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Die Mainzer Fastnacht („Määnzer Fassenacht“ oder „Meenzer Fassenacht“) gehört zu den traditionsreichsten und größten Veranstaltungen dieser Art. Mainz gehört zusammen mit Köln und Düsseldorf zu den Hochburgen der rheinischen Fastnacht. Neben den Ursprüngen, die allen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingsfesten gemein sind, pflegt die Mainzer Fastnacht dabei auch eine besondere politisch-literarische Komponente.
Geschichte
Die Anfänge
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Der Brauch der
Fastnacht geht auf den christlichen Kalender zurück, bei dem in der Nacht zum
Aschermittwoch die
Fastenzeit beginnt. Die Tradition der
Maskenbälle hatte es schon vorher gegeben. Ausgangspunkt der modernen Fastnacht in Mainz waren das Erstarken des
Bürgertums nach dem Untergang des
Alten Reiches zum Beginn des
19. Jahrhunderts und die starken Wirtschaftsbeziehungen zu
Köln, wo 1823 eine Reform der Fastnacht stattgefunden hatte, die erstmals
Sitzungen und einen großen Umzug an
Rosenmontag vorsah. Auch das Bürgertum in Mainz suchte nach neuen Formen gesellschaftlicher Zusammenkunft und nahm sich der Kölner Reform an, freilich nicht ohne Gegensätze zu betonen und in Konkurrenz zu treten. Als in Köln Gegenströmungen zur Fastnacht auftraten, sahen die Mainzer Fastnachter der ersten Stunde ihre Chance gekommen und organisierten
1837 einen Umzug, an dem die älteste Korporation der Mainzer Fastnacht, die spätere
Ranzengarde erstmals auftrat. Am
19. Januar 1838 gründete sich mit dem
Mainzer Carneval-Verein, kurz MCV, der erste
Karnevalsverein der Stadt. Getragen wurde er vor allem von der Mittelschicht. Im Februar konstituierte sich der Verein und beantragte am 9. Februar 1838 einen „Fastnachtmontagszug“, der am
26. Februar 1838 erstmals stattfand. An den Grundzügen der Mainzer Fastnacht hat sich dabei seit
1838 nichts verändert.
Der Aufstieg der Fastnacht zum gesellschaftlichen Ereignis
Von Anfang an unterschied sich die Mainzer Fastnacht inhaltlich vom Kölner Karneval. Während in Köln das
preußische Militär auf die Schippe genommen wurde, fand in Mainz eine vor allem politische Fastnacht statt. Dies durfte in den Anfangsjahren selbstverständlich nicht zum Ausdruck gebracht werden, da dies sonst als „revolutionärer Umtrieb“ ein behördliches Verbot nach sich gezogen hätte. Doch die
Revolution von 1848 spülte die Politik ganz nach oben auf die närrische Tagesordnung. In den Jahren nach der Revolution kam die Fastnachtertätigkeit zwar kurzzeitig fast zum Erliegen, doch ab 1855 wurden wieder große Kampagnen abgehalten, was zu einem sprunghaften Anstieg der Mitgliederzahlen und zur Gründung neuer Korporationen (
Kleppergarde, 1856) führte. 1857 fielen wegen der Explosion des Pulverturms und 1866 wegen des
preußisch-österreichischen Krieges die Kampagnen aus. Auch die Rosenmontagszüge fielen in den Folgejahren aufgrund einiger Umstände (u.a. Brände, die das Inventar des MCV vernichteten) öfter aus. 1884 hielt der MCV die Sitzungen zum ersten Mal in der gerade fertiggestellten
Stadthalle ab, wo man für die nächsten 50 Jahre blieb. In den Folgejahren entstanden viele neue Vereine: der
Mombacher Carneval-Verein (1886), der
Gonsenheimer Carneval Verein (1892) und der
Carnevalverein „Eiskalte Brüder“ (1893). An Garden kam die
Prinzengarde (1884), die
Prinzessgarde (1886), die 1933 in Garde der Prinzessin umbenannt wurde, die
Mombacher Prinzengarde (1886) und die
Jocus-Garde (1889) hinzu.
