| Magnetit | |
Magnetit aus Alto Adige - Südtirol, Italien | |
| Chemismus | Fe3O4 |
| Kristallsystem | kubisch |
| Kristallklasse | ___ |
| Farbe | schwarz |
| Strichfarbe | schwarz |
| Härte | 5,5 bis 6,5 |
| Dichte | 5,2 |
| Glanz | matter Metallglanz |
| Opazität | undurchsichtig |
| Bruch | muschelig, spröde |
| Spaltbarkeit | unvollkommen |
| Kristallhabitus | gedrungen |
| häufige Kristallflächen | ___ |
| Zwillingsbildung | ___ |
| Kristalloptik | |
| Brechungsindices | ___ |
| Doppelbrechung | ___ |
| Pleochroismus | ___ |
| optische Orientierung | ___ |
| Winkel/Dispersion der optischen Achsen | 2vz ~ ___ |
| weitere Eigenschaften | |
| chemisches Verhalten | säure- und basenstabil |
| ähnliche Minerale | ___ |
| Radioaktivität | nicht radioaktiv |
| Magnetismus | ferromagnetisch |
| besondere Kennzeichen | ___ |
Magnetit ist bei Unterschreiten der Curie-Temperatur von 578 °C im Erdfeld magnetisch. Magnetitkristalle konservieren die Richtung des anliegenden Magnetfeldes zur Zeit ihrer Entstehung. Dadurch konnte festgestellt werden, dass sich das Erdmagnetfeld langsam verändert.
Magnetit kommt in massiver oder gekörnter Form und daneben auch als Kristall vor, letzterer ist oft oktaedrisch geformt, besitzt also acht dreieckige Begrenzungsflächen. Es ist ein durchaus häufiges Mineral, das allerdings selten den Hauptbestandteil eines Gesteins stellt. Man findet Magnetit in zahlreichen magmatischen Gesteinen wie zum Beispiel Basalt, Diabas oder Gabbro, in metamorphen Gesteinen oder durch Verwitterungsprozesse aufgrund seiner Härte weitgehend intakt verbracht als Magnetitsand in Flusssedimenten. Aus diesen wird es zum Teil noch heute von Hand ausgewaschen.
Magnetit ist neben dem Hämatit eines der wichtigsten Eisenerze und hat mit 72 Prozent Eisen den höchsten Gehalt an diesem Metall.
Unter dem Begriff Eisenoxidschwarz versteht man fein gemahlenes Magnetit.
Verschiedene Tierarten sind zur Orientierung im Erdmagnetfeld auf Magnetit angewiesen. Hierzu gehören Tauben, Bienen, Weichtiere (Mollusca) und auch Bakterien.
Der Legende nach leitet sich der Name des Minerals von dem Schafhirten Magnes ab, dessen mit Eisennägeln zusammengehaltene Schuhe auf einem Felsen hängenblieben, der das Mineral enthielt. Erwähnt wird es bereits durch den römischen Schriftsteller Plinius den Älteren. Auch die Chinesen nutzten das Mineral bereits im 11. Jahrhundert v. Chr. wegen seiner magnetischen Eigenschaften.
In einer anderen Legende ist davon die Rede, daß vor über 2500 Jahren Eisenerzbrocken mit magnetischen Eigenschaften in der Nähe der Stadt Magnesia am Mäander in Kleinasien gefunden wurden. Man nannte diese daher Magnete.
Siehe auch: Liste von Mineralen
Magnetit | Magnetite | Magnetita | Magnetiitti | Magnétite | מגנטיט | Magnetite | 磁鉄鉱 | Magnetitas | Magnetiet | Magnetitt | Magnetyt | Magnetita | Магнетит | Magnetit | Magnetit
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