Magic: Die Zusammenkunft (im Original Magic: The Gathering) ist ein Sammelkartenspiel von Richard Garfield. Es war das erste Spiel dieser Art und erschien im Jahr 1993 bei Wizards of the Coast. In Deutschland wird es von Amigo (ab 10. September 2006 von Universal Cards) vertrieben.
Zur Zeit gibt es circa 8.300 verschiedene Karten und (nach Herstellerangaben) über sechs Millionen Spieler auf der ganzen Welt. Es sind inzwischen neun Basiseditionen und zahlreiche alleinstehende Editionen in mehreren Sprachen erschienen. Wizards of the Coast veranstaltet jährlich etwa 60.000 über die ganze Welt verteilte Turniere, die mit Preisgeldern in Höhe von etwa 5 Millionen US-Dollar dotiert sind. Rund um das Spiel hat sich ein eigener Markt entwickelt mit Händlern, die sich auf den An- und Verkauf von Magickarten spezialisiert haben.
In Magic: Die Zusammenkunft übernehmen zwei oder mehr Spieler die Rollen von sich duellierenden Zauberern („Weltenwanderer“). Wie bei Sammelkartenspielen üblich spielt jeder Spieler erstmal mit seinen eigenen Karten, die nicht mit denen des Gegenspielers gemischt werden. Zwar können Spieler im Laufe des Spiels die Kontrolle über gegnerische Karten übernehmen, die Karten an sich bleiben aber Eigentum des Spielers, der sie mitgebracht hat.
Inhaltlich stellen die Karten Zaubersprüche, Kreaturen, Artefakte (Gegenstände oder Maschinen) und Länder dar. Die Zaubersprüche haben Auswirkungen auf das Spiel, während aus den Ländern die Mana genannte magische Energie bezogen wird.
Jeder Spieler beginnt das Spiel mit 20 Lebenspunkten und einer selbst zusammengestellten Sammlung aus Karten (seinem Deck), aus dem er nach dem Mischen zunächst eine Hand aus sieben Karten zieht und den restlichen Stapel verdeckt als seine Bibliothek vor sich legt. Ziel des Spiels ist es, den Gegner durch geschickten Einsatz seiner Karten auf null Lebenspunkte zu bringen oder seine Bibliothek auf null Karten zu reduzieren. Dabei wird abwechselnd gespielt. Während des Zugs des Gegners kann man nur wenige Aktionen vornehmen und auf Aktionen des Gegners reagieren.
Die wichtigste Ressource im Spiel ist das Mana, das hauptsächlich aus den ausgespielten Ländern bezogen wird und mit dem die Kosten (Manakosten) anderer Aktionen bezahlt werden. Da Spieler nur ein Land pro Zug ins Spiel bringen können, ist der richtige Einsatz des vorhandenen Manas eine der zentralen Überlegungen während des Spiels. Neben den Ländern sind die wichtigsten Karten meist Kreaturen, die einerseits den Gegner angreifen und ihm Schaden zufügen können, andererseits aber auch angreifende Kreaturen des Gegners „blocken“ können. In diesem Fall nimmt zwar die blockende Kreatur Schaden, nicht aber der Spieler.
Da die Spieler ihre eigenen Decks nur aus den ihnen zur Verfügung stehenden Karten bauen können, ist die Deckkonstruktion eine der großen Herausforderungen des Spiels. In einem guten Deck müssen die vorhandenen Karten miteinander harmonieren, von ihren Manakosten aufeinander abgestimmt sein und es muss ein passendes Verhältnis von Ländern zu den restlichen Karten gefunden werden. Während Decks für Turniere auf bestmögliche Effizienz ausgerichtet sind, können bei Spielen mit Freunden auch Überlegungen wie das Ausprobieren neuer Varianten oder auch Kostengründe (starke Karten können sehr viel Geld kosten) eine Rolle spielen.
Magic: Die Zusammenkunft wurde von Richard Garfield als schnelles Spiel für zwischendurch konzipiert. Er richtete sein Augenmerk hierbei besonders auf Rollenspieler und auf Studenten und Schüler, die zwischen zwei Vorlesungen ein wenig Ablenkung suchten. Dies erklärt auch den Fantasy-Hintergrund des Spiels.
Als Garfield 1992/93 sein Spiel RoboRally der Firma Wizards of the Coast anbot, wurde er zurückgewiesen, da die Produktionskosten zu hoch seien. Wizards steckte in einer Krise und brauchte dringend ein günstig zu produzierendes Spiel mit hohen Erfolgsaussichten. Garfield bot Magic an und Wizards war begeistert.
Mittlerweile ist Garfield Anteilseigner bei Wizards, welche sich aufgrund ihrer Erfolge mit verschiedenen Sammelkartenspielen sanieren konnten und die inzwischen vom US-amerikanischen Spielekonzern Hasbro aufgekauft wurden.
Die Karten haben etwa die Größe herkömmlicher Spielkarten und sind aus festem Spezialkarton. Das Bild auf der Rückseite ist über die Jahre gleich geblieben damit man auch mit alten Karten spielen kann. Deshalb ist dort noch heute ein Kuli-Strich zu sehen, der versehentlich die Vorlage verunzierte. Die Vorderseite der Karte besteht aus dem Kartennamen, den Manakosten, einem Bild, dem Kartentyp, dem Kartentext, dem Anekdotentext, dem Namen des Künstlers, der Sammelkartennummer (nicht bei alten Editionen) und dem Copyright-Vermerk sowie bei Kreaturenkarten die Angabe der Stärke und Widerstandskraft der Kreatur. Mit dem Erscheinen der 8. Edition (Juli 2003) wurde das Layout der Vorderseite der Karten durch eine moderner wirkende Version ersetzt. Dies betrifft aber nur die optischen Elemente wie Rahmen, Schriftarten usw.; der oben beschriebene Inhalt einer Karte blieb gleich.
Die Karten werden in so genannten „Booster Packs“ und Turnierpackungen verkauft, die zufällig einsortierte Karten enthalten. Die Verteilung der Karten innerhalb der Packungen erfolgt dennoch nach einem feststehenden Schema. Jeder Karte ist einer von drei Seltenheitsstufen zugeordnet, die an Hand der Farbe des Editionssymbols erkennbar ist. Karten der Kategorie „rare“ (engl.: selten) haben ein goldenes, Karten der Kategorie „uncommon“ (engl.: unüblich) ein silbernes und solche der Kategorie „common“ (engl.: üblich) ein schwarzes Editionssymbol. In einem aktuell handelsüblichen Booster befinden sich 15 Karten: eine Rare-, drei Uncommon- und elf Common-Karten. Eine Turnierpackung enthält drei Rare-, zehn Uncommon- und 32 Common-Karten sowie 30 Standardländer (sechs von jeder Art). Zusätzlich existieren noch spielfertige vorkonstruierte Decks aus 60 Karten, die besonders für Anfänger gedacht sind.
In Booster und Turnierpackungen werden so genannte Premium-Karten („Foil“) im Verhältnis 1:70 eingemischt, die einen Reflektionseffekt haben. Die Karten haben einen höheren Sammlerwert, unterscheiden sich spieltechnisch jedoch nicht von Karten ohne „Foil“.
Da die Farbkodierung der Editionssymbole nicht von Anfang an existierte, sind bei älteren Karten ausschließlich schwarze bzw. bei älteren Hauptedition überhaupt keine Editionssymbole zu finden.
Hauptartikel: Die Zusammenkunft
Magic wird in unterschiedlichen Editionen verkauft, die unterschiedliche, meist neue Karten enthalten. Heutzutage wird pro Jahr ein so genannter Block herausgebracht. Ein solcher Block besteht aus drei zusammengehörigen Editionen, wobei die erste Edition (nach der meist der Block benannt ist) deutlich größer als die letzten beiden Editionen ist. Zusätzlich wird alle zwei Jahre ein so genanntes Hauptset veröffentlicht, das ausschließlich Reprints, also bereits in vorherigen Editionen veröffentlichte Karten enthält. Zudem sind die Karten der Hauptsets von den Spieleffekten her eher einfach gehalten, um sie für Anfänger attraktiver zu machen.
Um die Karten während des Spiels vor Abnutzung zu schützen, benutzen die meisten Spieler durchsichtige Kartenhüllen. Zur Aufbewahrung von Karten werden spezielle Ordner verwendet. Diese Ordner wurden ursprünglich für Sammelkarten (zum Beispiel Baseball-Karten) verwendet. Ganze Decks werden vielfach auch in so genannten Deckboxen aufbewahrt. Dabei handelt es sich um Schatullen, die auf das Format der Karten angepasst sind.
Da Magic ein Sammelkartenspiel ist und es auch einmalige Karten gibt, besitzt niemand einen kompletten Satz Karten. Aus der Kombination zwischen Spielwert und Seltenheit, also Auflage, entsteht der Marktwert einer einzelnen Karte. Die derzeit teuerste turnierlegale Magickarte ist der „Black Lotus“ aus der Beta-Edition. Ein Exemplar in perfektem Zustand wird für mehrere tausend US-Dollar gehandelt. Obwohl die Alpha-Edition noch älter ist und in kleinerer Auflage gedruckt wurde, ist die Beta-Edition unter Spielern begehrter, da die Alpha-Karten ein geringfügig anderes Äußeres hatten. Sie waren an den Ecken der Karten stärker gerundet und werden somit häufig auf Turnieren nicht zugelassen.
Nicht in Zahlen ausdrückbar ist der Wert einiger Unikate, wie etwa 1996 World Champion und die Karten, die Richard Garfield extra für seine Familie anfertigen ließ. Von den gab es 3, eine zur Hochzeit und jeweils eine zur Geburt eines seiner zwei Kinder. Auflage war jeweils um die 100 Stück, die an die Familie und Freunde verteilt wurden. In der Vergangenheit sind in den USA bei Auktionen vereinzelte Exemplare aufgetaucht mit Preisen zwischen 2000 und 4000 $. Da diese Karte aber nicht turnierlegal sind entspricht das dem reinen Sammlerwert.
Des Weiteren sind auf dem zweiten Markt auch Fehldrucke erhältlich, die je nach Seltenheit zwischen 10 Cent und etwa 5000 Euro zu haben sind. Die raresten Fehldrucke sind die Karten aus der "Summer-Edition", die vor dem Verkauf von Wizard zurückgezogen wurde und eigentlich nicht in den Verkauf sollte. Von den raren Karten sind jeweils weniger als 100 Karten im Umlauf und da die Karten turnierlegal sind, erreichen selbst die gewöhnlichen Karten (Common) Preise im zweistelligen Eurobereich.
Wie viel Geld man für das Spiel ausgibt, ist letztendlich jedem Spieler selbst überlassen. Ein Booster (Pack mit 15 Karten) kostet je nach Bezugsquelle zwischen etwa 2,50 und 4 Euro und jede Turnierpackung (75 Karten inklusive einiger Standardländer) etwa 10 bis 17 Euro. Am günstigsten sind wie bei fast allen Konsumgütern die Internethändler, am teuersten lokale Einzelhändler außerhalb von Ballungsgebieten. Um mit dem Spielen anzufangen reichen 20 Euro, nach oben hin ist alles offen.
Auf so genannten Die Zusammenkunft#Limited spielt man nur mit einem festen Satz Karten (Tournament Pack plus einige Booster), die man erst auf dem Turnier erhält, wodurch der Kostenfaktor kalkulierbar bleibt. Für so genannte Constructed-_Die_Zusammenkunft#Constructed und natürlich das private Spiel (so genanntes casual play), wofür man sein Deck vorkonstruiert mitbringt, schwankt der Preis je nach Kosten der Einzelkarten, die man sich zusammenstellt. Hier ist der Preis im Wesentlichen von der Beschaffungsart der Karten abhängig (entweder man kauft Booster und baut seine Decks aus den vorhandenen Karten oder man plant Decks im Vorwege und kauft sich die nötigen Einzelkarten zusammen – auch eine Mischung beider Varianten ist durchaus verbreitet). Hinzu kommt in jedem Fall der größte Vorteil eines Sammelkartenspiels: Die Spieler können Karten untereinander tauschen, was für viele Spieler auch einen großen Reiz an Magic und anderen Sammelkartenspielen ausmacht.
Es gibt in Magic eine komplexe Hierarchie von Kartentypen, die die Unterscheidung nach verschiedenen Kriterien zulässt. Durch die Kombination dieser Kriterien ergeben sich die sechs Haupttypen. Bis auf Hexereien und Spontanzauber bleiben alle diese Karten nach dem Ausspielen im Spiel, bis sie entfernt werden, daher werden diese Karten auch „bleibende Karten“ genannt.
