| Eigenschaften | - |
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| Natrium - Magnesium - Aluminium | - | Be Mg Ca | |
| Isotop | NH | t1/2 | ZM | ZE MeV | ZP | - | 23Mg | {syn.} | 11,317 s | ε | 4,057 | 23Na | - | 24Mg | 78,99 % | Mg ist stabil mit 12 Neutronen | - | 25Mg | 10 % | Mg ist stabil mit 13 Neutronen | - | 26Mg | 11,01 % | Mg ist stabil mit 14 Neutronen | - | 27Mg | {syn.} | 9,458 min | β- | 2,610 | 27Al | - | 28Mg | {syn.} | 20,91 h | β- | 1,832 | 28Al |
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| 25Mg | - | Kernspin | -5/2 | - | gamma | 1,637 · 107 rad/T | - | Empfindlichkeit | 0,00267 | - | Larmorfrequenz bei B = 4,7 T | 12,2 MHz |
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Magnesium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Mg und der Ordnungszahl 12. Als acht-häufigstes Element ist es zu etwa 1.4 Prozent am Aufbau der Erdkruste beteiligt.
Die Herkunft der Elementbezeichnung wird in der Literatur unterschiedlich dargestellt:
Magnesiumverbindungen waren schon Jahrhunderte vor der Herstellung von reinem Magnesium bekannt und in Gebrauch. Magnesia alba bezeichnete Magnesiumcarbonat während Magnesia der gebräuchliche Name für Magnesiumoxid war. Der schottische Physiker und Chemiker Joseph Black war der Erste, der Magnesiumverbindungen im 18. Jahrhundert systematisch untersuchte. 1755 erkannte er in seinem Werk De humore acido a cibis orto et Magnesia alba den Unterschied zwischen Kalk (Calciumcarbonat) und Magnesia alba (Magnesiumcarbonat), die zu dieser Zeit oft verwechselt wurden. Er fasste Magnesisa alba als Carbonat eines neuen Elements auf. Deswegen wird Black oft als Entdecker von Magnesium genannt, obwohl er nie reines Magnesium darstellen konnte. 1808 gewann Sir Humphry Davy Magnesium durch Elektrolyse von Magnesiumoxid (Magnesia) mit Hilfe von Voltaschen Säulen, allerdings nicht in reiner Form sondern als Amalgam, da er mit einer Kathode aus Quecksilber arbeitete. So zeigte er, dass Magnesia das Oxid eines neuen Metalls ist, das er zunächst Magnium nannte. 1828 gelang es dem französischen Chemiker Antoine Bussy durch das Erhitzen von trockenem Magnesiumchlorid mit Kalium als Reduktionsmittel geringe Mengen von reinem Magnesium darzustellen. 1833 stellte Michael Faraday als erster Magnesium durch die Elektrolyse von geschmolzenem Magnesiumchlorid her. Basierend auf diesen Versuchen arbeitete der deutsche Chemiker Robert Wilhelm Bunsen in den 1840er und 1850er Jahren an Verfahren zur Herstellung von Magnesium durch Elektrolyse von Salzschmelzen mit Hilfe des von ihm entwickelten Bunsenelements. 1852 entwickelte er eine Elektrolysezelle zur Herstellung größerer Mengen von Magnesium aus geschmolzenem, wasserfreien Magnesiumchlorid.
Die technische Erzeugung von Magnesium begann 1857 in Frankreich nach einem Verfahren von Henri Etienne Sainte-Claire Deville und H. Caron. Beim sogenannten Deville-Caron Prozess wird ein Gemisch aus wasserfreiem Magnesiumchlorid und Calciumfluorid mit Natrium reduziert. In England begann die Firma Johnson Matthey um 1860 mit der Magnesiumherstellung nach einem ähnlichen Verfahren. Wegen Fabrikationsschwierigkeiten blieben diese frühen Unternehmungen allerdings unwirtschaftlich.
Magnesium kommt in der Natur nicht in elementarer Form vor, als Verbindungen überwiegen Carbonate, Silicate, Chloride und Sulfate. Es ist ein sehr häufig vorkommendes Element, so bestehen ganze Gebirgszüge, wie die Dolomiten, aus einem magnesiumhaltigen Mineral, dem Dolomit.
In Wässern ist es ebenfalls meistens vorhanden und verursacht zusammen mit dem Calcium die Härte des Wassers. Im Meerwasser ist es mit mehr als 1 kg/m³ enthalten.
Das feste, silbrig-glänzende Leichtmetall Magnesium, das circa ein Drittel leichter als Aluminium ist, überzieht sich an Luft mit einer schützenden Oxidschicht, in Wasser mit einer schwerlöslichen Magnesiumhydroxidschicht, welche bei höheren Temperaturen aber unbeständig ist. Schwache Säuren und Ammoniumsalze greifen die Hydroxidschicht ebenfalls an. Gegen Fluorwasserstoffsäure und Alkalien ist es im Gegensatz zum Aluminium relativ beständig. Frisch hergestelltes Magnesiumpulver erwärmt sich an der Luft bis zur Selbstentzündung. Dünnes Band oder Folien lassen sich leicht entzünden. Es verbrennt mit einer grellweißen Flamme zu Magnesiumoxid MgO und Magnesiumnitrid Mg3N2. Auch in vielen Oxiden wie Kohlenmonoxid, Stickoxid und Schwefeldioxid verbrennt Magnesium.
