| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsjahr: | 1982 |
| Mitglieder: | 2.000 (Stand: Mitte 2005) |
| Vorsitzender: | Stefan Engel |
| Bundesge- schäftsführer: | Wolfgang Göller |
| Adresse: | MLPD Schmalhorststraße 1c, 45899 Gelsenkirchen |
| Website: | www.mlpd.de |
| E-Mail: | info@mlpd.de |
Dieses Konzept schließt die Existenz der gegenwärtig in Deutschland existierenden bürgerlich-demokratischen Ordnung aus. Die MLPD möchte daher das Grundgesetz abschaffen und durch eine andere gesellschaftliche Ordnung ersetzen.
Im Frühsommer 2005 versuchte die MLPD vergeblich, sich an dem geplanten Bündnis aus Linkspartei, WASG und DKP zu beteiligen, was ihr die Chance gegeben hätte, Abgeordnete in den Bundestag zu entsenden. Da die beiden Parteien auf den Vorschlag nicht reagierten, trat die MLPD bei der Bundestagswahl 2005 mit eigenen Landeslisten in allen 16 Bundesländern sowie 36 Direktkandidaten zur Wahl an und erreichte insgesamt 45.116 (0,1 Prozent) Zweitstimmen. Das Ergebnis hat sich damit verglichen mit 1998 verzehnfacht, trotz der starken Konkurrenz durch die Linkspartei.
Die Partei trat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2006 an. Mit einem aufwendigen Wahlkampfes konnte die MLPD 0,4% (4051 Stimmen) erzielen.
Die MLPD ist in Wolfen seit 2004 im Stadtrat mit einem eigenen Wahlvorschlag vertreten. Meist kandidiert die MLPD zu Kommunalwahlen mit so genannten Personenwahlbündnissen, häufig unter der Bezeichnung AUF (Alternativ Unabhängig Fortschrittlich). So stellte AUF Gelsenkirchen 1999 zwei Mitglieder im Rat der Stadt, darunter auch Monika Gärtner-Engel, die Frau des Parteivorsitzenden. 2001 gelang AUF Kassel der Einzug in den Stadtrat. Im Juni 2004 gelang MLPD-nahen Wahlbündnissen der Einzug in die Stadträte von Eisenach (2 Sitze), Esslingen am Neckar und Albstadt. Bei den Kommunalwahlen im September 2004 in Nordrhein-Westfalen errangen die Wahlbündnisse der MLPD 14 Mandate in neun Kommunen, darunter in den kreisfreien Städten Gelsenkirchen, Mülheim an der Ruhr, Solingen je zwei Sitze sowie in Essen und Leverkusen je einen Sitz. 2006 erreichte AUF Kassel abermals ein Mandat.
Für Misstrauen und Skepsis sorgt die Taktik der MLPD, bei Demonstrationen und Kundgebungen der Arbeiterbewegung oder anderer sozialer Bewegungen eher selten unter ihrem eigenem Namen aufzutreten, was aus der Überwachung durch den Verfassungsschutz resultiert. Durch Redebeiträge von verschiedenen MLPD-Mitgliedern bei einigen Aktionen entsteht so der Eindruck eines vielseitigen Spektrums, wenn sich die entsprechenden Redner als Vertreter einer Gewerkschaft, der Frauengruppe Courage oder anderer Bündnisse vorstellen. Ohne die Partei zu nennen, werden dabei oft spezifische Positionen und Forderungen der MLPD als vorgebliche Mehrheitsmeinungen der Bevölkerung artikuliert.
Mit dem Aufkommen der Massenproteste gegen die Agenda 2010 und das Hartz-Konzept im Jahr 2004 verstärkte auch die MLPD ihr Engagement. Steigende Mitgliederzahlen, zahlreiche Demonstrationen, die von ihnen oder von ihnen dominierten Gruppen organisiert werden, stehen im Verhältnis zu Auftritten, die von vielen anderen Hartz-IV-Gegnern als bündnisfeindlich und arrogant gegenüber der restlichen außerparlamentarischen Linken empfunden werden.
Vorsitzender der Partei ist seit der Parteigründung im Jahr 1982 Stefan Engel. