Magnum ist eine vor allem in den 1980er Jahren populäre US-amerikanische Fernsehserie um den Privatdetektiv Thomas Magnum. Die Krimiserie aus Hawaii, USA wurde in acht Staffeln bzw. 161 Episoden von 1980 bis 1988 unter dem Originaltitel "Magnum, P.I." gedreht. Das P.I. steht für Privatdetektiv (engl. Private Investigator).
Thomas Magnum lebt auf Hawaii zusammen mit dem Hausverwalter Jonathan Higgins auf einem großen Anwesen, das seinem Arbeitgeber, dem berühmten Schriftsteller Robin Masters gehört, dessen Gesicht man jedoch nie sieht. Da Robin Masters permanent unterwegs ist, spielt er nur in wenigen Folgen mit. Er engagierte Thomas als Sicherheitschef für das Anwesen ("Robins Nest"). Dafür erhält Magnum zwar keinen Lohn, aber Logis im Gästehaus des Anwesens und das Recht zur Nutzung des roten Ferrari 308 (Targaversionen GTS, GTSi und QV). Der Ferrari ist eines der Markenzeichen der Serie. Bei der Aufklärung seiner Fälle nimmt Magnum immer wieder die Dienste seiner alten Freunde und Kriegskameraden Rick und T. C. in Anspruch, ohne sich dafür zu revanchieren. Rick nutzt häufig seine Beziehungen zur Unterwelt für Magnum und T. C. fliegt Magnum häufig mit seinem Hubschrauber über die Inseln. Neben den Fällen lockern besonders die kleinen Auseinandersetzungen Magnums mit seinen Freunden, vor allem aber wohl die zwischen Magnum und Higgins (mit seinen beiden Dobermännern Zeus und Apollo, "den Jungs") für kurzweilige Unterhaltung, die wohl maßgeblich zum Erfolg der Serie mit beitrugen.
Robin Masters ist ein Schriftsteller. Ein sehr guter. Seine Bestseller brechen Verkaufsrekorde.
Obwohl er "nur" circa 12 Romane geschrieben hat, ist er finanziell gut abgesichert. In verschiedenen Folgen der Serie Magnum, P.I. werden Bücher gezeigt und deren Buchtitel. Es ist wohl Trivialliteratur über Intrigen und Liebhaber.
Masters wird keineswegs als Sparfuchs beschrieben. Sein Lebensstil scheint gehoben und extravagant. Er reist durch die Welt, macht Halt in Venedig oder Paris, besitzt Immobilien auf dem ganzen Globus und unterstützt ständig verschiedenste Organisationen. Sein Lebensstil wird in der Serie allein schon durch den protzigen Ferrari oder den wohlwollenden Umgang mit seinen Angestellten und Gästen ausgedrückt. Magnum, der als Sicherheitsbeauftragter für die Sicherheit von Robins Anwesen auf Hawaii sorgen soll, und dafür kostenlos im Gästehaus wohnen, sowie ständig den Ferrari benutzen darf, wird immer wieder für sein Können von Robin belohnt.
Robin Masters wird in der Folge #16 "Anschlag auf Robin Masters" in der englischen Originalversion von niemand geringerem als dem zu der Zeit 66-jährigen Orson Welles gesprochen (in der deutschen Version von Mario Adorf (RTL Synchronisation) und von Friedrich Schütter (ARD Synchronisation). Hier wollten die Serienproduzenten wohl die Klasse Masters weiter zur Aussage bringen. Nebenbei erwähnt blieb Robin Masters' Gesicht auch in dieser Episode ungezeigt.
Seine Kunstsammlung wird in einer der Episoden auf über 3 Millionen Dollar (genau 3,7) geschätzt. Ob dies nur für das Anwesen auf Hawaii ("Robins Nest") oder insgesamt gilt, bleibt wohl ein Geheimnis.
Bis zum Ende der Serie bleibt das Geheimnis um Robin Masters ungelüftet.
Unter Anderem gilt immernoch die Vermutung, dass Masters und Higgins in Wahrheit ein und dieselbe Person sind. Auch der Privatdetektiv Thomas Magnum ist Befürworter für diese Theorie. Jedoch wird diese Theorie durch das Auftreten Masters in verschiedenen Episoden widerlegt. Auch Hinweise auf Masters Freunde können dagegenhalten. Eventuell gibt es wirklich diese zwei Personen Higgins und Masters. Der eine schreibt (Higgins) und der andere genießt das Leben eines Shootingstars (Masters). Dafür genießt Higgins die Ruhe und Abgeschiedenheit auf Hawaii, ohne von Fans belästigt zu werden. Gäste auf dem Anwesen, die also angeblich Masters Freunde sind, könnten also auch Higgins stillschweigende Freunde sein.
Wer es nun wirklich ist, muss wohl erst der Film verraten. Aber ob dieser Film jemals gedreht wird, bleibt noch abzuwarten. Bis dahin wird wohl weiteres Rätselraten angesagt sein.
In einzelnen Teilen der Serie werden die Probleme der Vietnamheimkehrer thematisiert beziehungsweise das Trauma Vietnamkrieg verarbeitet. Das Thema Vietnam spiegelt sich dabei vor allem in Thomas Magnum und seinen Freunden Rick und T. C. wider, die alle drei in Vietnam dienten: T. C. als Hubschrauberpilot, Rick als Bordschütze und Magnum als Offizier.
Bei der deutschen Erstausstrahlung der Serie in den 1980er Jahren in der ARD wurden so gut wie alle Bezüge zur Vietnam-Vergangenheit der Protagonisten herausgeschnitten, da diese als unpassend für eine Unterhaltungssendung erachtet wurden. Das führte zu teilweise deutlich gekürzten Folgen, einige Folgen wurden gar nicht ausgestrahlt. In den 1990er Jahren wurde eine neue Synchronisation der Serie von RTL in Auftrag gegeben und gesendet. Dabei wurde nicht geschnitten und alle Folgen erhielten eine vollständig neue Synchronisation, die sich deutlich stärker am Original orientierte. Einige Folgen der Serie werden zur Zeit auf den privaten Fernsehsendern Das Vierte und Super RTL ausgestrahlt.
Die eingängige Titelmusik der Serie wurde von Mike Post zusammen mit Pete Carpenter komponiert.
ARD Synchronisation der 1980er Jahre
RTL Synchronisation der 1990er Jahre
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