Ein Magnetband ist ein Speichermedium. Bei der analogen Speicherung von Audiomaterial wird es auch Tonband genannt. Es besteht heutzutage aus einer langen, schmalen Kunststofffolie, die mit einem magnetisierbaren Material beschichtet ist. Häufig ist auch die Rückseite beschichtet (Rückseitenmattierung), um freitragende Bandwickel zu ermöglichen. Früher gab es auch beschichtetes Papier und Band aus homogenem magnetischen Material. Das heutige Magnetband ist eine Entwicklung der AEG und der IG Farben (BASF) in den Jahren 1935 bis 1940.
Das Band ist auf Spulen oder Bobbys aufgewickelt, wobei beide oft in Kassetten eingebaut sind.
Wegen dieser Start- und Stoppphasen müssen auf dem Magentband zwischen den Datensätzen leere Bereiche vorgesehen werden. Diese werden in der Fachsprache Klüfte oder lnterblock-Gaps genannt.
Dieses Verfahren wird nur noch sehr selten eingesetzt.
XX..........XX..........XX..........XX..........
XX sind die Nutzdaten. .......... sind die Klüfte.
Daran erkennt man, dass ein beschriebenes Band zu einem großen Teil aus ungenutzten Klüften und nur zu einem geringen Teil aus Nutzdaten besteht.
Um den Anteil der Nutzdaten zu erhöhen, kann man die Daten blocken. Dazu fasst man mehrere (kurze) logische Datensätze im Hauptspeicher des Rechners zu einem (langen) physikalischen Datensatz zusammen und schreibt diesen auf das Band. Dies hat mehrere Vorteile: Das Band wird besser ausgenutzt, weil sich der Nutzdatenanteil erhöht. Außerdem wird die Bandeinheit und das Magnetband geschont, weil weniger Schreibzugriffe erfolgen und so die erhebliche mechanische Belastung durch das Starten und Stoppen reduziert wird.
Man nennt die Länge der originalen Datensätze logische Satzlänge, die Länge des geblockten Satzes physikalische Satzlänge und die Anzahl der logischen Sätze in einem physikalischen Satz Blockungsfaktor.
Beispiel: Will man die Daten von Lochkarten auf ein Band übertragen, dann hat man eine logische Satzlänge von 80 Zeichen. Blockt man 100 Lochkarten zu einem physikalischen Satz, dann beträgt die physikalische Satzlänge 8000 Zeichen und der Blockungsfaktor ist 100.
Es ist also meist vorteilhaft, einen möglichst großen Blockungsfaktor zu wählen. Moderne Geräte (DLT, LTO usw.) arbeiten mit einer Blockgröße von 64 Kilobyte und mehr.
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