Fastnacht zu Beginn des 20. Jahrhunderts
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Jede dieser Korporationen veranstaltete Sitzungen und Bälle, was das gesellschaftliche Leben der Stadt in jeder Karnevalssaison prägte. Trotz hoher Preise waren die Veranstaltungen meist ausverkauft, die die Vereine für „Einheimische“ und „Auswärtige“ ( „Prunkfremdensitzung“) veranstalteten. Zum Fastnacht kamen nun auch Gesangselemente und ein Verstärkung des politischen Aspekts, bei dem nun auch die Weltpolitik aufs Korn genommen wurde.
1899 wurde mit dem
Mainzer Carneval Club (MCC) der zweite Mainzer Fastnachtsverein gegründet. 1913 wurde das 75-jährige Jubiläum des MCV mit einem großen Fest begangen, das von außerordentlicher gesellschaftlicher Bedeutung war. Zum
Rosenmontagszug kamen 100.000 Menschen. Auch Politiker gaben sich nun häufiger die Ehre und erschienen auf Sitzungen und auf den Zügen. Während des
Ersten Weltkriegs und in den Jahren danach lag das närrische Treiben abermals darnieder; erst nach dem Abklingen der
Inflation 1924 war wieder an Fastnacht zu denken. Erst 1925 fand nach 11 Jahren die erste Generalversammlung des MCV statt. 1926 betraten die „
Mainzer Hofsänger“ die Bühne, 1927 fand erstmal wieder ein Fastnachtszug statt. Im Jahr 1929 gab
Martin Mundo erstmals sein
Heile, heile Gänsje zum besten, was sich mit Besatzung und Krieg befasste und dementsprechend nach dem
Zweiten Weltkrieg neu aufgelegt wurde.
Fastnacht im Nationalsozialismus
Nach der Machtübernahme der
Nationalsozialisten wurden nach und nach auch die Karnevalvereine gleichgeschaltet. Unliebsame Kleingruppierungen wurden aufgelöst. Veranstalter von Narrenabenden mussten Programm und Texte von der Kreisleitung der
NSDAP absegnen lassen. Es wurden viele im Zeitgeist gehaltene Beiträge gehalten, aber nicht selten auch verschlüsselte Kritik (Motto 1935: „Alles unner ääner Kapp'“). 1938 fand zum 100-jährigen Jubiläum des MCV wieder eine glanzvolle Kampagne statt, mit
Prinzenpaar, das es in der Mainzer Fastnacht nur zu besonderen Anlässen gibt. Im Krieg fanden keine Kampagnen statt. Lediglich närrisches
Fronttheater wurde ab und an geboten.
Neubeginn nach dem Krieg
1945 wurde die Fastnacht ironischerweise durch einen Franzosen, den Stadtkommandanten Kleinmann, wieder angedacht. Unter dem Schirm des MCV fanden einige so genannte „Mainzer Abende“ statt. Das Motto war: „Lache unter Tränen“ - Mainz war zu über 80% zerstört. 1947 gründeten sich wieder neue Vereine,darunter auch
Die Finther Schoppesänger und mit der Fastnacht in Mainz ging es wieder aufwärts. 1950 fand der erste Rosenmontagszug nach dem Krieg statt. 1955 übertrug der
Südwestfunk erstmals eine Gemeinschaftssitzung von MCV und MCC unter dem Motto: „Mainz wie es singt und lacht“ im
Fernsehen. 1965 strahlte das
ZDF eine Konkurrenzveranstaltung namens „Mainz bleibt Mainz“ aus, ab 1973 produzierten die Sender dann nur eine Sendung im jährlichen Wechsel. Sitzungsort wurde nach Jahren in der zu großen
Rheingoldhalle (dem Nachfolgebau der im Krieg zerstörten Stadthalle) wieder das
Kurfürstliche Schloss. Die Sendung nannte sich nun „
Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ und wurde vom MCV, MCC, dem Gonsenheimer Carneval-Verein (GCV) und dem Karneval-Club Kastel (KCK) gestaltet. Berühmter langjähriger Sitzungspräsident war
Rolf Braun. Die Fernsehsitzungen waren es, die Mainz und seine Fastnacht weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus berühmt machten. Bis in die Gegenwart haben die Sendungen höchste Einschaltquoten. Alle Versuche, die Sitzungen vom Ablauf her grundlegend zu reformieren, scheitern am Traditionsbewusstsein der Mainzer Fastnachter und auch der Zuschauer. Gleichwohl kommen die Fernsehsitzungen in zeitgemäßem Gewand daher. In den 70er Jahren versuchte
Otto Höpfner eine Modernisierung der Sitzung durch Showelemente, gestrafften Ablauf und verkürzte Sendezeit. Das Experiment scheiterte.
In Mainz gibt es heute 23 Fastnachtsvereine und 25 Garden. Diese luden 1996 zu 220 Abenden ein an denen 140.546 zahlende Gäste erschienen. Zum Rosenmontagszug erscheinen im Schnitt ca. 500.000 Menschen. Die Mainzer Fastnacht stellt damit einen nicht unbedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Landeshauptstadt dar.
Inhalt und Wesen
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Vor allem das Militär wurde im 19. Jahrhundert in der Festungsstadt Mainz gerne auf die Schippe genommen: die Uniformen der
Garden sind bis zum heutigen Tage teilweise den prachtvollen Uniformen der Österreicher, Preußen und Franzosen nachempfunden, deren Truppen zwischen 1792 und 1866 in der Stadt stark präsent waren. Andere Gardeuniformen gehen auf Motive bis zum Mittelalter zurück wie z.B. die Landsknechtuniformen der Weisenauer Burggrafengarde. Auch Uniformelemente der kurfürstlichen Armee finden Verwendung. Die Garden mit ihren Militärparodien haben einen großen Anteil an der
Straßenfastnacht und ihren Umzügen, unter denen der
Rosenmontagszug zu den bekanntesten zählt.
Die Rekrutenvereidigung gehört ebenfalls zu der Militärparodie in der Mainzer Fastnacht.
Der 'Schlachtruf' der Mainzer Fastnacht, Helau stammt aus Düsseldorf und wurde erst in den 1930er Jahren in Mainz eingeführt.
Das Mainzer Staatstheater (bis 1989: "Stadttheater") öffnet seine Bühne in der Fastnachtszeit für Laien, die im Rahmen der Fastnachtsvereine die Fastnachtsposse, meist ein bekanntes Lustspiel, aufführen. 2004 wurde das 1889 entstandene Stück Pension Schöller von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs aufgeführt; der Trainer des Mainzer Fußballvereins 1. FSV Mainz 05, Jürgen Klopp, gab hierbei eine Gastrolle.
Die Fans von Mainz 05 haben aus dem Spottlied „Ihr seid nur ein Karnevalsverein“ eine eigene Philosophie gemacht: „Wir sind nur ein Karnevalsverein“. Die Finther Schoppesänger leisteten mit den Liedern: Mainz 05 haut auf die Pauke und Ja wenn die Tore fallen ihren Beitrag dazu.
Die Kunst des politischen Büttenvortrags wird in Mainz traditionell gepflegt („Protokoller“, „Bote aus dem Bundestag“ u.v.m.). Zwar finden sich auch in der Mainzer Fastnacht (analog zu Köln) reine „Kokolores“-Vortragsredner (wie etwa früher Rudi Zörns oder heute Hildegard Bachmann, die kunstvoll Pointen des Alltags zuspitzen), dennoch verbanden und verbinden sich mit den hochkarätigsten Mainzer Büttenreden hauptsächlich Figuren wie „Till“ oder „Bajazz mit der Laterne“, die mit geschliffenem Wort-Florett und oft erkennbar politischer Grundausrichtung ihre rhetorischen Pfeile abschießen.
Wichtiger musikalischer Bestandteil der Mainzer Fastnachtssitzungen ist der 1844 eingeführte Narrhallamarsch, der als Einzugs- und Auszugsmarsch der Büttenredner erklingt.
