| Wappen | Karte |
|---|---|
| Kostheim_wappen.jpg Wappen | Karte Wiesbaden in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Kreisfreie Stadt: | Wiesbaden |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | ?? |
| Fläche: | ?? km² |
| Einwohner: | 13.529 (Stand: 01.01.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | ?? Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 55246 |
| Vorwahl: | 06134 |
| Kfz-Kennzeichen: | WI |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 14 000 (Wiesbaden) |
| Stadtteil seit: | 25. Juli 1945 |
| Adresse der Ortsverwaltung: | St. Veiter Platz 1, 55246 Mainz-Kostheim |
| Website: | Kostheim |
| Politik | |
| Ortsvorsteher: | ? (Partei) |
Mainz-Kostheim ist der südlichste Stadtteil der Landeshauptstadt Wiesbaden und liegt unmittelbar an der Mündung des Mains in den Rhein. Dieser Stadtteil gehört zu den so genannten AKK-Stadtteilen, welche bis zum Jahre 1945 zur Stadt Mainz gehörten und nach dem Krieg von der amerikanischen Militärregierung der Stadt Wiesbaden zugeordnet wurden. Kostheim hat 13.500 Einwohner. Das Wappen zeigt die 'Kostheimer Zange'.
Mainspitze Schnee 2005-11-25.jpg Mainz-Kostheim ist die zweitälteste Weinbaugemeinde des Rheingaus, seine nachweisliche, offizielle Geschichte beginnt im Jahre 790 mit der Unterzeichnung einer Urkunde durch Karl den Großen. Eine Besiedelung etwa aus der Römerzeit oder früher lässt sich jedoch vermuten. So finden wir noch heute, bei Niedrigwasser, die Überreste eines Brückenpfeilers im Main, nur wenig neben der heutigen Brücke Kostheim–Gustavsburg. Gräber, Hausfundamente und Brunnen aus der Römerzeit deuten ebenfalls darauf hin, dass an dem Weg der Römer nach Mainz und Kastel und über die Steinerne Straße mehr als nur ein römischer Lagerplatz gewesen sein muss. In seiner 1200jährigen Geschichte wurde Kostheim mehrfach niedergebrannt und immer wieder aufgebaut. Im Jahre 1793, während und nach der Belagerung von Mainz durch die Franzosen, wurden Keller und Häuser geplündert und abgebrannt, Felder und Bäume verwüstet. So hält sich bis heute der Spruch „Häusche abgebrannt, Kühche fortgerannt – arm Kind von Kostheim“. Und der Ausdruck „Kostheimer Nickellos“ bedeutet, dass die armen Kostheimer weder Taler noch Nickel besaßen.
Nach dem zweiten Weltkrieg verlief die Grenze zwischen der französischen und amerikanischen Besatzungszone mitten durch das Mainzer Stadtgebiet: während das linksrheinische Stadtgebiet einschließlich der Innenstadt in der französischen Zone lag und deshalb vom Land Hessen abgetrennt und dem neuen Land Rheinland-Pfalz zugeordnet wurde, blieben die sechs rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile hessisch, verloren aber ihre administrative "Mutterstadt" Mainz. Die drei Stadtteile südlich der Mainmündung wurden daraufhin wieder selbständig, während Kostheim gemeinsam mit Kastel und Amöneburg seither zu der Stadt Wiesbaden gehören. Aufgrund der historischen Bindung an das räumlich wesentlich näherliegende Mainzer Zentrum fühlen sich viele Bewohner auch heute noch als Mainzer, auch wenn sie die Teilung der Stadt selbst nicht miterlebt haben. Seine Bezeichnung "Mainz-..." behält Kostheim bis heute bei. Ein Kuriosum sind die Ortseingangsschilder, auf denen zu lesen ist: Landeshauptstadt Wiesbaden Stadtteil Mainz-Kostheim.
Es gibt zwei katholische und zwei evangelische Gemeinden, eine neuapostolische Kirche, seit 2003 auch eine Moschee. Kostheim hat zwei eigene Schwimmbäder: ein Hallenbad in der Siedlung nahe der Ortsverwaltung, und ein Freibad auf der Halbinsel Maaraue. Kostheim hat ein reges Vereinsleben.
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