Reinmagnesium ist schlecht gießbar und hat eine geringe Festigkeit und Härte.
Magnesiumband und -draht wird in (Foto-)Blitzbirnen, beziehungsweise früher als Blitzlichtpulver verwendet, Magnesiumpulver in Brandsätzen, -bomben und Leuchtmunition, aber auch als Zusatz in Feuersteinen für Feuerzeuge. Häufig dienen Magnesiumstäbe als Opferanoden, die Teile aus edleren Metallen vor elektrochemischer Korrosion schützen.
In der Metallurgie dient es als vielseitiges Reduktionsmittel:
In der organischen Chemie wird es zur Herstellung von Grignard-Verbindungen genutzt.
Weil sich Magnesium sehr leicht entzündet, wird es auch als sehr robustes Feuerzeug verwendet. Diese, als Fire Starter Kits vertriebenen, Magnesiumblöcke haben auf einer Seite einen langen Stab, dessen Abrieb, wie der Feuerstein beim Feuerzeug, sich mit dem Luftsauerstoff entzündet. Die Prozedur ähnelt stark der in der Steinzeit üblichen Methode, durch Feuerstein und Zunder Feuer zu machen, wobei das Magnesium die Rolle des Zunders übernimmt. Zuerst werden, mit einem Messer, vom Metallblock möglichst lange und dünne Späne abgeschabt und auf dem eigentlichen Brennmaterial plaziert. Anschließend werden, durch schaben an der Rückseite Funken möglichst nahe an den Magnesiumspänen erzeugt, die sich daraufhin entzünden. Der gleiche Effekt lässt sich auch mit Anspitzern erzielen, da sie häufig aus einer Magnesium-Legierung gefertigt werden, jedoch müssen die zur Zündung notwendigen Funken anderweitig erzeugt werden.
Werkstofftechnisch sind Mg-Al-, Mg-Mn-, Mg-Si-, Mg-Zn- und vor allem Mg-Al-Zn-Legierungen von Bedeutung. Wichtigste Anwendung ist aber wohl die Härtung von Aluminiumlegierungen durch einen Mg-Zusatz bis zu fünf Prozent. Zusätzlich verbessert sich die Schweißbarkeit. Sie finden Anwendung als Verpackungsmaterial, zum Beispiel in Getränkedosen.
In den letzten Jahrzehnten hat man wegen der möglichen Gewichtseinsparung versucht, Aluminium durch Magnesium zu ersetzen. Bei gleicher Belastbarkeit sind Bauteile aus Magnesiumlegierungen leichter als solche aus Kunststoff.
Das machte Magnesium schon früh für mobile Anwendungen interessant. 1909 stellte man Anwendungen auf einer Luftschiffausstellung vor. In Kraftfahrzeugen nutzte man Magnesiumlegierungen zur Herstellung von Gehäuseteilen sowie zur Herstellung von Felgen für Großfahrzeuge. Ab den 1930ern verwendete man sie massiv im deutschen Flugzeugbau. Die möglichen Gewichtseinsparungen, gerade im Flugmotorenbau, führten zu einem schnellen Ausbau der Magnesiumgewinnung in den USA Anfang der 1940er. Heute werden auch Fahrgestelle und Rumpfteile von Flugzeugen und Fahrradteile aus Magnesiumlegierungen hergestellt.
Die Kurbelgehäuse der Motoren des VW-Käfers bestanden aus Mg-Si-Legierungen. Heute werden im Maschinenbau überwiegend Mg-Al-Zn-Legierungen verwendet. Durch Druckgießen lassen sich viele Bauteile endabmessungsnah und ohne kostenintensive Nachbearbeitung herstellen:
Teile des 3-Liter Autos VW Lupo und zunehmend Teile anderer Automarken werden aus Magnesiumlegierungen gefertigt.
Magnesiumlegierungen zeichnen sich durch hohe Dämpfung aus. Dies führt bei Schwingungsbelastung zu einer Verringerung der Vibration und Geräuschemission. Auch aus diesem Grund sind Magnesiumlegierungen interessante Werkstoffe.
Magnesium ist als Mineralstoff für Mensch, Tier und Pflanze unentbehrlich. Im Blattgrün der Pflanzen (Chlorophyll) ist es etwa zu zwei Prozent enthalten. Pflanzen verwelken bei Magnesiummangel.
Der Mensch benötigt Magnesium für das Zusammenspiel von Muskel und Nerv sowie für die Muskelkontraktion. Magnesiummangel löst beim Menschen Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, Herzrhythmusstörungen und Muskelkrämpfe (Hauptursache:Mangel an Kochsalz) aus. Im Bereich von Psyche und Stoffwechsel wird vermutet, dass auch Depression und schizophrene Psychosen durch einen Magnesiummangel verstärkt werden. Auch kann es durch Mangel zum Herzinfarkt kommen.
Der Körper enthält 20 g Magnesium. Die erforderliche Tagesdosis von ca. 300 mg wird in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornbrot, Nüssen, Gemüse (Blattspinat, Kohlrabi) erreicht. Erhöhter Bedarf kann über Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente gedeckt werden. Gefahr von Magnesiummangel besteht beispielsweise
Bei Magnesiumpräparaten als Tabletten, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat oder Injektionslösungen ist die Dosierung wichtig. Verschiedene Studien (z. B. J. Clin. Invest. 88 (1991) 396-402) kommen zu dem Ergebnis, dass bei einer Einnahme von 120 mg ca. 35% resorbiert werden, jedoch bei Einnahme einer kompletten Tagesdosis von 360 mg nur noch ca. 18%. Für die Aufnahme ist auch die Form der Verbindung, in der das Magnesium vorliegt, von Bedeutung. Organische Salze wie z.B. Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat werden dabei generell besser vom Körper aufgenommen als anorganische Verbindungen.
Der Pidgeon Prozess sowie einige andere Herstellverfahren spielen eine untergeordnete Rolle.
Der Nachweis von Magnesium gelingt am besten mittels Magneson II, Titangelb oder Chinalizarin.
Magneson II (4-(4-Nitrophenylazo)-1-Naphthol): Die Ursubstanz wird in Wasser gelöst und alkalisch gemacht. Danach gibt man einige Tropfen einer Lösung des Azofarbstoffs Magneson II hinzu. Bei Anwesenheit von Magnesium-Ionen entsteht ein dunkelblauer Farblack. Andere Erdalkalimetalle sollten vorher durch Fällung als Carbonate entfernt werden.
Titangelb (Thiazolgelb G): Die Ursubstanz wird in Wasser gelöst und angesäuert. Anschließend wird sie mit einem Tropfen der Titangelb-Lösung versetzt und mit verdünnter Natronlauge alkalisch gemacht. Bei Anwesenheit von Magnesium entsteht ein hellroter Niederschlag. Nickel-, Zink-, Mangan- und Cobalt-Ionen stören diesen Nachweis und sollten vorher als Sulfide gefällt werden.
Mit Chinalizarin: Die saure Probelösung wird mit 2 Tropfen Chinalizarinlösung versetzt. Dann wird verdünnte Natronlauge bis zur basischen Reaktion zugegeben. Eine blaue Färbung oder Fällung zeigt Magnesium an.
Als Nachweisreaktion für Magnesiumsalze kann auch die Bildung von Niederschlägen mit Phosphatsalz-Lösungen herangezogen werden, welche auf pH-Werte von 8 bis 9 gepuffert wurden. Die schwermetallfreie, mit Ammoniak und Ammoniumchlorid auf pH 8-9 gepufferte Probelösung wird dazu mit Dinatriumhydrogenphosphatlösung versetzt. Eine weiße Trübung von Magnesiumammoniumphosphat MgNH4PO4 zeigt Magnesiumionen an (säurelöslich):
Beispiele für geeignete Löschmittel:
Beispiele für ungeeignete Löschmittel:
Besondere Bedingungen für den Einsatz von Löschgasen:
In begrenzten geschlossen Räumen (Behälter, technische Apparaturen, Maschinen) ist der Einsatz sauerstoffverdrängender Gase (z. B. Argon) als Löschgas möglich, wenn eine löschwirksame Konzentration des Gases über eine für das Löschen ausreichend lange Zeit aufrechterhalten bleibt.
Die Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Bränden und Explosionen bzw. zur Begrenzung der Auswirkungen von Bränden und Explosionen auf ein unbedenkliches Maß sind vielfältig. Auf sie kann an dieser Stelle deshalb nur zusammenfassend eingegangen werden. Vor Aufnahme der Be- und Verarbeitung, des Schmelzen und Gießen von Magnesium sollte in jedem Falle auf die einschlägigen Arbeitsschutz-Regeln zurückgegriffen werden.
Für den Umgang mit Magnesium zum Beispiel in metallbe- und verarbeitenden Betrieben lassen sich die wesentlichen Schutzmaßnahmen wie folgt zusammenfassen:
Darüber hinaus sollte die Feuerwehr informiert werden, damit notwendige Maßnahmen des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes abgestimmt werden können.
Erdalkalimetall | Periode-3-Element
Magnesium | مغنيسيوم | Магнезий | ম্যাগনেসিয়াম | Magnesi | Hořčík | Magnesiwm | Magnesium | Magnesium | Magnezio | Magnesio | Magneesium | منیزیوم | Magnesium | Magnésium | Magnesio (elemento) | מגנזיום | Magnezij | Magnézium | Magnezio | Magnesín | Magnesio | マグネシウム | 마그네슘 | Magnezyûm | Magnesium | Magnis | Magnijs | Konupora | Magnesium | Magnesium | Magnesium | Magnez | Magnésio | Magneziu | Магний | Magnezij | Magnesium | Horčík | Magnezij | Магнезијум | Magnesium | แมกนีเซียม | Magnezyum | ماگنىي | Магній | Magiê | 镁
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