Farben und Symbole
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Die Mainzer Fastnacht besitzt eine eigene Flagge, die wie die meisten Symbole der Fastnacht ursprünglich als politische Karikatur entstand. Mainz war in der Vergangenheit regelmäßig französisch besetzt und so wurden die Fastnachtsfarben aus der französischen
Trikolore abgeleitet. Um das Verspotten der Besatzungsmacht zu verschleiern, wurden die französischen Farben rot-weiß-blau gedreht und das goldgelb der katholischen Kirchenfahne hinzugefügt. Katholiken stellten zur Entstehungszeit die Mehrheit der Bevölkerung.
Die Fastnachtsfarben rot-weiß-blau-gelb wurden zusätzlich mit einer Bedeutung belegt, die nach Günter Schenks Buch „Fastnacht in Mainz“ von einem Büttenredner im Jahr 1840 so besungen wurde: „Weiß ist die Reinheit unserer Absicht, dein gelb ist das Sonnengold unserer Herzen, dein rot ist die Feuerfarbe unserer Gedankenbilder, dein blau ist der Azurhimmel unserer Freudigkeit.“
Die Fastnachtszahl Elf entstand zur selben Zeit. Die französischen Besatzer trugen die Initialen des Leitspruchs der französischen Revolution auf ihren Uniformmützen. Aus Egalité, Liberté, Fraternité, (E. L. F.) machten die Mainzer Narren die närrische 11, die heute noch einige Garden als Zahl auf den Mützen tragen.
Eine lange Tradition in der Mainzer Strassenfastnacht haben die so genannten "Schwellköpp". Sie zeigen, satirisch überspitzt, typische Physiognomien von Mainzer Charakteren beiderlei Geschlechtes. Die überdimensional großen Pappmachéköpfe werden von Trägern bei Strassenumzügen zur Auflockerung des Zuges zwischen den einzelnen Zugnummern getragen und präsentiert.
Bauwerkliches
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Der Fastnachtsbrunnen steht am
Schillerplatz (Ecke Schillerstraße/Ludwigsstraße) und schmückt Mainz mit einem Denkmal, das die närrische Jahreszeit widerspiegelt. Enthüllt wurde er am 14. Januar 1967 unter den Augen zahlreicher Mainzer und karnevalistischer Musik, die sich zur Feierlichkeit eingefunden hatten.
Es handelt sich um einen fast neun Meter hohen, bronzenen Turm, der von mehr als 200 ebenfalls bronzenen Figuren bevölkert ist. Vater Rhein, der Mönch und der Mann mit dem Brett vor dem Kopf, die Katze, Till Eulenspiegel und die Stadtgöttin Moguntia, der Geldbeutelwäscher oder der Paragraphenreiter sind nur einige der Motive.
Außerdem finden sich an vielen Orten in Mainz Skulpturen, Plastiken und Erinnerungstafeln sowie Straßennamen mit unmittelbarem Bezug zur Fastnacht.
Personen
Bekannte Personen und Gruppen der Mainzer Fastnacht waren und sind:
Mainzer Vereine und Korporationen
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| - „Bretzenummer Böbbcher“
- Die Meenzer Hutsimpel
- C. C. „Rote Husaren" Kostheim 1952 e. V.“
- Carneval Club Budenheim 1925 e. V.
- Carneval Club Mombach 1981 eV „Die Eulenspiegel„
- Carneval Club Weisenau 1948 e. V. - Burggrafengarde -
- Carneval Verein Entenbrüder 1900 e. V.
- Carneval Verein Kleppergarde Gonsenheim 1877 e. V.
- Carnevalverein „Eiskalte Brüder“ Mainz-Gonsenheim
- Carnevalverein Schwarze Gesellen Laubenheim e. V.
- Comité Katholischer Vereine Mainz-Bretzenheim 1946 e.V.
- Die Altrheinstromer
- Die Gaadefelder e. V. Mainz
- Die Schlawiner
- Fanfarenzug Die Lerchen 1974 e. V.
- Finther Carneval Verein
- Finther Schoppesänger
- Füsilier-Garde 1953 e. V.
- Garde der Prinzessin
- Gonsbachlerchen
- Gonsenheimer Carneval Verein 1892 e. V.
- Gustavsburger Carneval Club 1947 e. V.
- Haubinger Fastnachtsgesellschaft
- Hechtsheimer Dragoner Garde 1958 e. V.
- 1. Österreichisches Corps der Meenzer Fassenacht
- Hörnerzug Mainz-Neustadt „Rote Herolde“
- Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Carneval
- KCK Karneval Club Kastel e. V.
- Kostheimer Carneval-Verein 1923 e. V.
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- Kostheimer Gecken
- LCC Lörzweiler Carneval Club, 1949 e. V.
- LSG - DIE CHAOTE - Klein-Winternheim e. V.
- Mainzer Bänkelsänger
- Mainzer Carneval Gesellschaft 1957 e. V.
- Mainzer Carneval Verein 1838 e. V.
- Mainzer Carneval-Club e. V.
- Mainzer Freischützen Garde e. V. gegründet 1901
- Mainzer Husaren Garde
- Mainzer Klepper-Garde 1856 e. V.
- Mainzer Narren-Club 1949 e. V.
- Mainzer Prinzengarde
- Mainzer Obst- und Gemüsegarde
- Mainzer Ranzengarde von 1837 e.V.
- Meenzer Haubengarde 1976 e. V.
- Meenzer Herzjer
- Meenzer Sockequalmer e. V.
- Mombacher Carneval Gesellschaft „Maletengarde“ 1953 e. V.
- Mombacher Prinzengarde 1886 e. V.
- Mombacher Carneval Verein „Die Bohnebeitel“ 1886 e. V.
- Musik Show Corps Mainzer Rittergilde
- Musikcorps „Die Jakobiner“ 1973 e. V.
- Musik-Show-Band Mainz-Altstadt „Die Bauern“ 1961 e. V.
- Musikzug Rheingold Mainz e. V.
- Pfarreien aus Mainz-Gonsenheim
- Schwarze Husaren Mainz e. V.
- Schwellkopp-Träscher-Club
- Singende Kellermeister
Motto
Jedes Jahr wird von den Bürgern ein Motto zur Fastnacht vorgeschlagen.
- Motto 2004/05: „Nullfünfer un die Fassenacht / sin wie de Dom / fer Meenz gemacht“
- Motto 2006: "Die Welt sei Gast - wir laden ein / zur Fassenacht in Mainz am Rhein!"
Die Mainzer Fastnacht in der Literatur
1959 veröffentlichte der aus
Nackenheim stammende Dichter
Carl Zuckmayer seine Erzählung
Die Fastnachtsbeichte, die vor dem Hintergrund der Mainzer Fastnacht 1913 spielt. Sie gilt als eines seiner bedeutendsten Werke und wurde 1960 von
William Dieterle verfilmt. Die Kriminalgeschichte um Schicksal, Schuld, Liebe und Sühne beginnt und endet in einem
Beichtstuhl des
Mainzer Doms. Am Anfang steht der Mord an einem jungen Mann in Husarenuniform am Fastnachtssamstag, am Ende steht die Fastnachtsbeichte am Aschermittwoch morgen, mit der sich die Menschen von den Ausschweifungen während der Fastnacht befreien und in ihre geordneten Lebensverhältnisse zurückkehren.
Literatur
- Herbert Schwedt (Hrsg.): Analyse eines Stadtfestes. Die Mainzer Fastnacht. Wiesbaden 1977 (Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung 1) ISBN 3515026649
- Günter Schenk: Mainz Helau. Handbuch zur Mainzer Fastnacht, Ingelheim 2004,
- Günter Schenk: Mainz, wie es singt und lacht. Fastnacht im Fernsehen - Karneval für Millionen, Ingelheim 2004, ISBN 3937782192
- Carl Zuckmayer: Die Fastnachtsbeichte ISBN 3596150108
Weblinks
Siehe auch
Region (Karneval) | Mainz | Kultur (Rhein-Main)