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Maasbracht ist eine Gemeinde in der Provinz Limburg in den Niederlanden. Sie hatte Anfang 2005 13.661 Einwohner. Ihre Fläche ist etwa 26,1 km².

Orte


In der Gemeinde liegen folgende Orte:

  • Ursprüngliche Städtchen: Stevensweert, Thorn und Wessem.
  • Dörfer: Maasbracht, Linne, Ohé en Laak.
  • Dazu noch einige kleine Ortschaften.

Lage und Wirtschaft


Die Gemeinde liegt im Westen der Provinz, zwischen Weert, der belgischen Grenze und Echt-Susteren. Die Maas strömt quer durch ihr Gebiet. Die Autobahn Weert - Maastricht verläuft durch die Gemeinde.

Bei Maasbracht, das an der Maas liegt, gibt es eine dreifache Schleuse in diesem Fluss. Es ist ein wichtiger Binnenhafen, obwohl die Anzahl der be- und entladene Schiffe seit etwa 1970, nach der Schließung der Steinkohle-Zechen, deutlich rückläufig ist. Es gibt hier ein Internat für Kinder von Binnenschiffern.

Durch die Gewinnung von Kies aus Gruben entlang der Maas entstanden hier mehrere Seen (Maasplassen). Diese dienen jetzt dem Wassersporttourismus.

Viele Menschen in der Gemeinde leben vom Obstbau oder pendeln in die umliegenden Städte zur Arbeit.

Geschichte


  • Thorn soll um Christi Geburt entstanden sein. Die Eburonen hätten einen dem Gott Thor geweihten Tempel gehabt, der dem Ort seinen Namen verliehen habe. Thorn wurde 1521 als reichsunmittelbares Stift in die Reichsmatrikel aufgenommen und gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Es war ein adliges, reiches Damenstift. Dies ist eine Art Kloster, in dem die Damen jedoch kein Klostergelübde ablegen. Sie brauchen also nicht all ihren Besitz an das Stift zu schenken, und können später die Gemeinschaft verlassen. Dieses Stift, das eine eigene Rechtsprechung hatte, und eigene Münzen prägen durfte, bestand bis es die Franzosen 1794 eroberten und auflösten. Vieles ging verloren, die Kirche blieb glücklicherweise erhalten.
  • Stevensweert war ein Dorf, das im Achtzigjähriger Krieg von den Spaniern 1633 zur Festungstadt umgebaut wurde. Das war eine Gegenmaßnahme, nachdem 1632 Friedrich Heinrich die umliegenden Städte erobert hatte und die Schifffahrt auf der Maas zu blockieren drohte. Es blieb beim Westfälischen Frieden spanisch, wurde aber von den Niederländern im Spanischen Erbfolgekrieg eingenommen und 1715 annektiert. Im 19. Jahrhundert wurden die Festungsanlagen geschleift. Eine teilweise Restaurierung ist (2004) geplant.
  • Wessem wird schon 965 im Testament von Bischof Bruno I. von Köln erwähnt als Wishem. Es besaß 1118 ein Zollrecht für Maasschiffer und einen Hafen. Im 18. Jahrhundert verfiel es zu einem Bauerndorf. Die alte Kirche wurde 1944 zerbombt.

Sehenswürdigkeiten


  • Das "weiße Städtchen" Thorn, mit seinen weiß getünchten Häuschen und seinem kunstvoll gelegten Kopfsteinpflaster ist einen Tagesausflug wert. Seine Stiftskirche hat einen reichen Inventar und ist sehr sehenswert; auch einem Orgelkonzert beizuwohnen lohnt sich.
  • Ohé en Laak, und Linne liegen inmitten einiger kleiner Naturgebiete an der Maas. In Ohé en Laak steht ein Herrenhaus aus dem Jahre 1548, das jedoch nicht besichtigt werden kann.
  • Stevensweert und Wessem haben noch einige malerische Häuser aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert.
  • Die Gemeinde hat 6 Jachthäfen mit insgesamt über 2.500 Liegeplätzen. Die "Maasplassen" bieten viele Wassersportmöglichkeiten.

Städtepartnerschaft mit


Zons, Ortsteil von Dormagen.

Weblinks


Ort in den Niederlanden

Maasbracht | Maasbracht | Maasbracht | Maasbracht | Brach | Maasbracht | Maasbracht

 

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