Die Farbe einer Karte wird von der Farbe des für sie benötigten Manas bestimmt. Jede Farbe symbolisiert bestimmte Philosophien, Spielweisen, Ansätze aber auch Vorstellungen, wie ein Problem zu lösen ist. Die fünf Farben sind in dem so genannten Farbfünfeck angeordnet, in der die Farben in der Reihenfolge Weiß-Blau-Schwarz-Rot-Grün angeordnet sind. Dabei sind benachbarte Farben „befreundet“, sprich folgen verwandten Grundsätzen, gegenüberliegende Farben dagegen „verfeindet“. Im Spiel stellen sich diese Beziehungen oft durch Karten dar, die speziell auf eine „feindliche“ Farbe abzielen, indem sie zum Beispiel alle Länder des ihr zugeordneten Typs zerstören.
| Farbe | Freunde | Feinde |
|---|---|---|
| Weiß | Blau & Grün | Schwarz & Rot |
| Blau | Weiß & Schwarz | Grün & Rot |
| Schwarz | Rot & Blau | Grün & Weiß |
| Rot | Grün & Schwarz | Weiß & Blau |
| Grün | Rot & Weiß | Schwarz & Blau |
Um zu verhindern, dass zum Beispiel ein Spieler eine Kreatur ausspielt, sie mit diversen anderen Zaubern zu einem unbesiegbaren Riesen macht und dann seinen Gegner angreift, bevor dieser überhaupt reagieren kann, besitzt Magic ausgefeilte Regeln darüber, wer wann Karten spielen darf und wie der Gegner darauf reagieren kann. Wichtigstes Element dabei ist der „Stapel“ (engl. stack).
Alle gespielten Karten kommen, wenn sie gespielt werden, auf den Stapel. Das bedeutet nichts weiter, als dass man durch das Spielen des Zauberspruchs nicht sofort den gewünschten Effekt erzielt. Wenn ein Spieler „Priorität“ hat, kann er auf einen Zauberspruch mit einer beliebigen Anzahl von Fähigkeiten (von Karten, die bereits im Spiel sind) und Spontanzaubern antworten. Danach erhält der Gegner Priorität und kann seinerseits Spontanzauber oder Fähigkeiten einsetzen, welche oben auf den Stapel gelegt werden. Dies wiederholt sich so lange, bis beide Spieler hintereinander nichts mehr zum Stapel hinzufügen wollen. Zu diesem Zeitpunkt kommt das zu oberst liegende Effekt des Stapels zur Ausführung (Last In - First Out). Danach erhält wieder der Spieler, in dessen Zug man sich befindet, Priorität usw.
Beispiel: Spieler A möchte eine Karte ins Spiel bringen, er spielt diese und gibt danach die Priorität an Spieler B. Dieser Spielt einen „Gegenzauber“, der verhindern würde, dass die Karte von A ins Spiel kommt. Danach ist wieder Spieler A an der Reihe und spielt seinerseits einen Gegenzauber, der auf Bs Gegenzauber zielt. Danach passt Spieler B und auch Spieler A möchte dem Stapel nichts mehr hinzufügen. Jetzt erst wird der Stapel verarbeitet und zwar von oben nach unten, also zuerst der Gegenzauber von A, der Bs Gegenzauber wirkungslos macht, wodurch die ursprüngliche Karte ungehindert ins Spiel gelangen kann.
Eine Karte zu „tappen“ bedeutet, diese um 90° zu drehen. Dadurch wird üblicherweise eine Fähigkeit dieser Karte aktiviert, beispielsweise die Manaproduktion bei Ländern. Auch Kreaturen werden zum Angreifen getappt. Eine getappte Karte bleibt in diesem Zustand bis sie „enttappt“ wird und kann bis dahin kein weiteres Mal getappt werden. Dadurch ist es nicht möglich, bis dahin eine andere Fähigkeit der Karte zu verwenden, für die diese ebenfalls getappt werden müsste. Zu Beginn seines Zuges enttappt ein Spieler alle seine Karten. Außerdem gibt es Kreaturen, die zum Angreifen nicht getappt werden und Zauber mit denen man Karten sofort wieder enttappen kann.
Da das Tappen eines der zentralen Elemente des Spiels ist, ließ sich der Hersteller diese Mechanik und das zugehörige Symbol durch ein Patent schützen.
Die Regeln des Spiels werden regelmäßig vom Hersteller angepasst und erweitert. Dies ist zum einen notwendig, da neue Editionen oft neue Spielmechanismen einführen, die von den Regeln abgedeckt werden müssen, zum anderen, weil bei der gewaltigen Menge unterschiedlicher Karten, die es inzwischen gibt, immer wieder Regellücken oder -unklarheiten beseitigt werden müssen.
Eine besonders umfangreiche Regelrevision gab es zur Einführung der 6. Edition. Damals wurden die Regeln komplett umgeschrieben und vereinfacht. Anfangs stieß dies bei den Spielern auf großen Widerstand, doch schnell wurden die neuen Regeln als einfacher und besser verständlich erkannt und heutzutage sind sie nicht mehr wegzudenken.
Neben Regelrevisionen werden auch oft für Einzelkarten Errata veröffentlicht. Dies kann verschiedene Gründe haben: Manchmal müssen alte Karten an die bestehenden Regeln angepasst werden oder ihr Text wird den heute gültigen Templates (Vorlagen) für Kartentexte angeglichen. Diese Templates dienen einer einheitlichen und leichter verständlichen Beschriftung von Karten mit ähnlicher Funktionalität. Ein weiterer Grund für Errata sind zu mächtige Karten, auch wenn die heute gültige Politik des Herstellers vorsieht, solche Karten eher in Turnieren zu verbieten. Schließlich können mit Errata auch unglückliche Regelinteraktionen behoben werden.
Magic lässt sich mit zwei oder mehr Spielern spielen. Jeder Spieler benötigt ein Kartenspiel (Deck), das aus mindestens 60 Karten (bei Die Zusammenkunft#Limited-Spielen auch aus 40 Karten) besteht. Außerdem wird oft ein so genanntes Sideboard aus 15 Karten verwendet, dessen Karten zwischen zwei Spielen in das Deck getauscht werden dürfen. In jedem Deck darf jede Karte maximal viermal enthalten sein. Dies gilt nicht für die Standardländer, welche beliebig oft enthalten sein dürfen, und für Karten, die vom Hersteller für offizielle Turniere bestimmter Formate auf ein Exemplar pro Deck eingeschränkt („restricted“) oder auch ganz verboten („banned“) sind.
Jeder Spieler mischt sein Deck und legt es verdeckt als Talon (die so genannte Bibliothek) vor sich. Jeder Spieler startet das Spiel mit 20 Lebenspunkten. Ziel des Spiels ist es, die Lebenspunkte des Gegners auf 0 zu reduzieren, bevor dieser dasselbe schafft. Ein Spieler hat auch verloren, wenn er eine Karte ziehen muss und keine mehr in seiner Bibliothek ist.
Vor Beginn des Spiels werden die Decks gemischt. Es wird durch Los ein Spieler bestimmt, der wiederum entscheidet, wer das Spiel beginnt. Anschließend zieht jeder Spieler sieben Karten (die Handkarten), welche nur er sich anschaut. Wenn ein Spieler mit seinen gezogenen Karten nicht zufrieden ist, kann er die Handkarten in die Bibliothek zurückmischen und neu ziehen. Der Nachteil dieses so genannten Mulligan ist, dass der Spieler nun eine Karte weniger auf die Hand nehmen darf. Sobald alle Spieler mit ihrer Hand zufrieden sind, beginnt das Spiel, wobei in Duellen der erste Spieler in seinem ersten Zug keine Karte ziehen darf (als Ausgleich für den Zeitvorteil).
Grundsätzlich können Karten nur während des eigenen Zuges ausgespielt werden. Ausnahme sind Spontanzauber, die auch während des Zuges anderer Spieler gespielt werden können. Dasselbe gilt für die Fähigkeiten von Ländern, Kreaturen und Artefakten.
Die Goldene Regel besagt, dass alle Regeln durch Kartentext verändert oder beeinflusst werden können. Bei Kollision von Regeln und Kartentext geht der Kartentext vor. Dadurch kommen oft ungewollte oder bizarre Spielsituationen zustande. So kann eine Schleife entstehen, wenn zwei Karten sich gegenseitig blockieren und nichts anderes mehr geschehen kann. Dann endet das Spiel in einem Unentschieden, sollte sich kein Spieler dazu überreden lassen, aufzugeben. Allerdings bietet das Regelwerk hier ein paar Auswege.
Hauptartikel: Die Zusammenkunft
Neben der Möglichkeit, Magic unter Freunden zu spielen (casual play) gibt es auch eine Vielzahl verschiedener Turniere. Diese reichen von nicht so ernsthaften Turnieren wie Prereleases (auf denen neue Editionen vorgestellt werden) und Friday Night Magic (die jeden Freitag in eher kleinerer Runde veranstaltet werden) bis hin zur Pro Tour oder den Weltmeisterschaften, auf denen größere Geldbeträge gewonnen werden können.
Bei offiziellen Turnieren wird zwischen so genannten Formaten, das heißt unterschiedlichen Arten, die Karten zusammenzustellen, unterschieden. Diese Formate unterteilen sich in die Gruppen Constructed und Limited. Bei Constructed-Turnieren bringen die Spieler ihre eigenen Decks mit, die aus mindestens 60 Karten bestehen müssen und nach bestimmten Regeln gebaut wurden. Bei Limited-Turnieren erhalten die Spieler zufällig Karten aus noch ungeöffneten Boostern und müssen daraus Decks von mindestens 40 Karten bauen. Oft werden die Karten dabei mittels eines so genannten Drafts zugewiesen, bei dem die Spieler untereinander um bestimmte Karten konkurrieren.
Magic wurde 1997 von MicroProse auch als Computerspiel namens Shandalar herausgebracht. Es ermöglichte zunächst nur Spiele gegen den Computer, durch eine Erweiterung von 1998 waren auch Onlinespiele möglich. Das Programm enthält, inklusive der Erweiterungen, 480 verschiedene Karten, aus denen der Spieler sein Deck zusammenstellen kann, darunter auch Karten, die speziell für das Computerspiel entwickelt wurden. Anfang 1998 wurde die Versorgung mit weiteren Karten eingestellt.
2002 kam ein neues Spiel mit vollkommen anderem Konzept auf den Markt: Mit Magic Online sind nur noch Spiele gegen andere (menschliche) Spieler über einen Internetserver möglich, dafür jedoch mit Unterstützung diverser bekannter Formate. Neu ist auch, dass zwar die Software kostenlos ist, man aber die virtuellen Karten wie die Papierversion zunächst kaufen muss. Diese sind – wenn überhaupt – nur geringfügig billiger als echte Karten. Auch Tausch und Verkauf von Karten sind – ebenfalls über einen Internetserver – möglich. Unterstützt werden alle Karten ab der siebten Edition sowie Karten aus der etwas älteren Edition "Mirage" (deutsch: "Trugbilder").
Beide offiziellen Spiele überprüfen alle Regeln auf Einhaltung und erschweren das Betrügen somit maßgeblich.
Es gibt auch kostenlose Software, um Magic über Internet oder LAN zu spielen. Zu nennen sind hier vor allem Apprentice und Magic Workstation. Zwar stehen hier theoretisch alle Karten aller Editionen kostenlos zur Verfügung, doch muss man nicht nur auf die Kartenabbildungen verzichten (die bei Magic Workstation allerdings nachträglich integriert werden können), sondern auch auf jegliche Überprüfung der Regeln. Es ist außerdem fast unmöglich, an nicht-englische Karten zu kommen.
Ein weiteres Spiel ist Magic:The Gathering – Battlegrounds, welches im November 2003 erschien und von der Firma Atari produziert wurde. Hierbei wird allerdings nicht das Kartenspiel simuliert, sondern es treten Charaktere aus dem Magic-Universum in einem Beat 'em up-ähnlichen Duell gegeneinander an.
Eine von mehreren Autoren verfasste Buchreihe erweitert das Produktangebot von Magic: Die Zusammenkunft. Die Bücher werden zeitnah mit neuen Editionen veröffentlicht. Inhaltlich drehen sich die Bücher um Fantasywelten, in denen die Protagonisten persönliche Konflikte lösen müssen, während gleichzeitig ihr(e) Volk(er) oder die ganze Welt vom Untergang bedroht ist. Die Geschichten sind vor allem von norwegischen, arabischen oder japanischen Märchen inspiriert. Das Entwickler- und Autorenteam hinter Magic sieht sich aber auch dem Science Fiction zugehörig. Daher ist eine der Geschichten in einer maschinendominierten Welt angesiedelt. Bilder von Orten, Bewohnern und Gegenständen dieser Welten werden auf den Spielkarten abgedruckt. Im Anekdotentext befinden sich oft Zitate von den Bewohnern. Gegenstände und Lebewesen, die in den Büchern eine bedeutsame Rolle spielen, bekommen oftmals den besonderen Kartentyp Legende. Insgesamt bieten die Bücher also eine künstlerische Ergänzung zum Spiel. Die Lektüre der Bücher setzt keine Regelkenntnisse des Spiels voraus.
Das erste Buch in deutscher Sprache aus der Magic-Reihe erschien 1995 unter dem Titel Die Arena (ISBN 3453095219). Mittlerweile erscheinen pro Jahr drei Bücher, eins zu jeder Edition. Die dritte Edition schließt dann einen Zyklus ab.
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"Magic: Die Zusammenkunft".
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