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Maarja
 

Ein Maar (von lateinisch "mare" n. die See, das Meer) ist eine kraterförmige Vertiefung, die durch vulkanische Gasexplosionen, sog. phreatomagmatische Explosionen entstand. Der Trierer Geologe und Gymnasiallehrer Johannes Steininger (17941878) griff diesen Mundartnamen aus dem Dauner Raum als erster auf und wandte ihn entsprechend an (ein mit Wasser gefüllter Vulkantrichter). Später ging dieser Begriff in die internationale Fachsprache ein. Die Ableitung vom lat. "mare" ist naheliegend. - Maare sind meistens kreisförmig und teilweise noch mit Wasser gefüllt. Man unterscheidet Maarseen und Trockenmaare. Maare sind typisch für die Vulkaneifel. - Die Schwäbische Alb weist auch Maare auf, wie das Trockenmaar Randecker Maar.

Maarseen


WeinfelderMaar.jpg | SchalkenmehrenerMaar.jpg Ein Maarsee ist ein mit (Grund-)Wasser gefülltes Maar. Die Maarseen füllen meist die trichterförmige und runde Hohlform der Explosionstrichter aus, die bei einer phreatomagmatischen Explosion entstehen, wenn kaltes Wasser auf heiße Gesteinsschmelze (Magma) trifft. Dies war während des Quartärs in der Eifel sehr häufig der Fall.

Bekannte (und einzige wassergefüllte) Maare sind:

Das Pulvermaar ist kreisrund mit steilen trichterförmigen Wänden. Nach dem Bodensee und den Voralpenseen ist das Pulvermaar der tiefste natürliche See Deutschlands: Man schätzt, dass das Pulvermaar ursprünglich eine Tiefe von 200 m hatte. Sein Ringwall soll eine Höhe von 50 m gehabt haben. Heute ist das Pulvermaar noch 70 m tief und hat einen Durchmesser von 1 km.

Kein eigentl. Maar, sondern Kratersee (des Mosenberges)

Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist der Laacher See kein Maar im eigentlichen Sinne. Es handelt sich hierbei um einen See, der im ehemaligen Einbruchkrater (Caldera) des Laacher Vulkans entstanden ist.

Trockenmaare


Ein Trockenmaar, so zum Beispiel das Eckfelder Maar, ist ein zusedimentiertes Maar. Die vorgefundenen Sedimente in diesen Maaren geben der Sedimentologie (Lehre von den Ablagerungen) und der Klimaforschung oft Einblicke in die klimatische Vergangenheit der Erde. Bei Steffeln soll in den nächsten Jahren ein in den letzten Jahrhunderten trockengelegtes Maar (die "Steffelner Laach", auch "Laach Maar" genannt) wieder zu einer Seefläche werden.

Nach schneereichen Wintern und starken Regenfällen füllen sich manche Trockenmaare partiell mit Wasser.

Weblinks


Maar | Vulkanismus

Maar | Maar | Maar (vulkaanmeer) | Maar | Kratersko jezero

 

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