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Die Main-Lahn-Bahn (auch Limburger Bahn) ist eine zweigleisige, elektrifizierte Hauptbahn zwischen Frankfurt am Main Hbf und Eschhofen bei Limburg an der Lahn. Hier mündet sie in die Lahntalbahn. Zwischen Frankfurt (Main) Hauptbahnhof und Bahnhof Niedernhausen verkehrt seit 1978 die S-Bahn-Linie S 2 der S-Bahn Rhein-Main. Die Strecke hat eine Länge von knapp 70 km und trägt die heutige Streckennummer 3610 bzw. die Kursbuchstreckennummer 627.

Geschichte


Die Strecke wurde am 15. Oktober 1877 offiziell eröffnet. Mit dem Streckenbau begonnen wurde mit preußischem Gesetz vom 25. März 1872, nachdem schon seit 1850 über eine Strecke zwischen Main und Lahn nachgedacht wurde. Die Konzession für die Strecke erhielt die Hessische Ludwigsbahn (HLB)''.

Man begann zunächst in Eschhofen; jedes fertige Teilstück diente zunächst hauptsächlich dem Materialtransport für den weiteren Bau. Das erste Teilstück zwischen Eschhofen und Niederselters wurde am 1. Februar 1875 dem Verkehr übergeben.

Die Nebenstrecke, genannt Ländchesbahn, von Niedernhausen (Taunus) nach Wiesbaden wurde am 1. Juli 1879 eröffnet.

Mit der Eröffnung des neuen Bahnhofes Frankfurt (Main) Hbf 1888 konnte der Personenverkehr dann durchgehend von Limburg an der Lahn nach Frankfurt am Main aufgenommen werden.

  • 1903 Bau des heutigen Bahnhofs Eppstein
  • 1907 Bau des heutigen Bahnhofs Hofheim
  • 1911 bis 1913 erfolgte der zweigleisige Ausbau der Strecke.
  • Der 1903 eingeweihte Haltepunkt Niederseelbach zwischen Niedernhausen und Idstein wurde im Herbst 1971 geschlossen.
  • 1971 Elektrifizierung der Strecke zwischen Höchst und Niedernhausen
  • 1972 Ende der Dampflokzeit nach fast 100 Jahren
  • 1978 begann der Betrieb der S-Bahn-Linie S 2 zwischen Frankfurt (M) Hbf und Niedernhausen.
  • 1988 Elektrifizierung der Strecke Niedernhausen - Limburg
  • 2001 wurde ein zusätzlicher Haltepunkt in Eppstein-Bremthal zwischen Eppstein und Niederjosbach eingeweiht.

Zukunft


  • Es ist geplant, in den nächsten Jahren den Tunnel in Eppstein durch einen Neubau zu ersetzen, da der alte Tunnel dringend saniert werden müsste und dies unter laufendem Betrieb nur mit jahrelangen erheblichen Behinderungen des Bahn-Verkehrs unter Aufgabe des S-Bahn-Taktes möglich wäre. Zudem kommt ein Neubau auf Dauer günstiger, auch da eine neue Betonschale im inneren des Tunnels dessen Querschnitt soweit reduziert, dass er nicht mehr zweigleisig befahren werden könnte und deshalb für die Gegenrichtung ohnehin ein neuer Tunnel gebaut werden müsste. In diesem Zusammenhang wird das Gelände des Eppsteiner Bahnhofs umgebaut. In dem alten nicht mehr genutzten, denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude wird eine Verwaltungsstelle der Stadt (Bürgerbüro) und ein Kulturcafé eröffnen. Die ebenfalls denkmalgeschützte Güterhalle soll dagegen abgerissen werden. Beginn für den Umbau des Empfangsgebäudes war das Jahr 2005; der Tunnelneubau mit anschließender Neugestaltung der Freiflächen beginnt nach der Zeitplanung der DBAG nicht vor 2008.

Bahnstrecke in Hessen | Taunus | Mittelhessen | Verkehr in Frankfurt am Main

 

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