Mahabad.jpg Mahabad ( kurdisch: Mehabad Irans in der Provinz West-Aserbaidschan und Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes. Sie hat etwa 162.434 Einwohner (Schätzung 2005)World Gazetteer: Iran: Die wichtigsten Orte mit Statistiken zur ihrer Bevölkerung, [10.1.2006" target="_blank" >*. Die Stadt liegt südlich des Urmia-Sees, in einem engen Tal auf 1.300 m Höhe.
Mahabad ist das Zentrum einer großen Agrarindustrie. Jedoch ist die Stadt selber für iranische Verhältnisse relativ wenig entwickelt.Mahabad. Über Fernstraßen ist es mit dem 300 km nördlich gelegenen Täbris und dem ebenfalls 150 km nördlich gelegenen Urmia verbunden. Für das Jahr 2008 soll in Mahabad von der Mahabad Petrochemical Company ein swing plant errichtet werden.Basell Corporate Communications: *." target="_blank" >In Mahabad befindet sich die Flughafen, der die Kennung OITB trägt.jetliners.net: Airport ICAO Codes By Airport. [31.03.2006" target="_blank" >*
Die Bevölkerung besteht zum Großteil aus Kurden. Einige bezeichnen Mahabad auch als heimliche Hauptstadt Kurdistans. So war Mahabad, das im Osten Kurdistans liegt, vom 22. Januar bis zum 16. Dezember 1946 die Hauptstadt eines kurdischen Staates der Neuzeit, der Republik Mahabad. Auf dem dortigen Car-Cira-Platz wurden am Ende der Republik, deren Anführer hingerichtet. Seitdem ist die Stadt in den Bergen eines der wichtigsten Symbole des kurdischen Nationalismus.Unruhen in den kurdischen Gebieten Irans. In: NZZ. 9. August 2005, * Jedoch wird so klar, was für einen Wert diese Stadt für viele Kurden, auch über den Iran hinaus hat. In Mahabad wurde auch der Führer der Demokratischen Partei Kurdistans Masud Barzani geboren. Sein Vater Mustafa Barzani wurde hier am 5. März 1979 begraben. 1993 wurde sein Grab dann in sein Dorf überführt, wo er neben seinem Sohn Idris Barzani begraben ist.
Mahabad oder wie es unter dem alten Namen Sablakh () bekannt war, war ein kleines Dorf in der Deryaz-Ebene, bis der Chef des kurdischen Mukri-Stammes Budaq Sultan es mit dem Einverständnis der Safawidenkönige zur Hauptstadt seiner Region machte. Der Name Sablakh ist vielleicht mongolischen Ursprungs. Während der Dynastie der Safawiden war die Region von Mukriyan („Land der Mukri“), welche Mahabad einschloß, eines der Zentren des Widerstandes gegen Schah Abbas I. den Großen. In den Jahren 1609 und 1610, während der „Schlacht von DimDim“, unterstützen die Gebiete der Mukri Emîr Xan Lepzêrîn. Dieser war ein Khan der Goldenen Hand und Herrscher von Beradost.Amir Hassanpour: Dimdim. name="COUNTRYSTUDIES">* Nach der Niederlage gegen Abbas ordnete dieser ein Massaker an der Bevölkerung der Stadt an. Das selbe Schicksal erlitten die Bewöhner von Beradost. Auch wurden viele Kurden nach Chorassan deportiert. Die Mukri regierten über die Stadt bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Ersten Weltkrieg war die Stadt Zentrum der Kampfhandlungen zwischen den Russen und den Osmanen. 1935 zerstörte eine Flut die Stadt und die moderne Stadt wurde darauf auf den Ruinen der Alten errichtet.
Die Umgebung von Mahabad ist voller historischer Spuren, die in vorislamische und vorchristliche Zeit zurückreichen. In der Nähe des Dorfes Inderghasch bei Mahabad liegt Faghrigha , eine in Felsen geschlagene Grabkammer aus der Zeit der Sassaniden. An vielen Stellen findet man dort Reliefs, Stelen und Begräbnisstätten. Die Stadt Mahabad ist umgeben von zahlreichen Quellen. Diese und der Fluss, der früher am Stadtrand vorbeifloss und jetzt die größergewordene Stadt durchfließt, sorgen für ein angenehmes Klima und sind die Voraussetzung für viel Grün in der Stadt. Den Quellen in der Nähe wird eine heilende Kraft zugeschrieben. Vor allem sollen sie für entschlackende Trinkkuren, andere gegen Hautkrankheiten helfen. In der Stadt gibt es daneben armenische und jüdische Gassen, in denen Wein- und Spirituosenhandel betrieben wurde oder in denen Goldschmiede angesiedelt waren. Dieses war bei den Moslems verpönt.Z. D.: Mahabad. Mai 2004, Ein Mausoleum des Bedaghol-Sutans findet sich südwestlich der Stadt.Iran Chamber of Commerce, Industries & Mines: *
Während der Islamischen Revolution im Iran, wurde am 3. September 1979 Mahabad, nachdem vorher schon andere Städte angegriffen wurden, von der iranischen Armee bombardiert und besetzt. Dies passierte, da sich die Kurden mit Chomeini, der ihnen keine Autonomie geben wollte, überwarfen.
Die immer noch inhaftierte Frauenrechtlerin Roya Tuloui aus der Stadt Sanandadsch beklagt eine anhaltende Diskriminierung der Kurden, obwohl diese sich durchaus als iranische Staatsbürger verstünden. Auch in einem UN-Bericht ist der Regierung in Teheran unlängst Diskriminierung der von kurdischen und anderen ethnischen Minderheiten besiedelten Gebiete vorgeworfen worden: In den Kurden-Regionen sei die Wasser- und Stromversorgung besonders schlecht, hieß es in dem UN-Bericht, und auch der Aufbau der Infrastruktur dort sei völlig unzureichend. Der iranische Journalist Khosrow Kordpour aus der Stadt Mahabad beklagt dies ebenfalls: „Gemäß Artikel 48 der iranischen Verfassung darf es keine Diskriminierung geben, was das Nutzen natürlicher Ressourcen und die Aufteilung der nationalen Einkommen zwischen den Provinzen des Landes anbetrifft.“ Die Diskriminierung der Provinz Kurdistan sei somit verfassungswidrig, aber existiere schon seit langem. Der iranische Schriftsteller Ali Schirasi, schreibt in seinem Webblog über den Beginn der Unruhen, dass die Menschen in den verschiedenen Städten von Kurdistan, besonders in Mahabad, vor den Wahlen oft auf die Strassen gekommen sind und für ihre Rechte demonstriert haben. Der erschossene junge Mann war ein wichtiger Organisator dieser Demonstrationen. Bei dem Versuch ihn am 9. Juli festzunehmen floh er und wurde dabei von der Polizei erschossen.Ali Schirasi: Blog. Zu den Unruhen trägt auch mit bei, dass nun durch die positiven Entwicklungen in der Kurdenfrage im Irak, wie auch in der Türkei, das Mitglied der EU werden will, die iranischen Kurden auch mehr Rechte von der iranischen Regierung verlangen. In dem von Kurden bewohnten Westen Irans herrscht laut der Nachrichtenagentur Kurdishmedia seit den Unruhen die Ausgangssperre. Der Verkehr zwischen den größeren Städten sei weitgehend eingestellt worden. Human Rights Watch berichtet, dass 17 kurdische Menschen durch iranische Sicherheitskräfte während den Demonstrationen im Juli und August 2005 in verschiedenen kurdischen Städten getötet wurden.Human Rights Watch: *" target="_blank" >Die Heinrich-Böll-Stiftung meldete in ihrem Iran-Report Nr.11, dass es aber am 26. Oktober 2005 erneut zu Demonstrationen im Mahabad kam, an denen mehrere Tausend Menschen teilgenommen haben. Anlass zu der spontanen Demonstration war das Todesurteil gegen einen jungen Mann kurdischer Abstammung, dem vorgeworfen wurde, einen Polizeioffizier getötet zu haben. Bei den Demonstrationen ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen.Heinrich-Böll Stiftung: *
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