballstadion für ihre erste Saison beziehen. Ein Jahr später wird Red Bull New York den *Red Bull Park" beziehen. 2009 wird das neue Stadion von Real Salt Lake fertig gestellt. D.C. United plant den Bau eines neuen Stadions, welches 2010 fertig gestellt werden soll. Houston, New England und Kansas City suchen zur Zeit nach geeigneten Standorten.
Seit einigen Jahren wird mehr und mehr Fußball im TV übertragen. Sender wie ESPN, ABC und der Fox Soccer Channel übertragen spiele der MLS, aus Südamerika und aus den europäischen Topligen (z.B. Bundesliga, Serie A). Es wird erwartet, dass die MLS in den kommenden Jahren erstmals TV-Gelder erhalten werden. Dadurch verliert die MLS ihr Image als Liga für eine Randsportart. Darüber hinaus konnten die Teams durch fußballspezifische Stadien ihre Einnahmen erhöhen. Die Los Angeles Galaxy machen seit Eröffnung ihres neuen Stadions im Jahre 2003 jedes Jahr Gewinn. Der FC Dallas, die im Laufe der Saison 2006 ihr neues Stadion bezogen, sagen für das laufende Geschäftsjahr erstmals einen Gewinn voraus. Für die Saison 2006 konnten die Teams 25 % mehr Dauerkarten verkaufen als in der Vorsaison. Dies ist der höchste Anstieg der Ligageschichte. Durch die neuen Stadien, mehr TV-Präsenz und einer stetig wachsenden Fanbasis ist die MLS langsam aber sicher auf dem Weg in die Gewinnzone.
Jedes Team hat einen Kader, der nicht mehr als 18 Spieler umfassen darf. Der Kader darf nicht mehr als vier Ausländer umfassen. Für die MLS gilt man nicht als Ausländer, wenn man ein Staatsbürger der USA ist, wenn man eine Green Card besitzt oder wenn man unter dem Schutz des Asyls ist. Durch diese Beschränkungen kommen die meisten Spieler der MLS aus den USA. Die meisten ausländischen Spieler kommen aus Lateinamerika und der Karibik.
Die MLS wird in Europa häufig als *Operettenliga" angesehen, in der ehemalige Spitzenspieler am Ende ihrer Karriere noch gutes Geld verdienen können. In den ersten Jahren der Liga war das der Fall, aber in letzter Zeit wurden immer weniger Altstars importiert. Lothar Matthäus verbrachte eine schlechte Saison bei den MetroStars, Luis Hernández war ein Flop in Los Angeles und der koreanische Star Hong Myung-Bo wurde in LA nicht zu Stammspieler. Dazu kommen viele weitere Flops mit weniger bekannten Ausländern. Eine Ausnahme bildet hier der Franzose Youri Djorkaeff, der bei Red Bull New York zu den Leistungsträgern gehört. Statt auf Altstars setzt die Liga mehr und mehr auf talentierte Spieler aus der Karibik und Mittelamerika. Die MLS ist für viele US-Amerikanische Spieler zum Sprungbrett nach Europa geworden. Zu den bekanntesten Exporten gehören die Nationalspieler Tim Howard, Clint Mathis und DaMarcus Beasley. Nicht alle Spieler schaffen den Sprung nach Europa, weswegen viele andere Amerikaner wieder in die MLS zurück gekehrt sind.
Weltstars wie David Beckham und Ronaldo haben sich in diversen Interviews über ein mögliches Karriereende in der MLS geäußert. Es ist allerdings unklar, wie die Gehälter für solche Spieler bei den knappen Gehaltsbudgets der Teams zu finanzieren sind.
Im US-Amerikanischen Fußball gibt es weder Auf- noch Abstieg. Viele Gründe sprechen gegen eine Einführung. Es gibt zu wenige populäre Teams in den unteren Ligen. Viele Teambesitzer und die MLS sind aus finanziellen Gründen gegen solch ein System. Nicht zuletzt spielt auch die Größe des Landes eine Rolle.
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