article

Der Magister militum (Heermeister) war in der spätantiken römischen Armee zwischen Konstantin I. und Herakleios der Oberbefehlshaber eines Heeresverbandes.

Entstehung und Funktion


Entstanden war dieser neue Titel, da man den Praefectus praetorio seiner militärischen Kompetenzen entbunden und ihn mit zivilen Verwaltungsaufgaben betraut hatte. Ursprünglich gab es je einen Magister militum für die jeweiligen Heeresverbände, also für die Infanterie (magister peditum) und die Reiterei (magister equitum). Es existierte außerdem seit Constantius II. für die jeweiligen regionalen Heeresteile ein separater magister militum (per Gallias, per Italiam, per Illyricum, per Orientem, dazu zwei magistri militum praesentales als Kommandeure der Hofarmeen). Später kamen in Ostrom noch weitere magistri militum für die verschiedenen Militärprovinzen (z. B. Armenien) hinzu.

Entwicklung


Der oberste Magister militum wurde spätestens im 5. Jahrhunderts de facto zum Befehlshaber aller Heeresteile der westlichen Reichshälfte (Magister utriusque militae) und gewann so einen folgenschweren Einfluss auf die Politik (siehe Stilicho und Aëtius). In Ostrom gelang es den Kaisern dabei sehr viel besser, auch mächtige Heermeister wie Belisar zu kontrollieren. Nach dem Ende des weströmischen Kaisertums verlieh der oströmische Kaiser den Titel eines Heermeisters auch an einige germanische Könige, etwa die der Burgunder. Das Amt, das oft von Personen barbarischer Abstammung bekleidet wurde, bestand während der gesamten Spätantike und verschwand dann in der byzantinischen Armee im Laufe des 7. Jahrhunderts.

Magistri militum (in Auswahl)


Literatur


  • Alexander Demandt: Magister Militum, in: Pauly-Wissowa, Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (neue Bearbeitung), Supplementband XII, Sp. 553–790. Grundlegend bezüglich der Heermeister bis zum Ende des 5. Jahrhunderts.
  • Arnold Hugh Martin Jones u.a.: The Prosopography of the Later Roman Empire, drei Teile in vier Bänden, Cambridge 1971–92.

Militär im Römischen Reich | Generalsdienstgrad | Spätantike

Soldaternes Mester | Magister militum | Magister militum | Magister militum | מגיסטר מיליטום | Magister militum | Magister militum | Magister militum | Magister militum | Magister militum

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Magister militum".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld