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Geschichte und Entwicklung


Der MUPID (Mehrzweck Universell Programmierbarer Intelligenter Decoder)

wurde als Bildschirmtext-Gerät im Auftrag der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung vom IIG, Institut für Informationsverarbeitung Graz unter der Projektleitung von Hermann Maurer für den PRESTEL-Standard entwickelt.

Ab 1982 wurde der MUPID 1 in Österreich von der PTV ihren Btx-Kunden, normalerweise gegen monatliches Entgelt, zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zu anderen Btx-Terminals konnte er auch als eigenständiger Heimcomputer genutzt werden. Das Fernsehgerät wurde über Cenelec-Schnittstelle, für die Verbindung zur Btx-Zentrale ein externes Modem angeschlossen.

Mit der Umstellung auf die CEPT-Norm wurde 1984 der MUPID 2 auf den Markt gebracht. Durch die Verwendung des Betriebssystems CP/M und externer Diskettenlaufwerke versuchte er der Entwicklung auf dem Heimcomputermarkt gerecht zu werden. Zu dieser Zeit erlebten Geräte wie C64 oder Tandy einen regelrechten Boom. Diese waren aber, im Gegensatz zum Mupid, nicht Btx-tauglich bzw. bei den Postverwaltungen in Österreich und in Deutschland nicht zugelassen.

Eine weiter Entwicklung war die MUPID-Karte, mit deren Hilfe es möglich war, einen PC, zum Beispiel IBM PC XT oder IBM PC AT Btx-tauglich zu machen.

Vermarktung Export


1983 wurde die Firma MCG, Mupid Computer Gesellschaft, unter Beteiligung der Firmen Elin, Siemens-Österreich, VOEST und Motronic zu je 25%, gegründet. Firmenziel war die Weiterentwicklung, Produktion und Vermarktung des MUPID sowohl in Österreich als auch im Ausland.

Auch nach Deutschland und in die Schweiz wurde der MUPID mit einigem Erfolg exportiert, die vom Erzeuger erwarteten Stückzahlen wurden aber in keinem Land erfüllt. Dies vor allem auch weil die von den Postverwaltungen prognostizierte Anzahl von Kundenanschlüsse für BTX niemals erreicht wurden.

Anwendungen


Neben der Verwendung als Heimcomputer kam der MUPID auch bei Firmen zum Einsatz. Einerseits konnten Daten regelmäßig von einem "Externen Rechner" kostengünstig geladen und dann offline angezeigt werden, andererseits war es möglich die Software des MUPID aufgrund der Verwendung der Telesoftware zentral zu warten (für die damalige Zeit nicht selbstverständlich).

Einige typische Anwendungen waren:

Ende


Mit der abnehmenden Bedeutung von Btx kam auch das Ende für den MUPID. Die Produktion wurde 1989 eingestellt. In der Zwischenzeit ist er, wie viele andere Computer auch, ein interessantes Sammlerobjekt geworden.

Weblinks


Telekommunikation

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "MUPID".

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