article

MTU Aero Engines mit Sitz in München ist die führende Firma in Deutschland im Bereich der Triebwerksherstellung und Instandhaltung für die zivile und militärische Luftfahrt. 2002 wurde sie für ihr Technologiemanagement mit dem 23. Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Die Geschichte geht zurück bis in die Anfänge der Fliegerei, als Firmen wie BMW, Daimler-Benz oder MAN in diesem Bereich stärker engagiert waren. Speziell seit den späten 60er Jahren, wurde die Marke MTU etabliert. Zunächst mit den beiden Standorten Friedrichshafen und München. Später wurden die Aktivitäten konzentriert, in Friedrichshafen auf Kolbenmotoren und Integration stationärer Gasturbinen, in München auf Luftfahrtantriebe.

Die Abkürzung MTU steht ursprünglich für Motoren- und Turbinen-Union, eine Bezeichnung, die heute kaum noch benutzt wird. So war die Firmierung früher als MTU München und MTU Friedrichshafen, wobei letztere eine Tochter der Münchner Mutter war.

Heute ist die MTU Aero Engines an fast jedem modernen Triebwerk in der zivilen Luftfahrt als Partner beteiligt. Auch im militärischen Bereich, gibt es auf nationaler Ebene kaum ein bemanntes Fluggerät an dem die MTU nicht am Antrieb beteiligt ist. Über entsprechende Vereinbarungen ist die MTU mit allen großen Herstellern wie Pratt & Whitney, General Electric, Rolls-Royce, Volvo Aero, Avio oder Snecma eng verbunden.

Auch in dem immer lukrativeren Markt der Instandhaltung ist die MTU mit ihrer Wartungsgruppe und lokalen Standorten in Hannover-Langenhagen, Ludwigsfelde, Vancouver (Kanada), Sao Paulo (Brasilien) und Zhuhai (Volksrepublik China) führend. Darüber hat es der Geschäftsbereich weltweit zur Marktführerschaft unter den unabhängigen Überholungsbetrieben geschafft.

Die MTU Aero Engines hat in den letzten 30 Jahren wechselnde Besitzer gehabt. Im Jahr 1985 erwarb die damalige Daimler-Benz AG die noch fehlenden 50% Anteile von MAN und machte die MTU zu einem Teil der DASA.

Dies entsprach dem damaligen Unternehmensziel von Edzard Reuter, einen Konzern möglichst breit aufzustellen und nicht auf ein einzelnes Kerngeschäft zu konzentrieren. Vorbild für diese Philosophie war General Electric mit John F. Welch an der Spitze.

Weil die MTU Aero Engines ein Triebwerkshersteller und kein Flugzeug- bzw. Raumfahrthersteller ist, wurde sie, als die DASA im Jahr 2000 mit anderen reinen Flugzeug- und Raumfahrtproduzenten zur EADS fusionierte, nicht in das neue europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen integriert. Die MTU blieb deshalb ein Tochterunternehmen des DaimlerChrysler-Konzerns.

Der Nachfolger von Edzard Reuter, Jürgen Schrempp, richtete den Konzern wieder als einen reinen Automobil-Produzenten aus, weshalb schließlich kein Platz mehr für die Luftfahrtstarte der MTU im DaimlerChrysler-Konzern war. Deshalb verkaufte DaimlerChrysler diesen Teil der ursprünglichen MTU im Jahr 2003 als MTU Aero Engines an die amerikanische Private-Equity-Investorengruppe KKR, welche die MTU am 6. Juni 2005 an die Börse gebracht hat. Der Börsengang wurde maßgeblich von Udo Stark begleitet. Die Aktie entwickelt sich bisher sehr gut und wurde am 19. September 2005 in den MDAX aufgenommen. Der Investor KKR hat sich im Januar 2006 von seinen Anteilen komplett getrennt. Dadurch befinden sich jetzt 100% der Aktien im Streubesitz, 3 Investorengruppen, darunter die DWS, halten einen Stimmrechtsanteil von >= 5 Prozent.

Weblinks


  • http://www.mtu.de/

Triebwerkshersteller | Rüstungshersteller | Unternehmen (München)

MTU Aero Engines

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "MTU Aero Engines".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld