article

Wappen Karte
Lage der kreisfreien Stadt Mainz in Deutschland.png
Basisdaten
- bgcolor="#FFFFFF"
Bundesland: Rheinland-Pfalz
- bgcolor="#FFFFFF"
Kreis: Kreisfreie Stadt
- bgcolor="#FFFFFF"
Stadtteil von: Mainz
- bgcolor="#FFFFFF"
Geografische Lage:
- bgcolor="#FFFFFF"
Fläche: 13,95 km²
- bgcolor="#FFFFFF"
Einwohner: 15.303 (31.12.2005)
- bgcolor="#FFFFFF"
Bevölkerungsdichte: 1.100 Einwohner/km²
- bgcolor="#FFFFFF"
Höhe: 137 m - 187 m (Rhein) über NN
- bgcolor="#FFFFFF"
Postleitzahlen: 55001-55131 (alt: 6500)
- bgcolor="#FFFFFF"
Vorwahlen: 06131
- bgcolor="#FFFFFF"
Kfz-Kennzeichen: MZ
- bgcolor="#FFFFFF"
Gemeindeschlüssel: 07 3 15 000
- bgcolor="#FFFFFF"
Stadtteil: einer von 15 Stadtteilen der Stadt Mainz
- bgcolor="#FFFFFF"
Adresse der
Ortsverwaltung:
Morschstraße 1
55129 Mainz

- bgcolor="#FFFFFF"
Website:
- bgcolor="#FFFFFF"

-
Politik
- bgcolor="#FFFFFF"
Ortsvorsteherin: Ursula Groden-Kranich
- bgcolor="#FFFFFF"
Stärkste Fraktion: CDU
Mainz-Hechtsheim ist einer von 15 Stadtteilen der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz.

Geografie


Geografische Lage

Nachbargemeinden

Schaut man auf einer Landkarte ausgehend von Hechtsheim in Uhrzeigerrichtung, grenzen folgende Orte an Hechtsheim an:

im Norden Oberstadt, im Nordosten Weisenau, im Osten Laubenheim, im Südosten Bodenheim, im Süden Ebersheim, im Südwesten Ober-Olm, im Westen Lerchenberg und Marienborn und im Nordwesten Bretzenheim.

Klima

Geschichte


Am 17. Mai 808 wurde Hehhidesheim erstmals schriftlich durch das Kloster Fulda erwähnt. Es dürfte wie andere „-heim“-Orte in Rheinhessen aber schon früher entstanden sein.

In den folgenden Jahrhunderten ändert sich der Name mehrmals, über Hehedesheim (1100), Hechesheim (1261), Hexheim (1262), Hechdensheim (1274), Hechisheim (1280), Heckesheim (1303), Hegsheim (1485) und im Jahre 1650 schließlich wird Hechtsheim daraus.

Damals spielte in der heutigen Gemarkung Hechtsheim, dass verschwundene Dorf Dulcensheim (auch unter den Namen Dulcenesheim und Duncinesheim) eine größere Rolle. Die fränkische Siedlung Dulcensheim war auf der Höhe zwischen Laubenheim, Bodenheim und dem heutigen Hechtsheim und wurde schon im Jahre 782 erwähnt. Forscher fanden 294 fränkische Gräber aus der Zeit zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert auf der Frankenhöhe, die den frühmittelalterlichen Ort belegen. 1207 wurde Dulcensheim zum letzten Mal in einer Urkunde erwähnt und auch scheinbar bald danach von seinen Bewohnern für immer verlassen. Die Fläche wurde von dem untenliegenden Ort dem heutigen Hechtsheim einverleibt und wurde dadurch zur größten Ortschaft weit und breit.

Im Mittelalter war Hechtsheim ein bäuerliches Dorf unter wechselnder Herrschaft. Landes- und Grundherr war zunächst das Mainzer Erzbistum.

  • 1215 gehörte das Vogteirecht den Rittern von Bolanden sowie einen Teil von Weisenau als Lehen.

  • 1253 erfolgt dann die Teilung des Besitzes, in die Linie derer von Bolanden zu Falkenstein und derer zu Hohenfels, wobei der Hohenfelser Anteil an Weisenau an die Stadt verkauft wird.

  • 1313 die Dörfer Hechtsheim, Weisenau und Vilzbach als Lehen im Besitz der Falkenstein-Münzenbergischen Linie der von Bolanden.

  • 1418 mit Werner von Falkenstein, Erzbischof von Trier, erlosch die Linie im Mannesstamm, fielen die Besitzungen im Erbgang an von Eppstein und Graf von Solms.

  • 1420 war Hechtsheim und Weisenau gemeinschaftlicher Besitz der Grafen von Sayn und den Fürsten von Isenburg-Büdingen.

  • 1486 kam der Saynische Anteil durch Kauf ebenfalls an Isenburg.

  • 1559 war der Graf Reinhard von Isenburg im alleinigen Besitz von Hechtsheim. In der Folge verpfändeten die von Isenburg die Orte Hechtsheim und Weisenau an die Grafen von Schönburg.

  • 1662 wurde der Graf Johann Karl von Schönburg durch ein kaiserliches Dekret in den Besitz des ganzen Dorfes Hechtsheim und des Isenburgischen Anteils von Weisenau gesetzt.

  • 27. Januar 1658 kaufte der Mainzer Domdekan Johann von Heppenheim Hechtsheim und Weisenau von dem Grafen Emanuel Maximilian Wilhelm von Isenburg.

  • 20. September 1658 kaufte der Kurfürst von Mainz, Johann Philipp von Schönborn Hechtsheim. So war endlich das Erzstift Mainz im Besitz von Hechtsheim, bis zum Ende des Kurstaates Ende des 18. Jahrhunderts.

  • 1792/1793 wird Hechtsheim von französischen Revolutionstruppen besetzt und dem Departement Donnersberg zugeschlagen.

  • Nach dem Abzug der Franzosen 1814 wurde die gesamte rheinhessische Provinz dem Großherzogtum Hessen zugeteilt.

  • Von Ende des Ersten Weltkriegs bis 1945 zum Volksstaat Hessen.

  • Nach dem 2. Weltkrieg und der erneuten Neuordnung der Region gelangt Hechtsheim, dann zu Rheinland-Pfalz, als Gemeinde im Landkreis Mainz-Bingen.

  • Am 08.06.1969 wurde Hechtsheim unter dem Namen Mainz-Hechtsheim in die Stadt Mainz eingemeindet.

Religionen

Der jüdische Friedhof
Am 10. Juli 1882 genehmigte das großherzogliche Kreisamt einen Friedhof anzulegen, für die jüdische Gemeinde von Hechtsheim. Der Friedhof hat eine Fläche von 738 m² und ist in der Heuerstraße angelegt worden. Die letzte Beerdigung fand 1938 statt.

Politik


Gemeinderat

Ortsvorsteherin

  • Ursula Groden-Kranich, CDU, Mitglied des Stadtrats

Wappen

Wappen heute
Das Wappen von Hechtsheim hat einen blauen Hintergrund, zeigt drei Hechte in Sternform und das Mainzer Rad, das oben auf einer Schwanzflosse ruht. Ein Hecht erscheint schon auf dem ältesten bekannten Siegel 1597. Im 17. Jahrhundert erscheinen die drei Fische in einer Sternform. Die Räder von Mainz erscheinen im frühen 19. Jahrhundert, zuerst auf den lokalen Siegeln.
Wappen 1956
Im späten 19. Jahrhundert wurde drei Hechte als Buchstabe H dargestellt. 1956 wurde das Wappen immer noch in den Farben von Mainz in der H Form präsentiert. Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Sternform wiederhergestellt.

Bauwerke

Im alten Ortskern befindet sich auch das alte Rathaus mit dem wohl ältesten Hechtwappen über der Tür.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Weinprobiertage im Frühjahr
  • Brunnenfest
  • Feuerwehrfest
  • Reitturnier
  • Weinfest im Kirchenstück (1. Juliwochenende)
  • Kirchweihfest und Kerb (1. Wochenende im September)
  • Winzertage (2. Wochenende im September)
  • Weihnachtsmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Literatur


Schriftenreihe des Vereins Hechtsheimer Ortsgeschichte (früher Arbeitskreis Hechtsheimer Ortsgeschichte)

  • Der Ortskern von Hechtsheim im Jahre 1709 von Jakob Schneider (80 Seiten + 4 lose Beilage)

  • Schulen in Hechtsheim - Schulgebäude - Lehrer - Schularten -
    von Helmut Keller, Mitarb.: Martin Albrecht, Jakob Schneider (80 Seiten)

  • Hechtsheim in vor- und frühgeschichtlicher Zeit
    von Karl-Viktor Decker (80 Seiten)

  • Von Süssel Hechtsheim bis David Kapp - Die Hechtsheimer Juden -
    von Anton Maria Keim (78 Seiten)

  • Hechtsheim während der Weimarer Republik - Die Zeit von 1918 bis 1933 -
    Redaktioneller Arbeitskreis mit Beiträgen S. Hübschmann (92 Seiten)

  • Hechtsheim vom Mittelalter bis zum Ende der napoleonischen Zeit
    von Helmut Mathy, Alois Gerlich (148 Seiten)

  • Hechtsheim in der Wilhelminischen Zeit - 1871 bis 1918 -
    Redaktioneller Arbeitskreis mit Beiträgen von Helmut Keller (167 Seiten)

  • Hechtsheim im 19. Jahrhundert - Als das linke Rheinufer hessisch wurde: die Entstehung der Provinz Rheinhessen - Die erste Wasserleitung in Hechtsheim -
    von Friedrich Schütz, Dieter Degreif, Jakob Schneider (103 Seiten)

  • Hechtsheimer Ortsgeschichte - Hechtsheimer Kirchengeschichte - Hechtsheim unter der Ortsherrschaft der Grafen zu Ysenburg 1420-1706 -
    von Willi Leonhard Veith, Rudolf Kurz, Klaus-Peter Decker (211 Seiten)

  • Hechtsheim zur Zeit des Nationalsozialismus - "Drittes Reich", von 1933 - 1945 -
    von Karl Prieß und Mitarb.-Kreis (115 Seiten)

  • Das fränkische Gräberfeld auf der Hechtsheimer Frankenhöhe - Das Stift St. Maria im Feld bei Hechtsheim (Heilig Kreuz) -
    von Gudula Zeller, Ludwig Falk (64 Seiten)

Siehe auch


Weblinks


Ort in Rheinland-Pfalz | Stadtteil (Mainz)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Mainz-Hechtsheim".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld