Brückfeld ist ein Stadtteil von Magdeburg und liegt östlich der Elbe an Magdeburgs beiden Elbquerungen. Er ist auch unter dem Namen Friedrichstadt bekannt, den er bis 1945 getragen hat. Eingegrenzt wird der Stadtteil durch die Elbe im Westen, Herrenkrug im Norden, Berliner Chaussee im Osten und Cracau im Süden.
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Der Stadtteil entstand aus einer militärischen Notwendigkeit heraus, denn er ging aus der Brückenkopfbefestigung des Elbübergangs hervor. Eine Festungsanlage schützte die Stadt, unterstützt durch die Elbe, vor Übergriffen aus Osten. Im Dreißigjährigen Krieg wurde diese Anlage 1631 zerstört.
Da Magdeburg wegen seiner Elbquerung eine herausragende strategische Bedeutung für Brandenburg-Preußen hatte, wurde sie ab 1666 wieder aufgebaut. Die Befestigung, welche auch Turmschanze genannt wurde, erfuhr 1718 – 1721 einen weiteren Ausbau. Unter Berücksichtigung militärischer Vorgaben wurde die Turmschanze nach vollständiger Fertigstellung ab 1731 besiedelt. Einfache Fachwerkhäuser bildeten das Gesicht der neuen Siedlung, die ab nun offiziell Friedrichstadt hieß. Zentrum der neuen Siedlung war ein großer Platz mit dem Namen Heumarkt, von dem sternförmig Straßen in Richtung Norden, Osten und Westen abgingen.
1882 wurde die Lutherkirche eingeweiht, welche 1944 durch einen Bombenangriff zerstört wurde.
Nach Aufgabe des Festungsstandortes Magdeburgs, einhergehend mit Aufhebung der Baubeschränkungen (Rayonbestimmungen) und Abriss von militärischen Anlagen konnte sich die Siedlung weiter ausbreiten. Im Norden des Stadtteils entstanden große Kasernenanlagen, und an der Berliner Chaussee zwischen 1905 und 1936 neue Wohnsiedlungen. Besonders die ab 1921 errichteteten Häuser wurden dabei unter Bruno Taut durch die neue und farbenfrohe Architekturströmung des Neuen Bauens geprägt (Angersiedlung). Die Bebauungen rund um die Heumarkt wurden im Zuge der Strombrückenverlängerung größtenteils abgerissen und in der DDR-Zeit teilweise durch Plattenbauten ersetzt.
Die großen Kasernenanlagen wurden nach 1945 bis zur Wendezeit durch die russischen Streitkräfte genutzt. Nach Abzug der russischen Truppen entstanden hier unter anderem das Sozial- und Verkehrsministerium Sachsen-Anhalts und die Finanzämter der Stadt Magdeburg.
Architektonisch interessant ist vor allem die Angersiedlung zwischen Berliner Chaussee und Jerichower Straße. Im Süden des Stadtteils steht die moderne Sportarena Bördelandhalle, im Norden ein Spaßbad zu Erholung. Außerdem steht in Brückfeld die Hauptwerkstatt der Magdeburger Verkehrsbetriebe.
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