Der magnetische Widerstand, Magnetowiderstand oder auch Reluktanz ist der Proportionalitätsfaktor zwischen der magnetischen Durchflutung und dem magnetischem Fluss in der Form:
Die Gleichung wird als das Hopkinsonsche Gesetz bezeichnet und hat eine ähnliche Form wie das Ohmsches Gesetz für den elektrischen Stromkreis, wenn der magnetische Fluss zum elektrischen Strom und die magnetische Durchflutung zur elektrischen Spannung in Analogie gesetzt wird. Aufgrund dieser Analogie wird die magnetische Durchflutung in diesem Zusammenhang auch manchmal als magnetische Spannung bezeichnet.
Der magnetische Widerstand entspricht der Grösse:
Dabei entspricht der magnetischen Permeabilität. Die Länge l und Querschnittsfläche A beziehen sich auf die Geometrie des magnetischen Leiters.
Bei magnetischen Kreisen mit abschnittsweise konstanten Permeabilitäten, Querschnitten und Längen können nach obiger Beziehung magnetische Teilwiderstände bestimmt werden. Die Rechenregeln zur Zusammenfassung dieser Widerstände sind dabei analog wie bei der Reihen- und Parallelschaltung von elektrischen Widerständen.
Magnetische Widerstände werden in der Theorie der magnetischen Kreise benutzt, welche von John Hopkinson und Edward Hopkinson Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Die damals entwickelten Vorstellungen waren eine Grundlage für den Bau elektrischer Maschinen und werden auch heute noch zum Verständnis von einfachen magnetischen Kreisen benutzt.
Der Kehrwert des magnetischen Widerstandes ist der magnetische Leitwert oder auch Permeanz .
Die Einheit des magnetischen Widerstandes im SI-System ist das Henry-1. Die Einheit des magnetischen Leitwertes ist das Henry.
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"Magnetischer Widerstand".
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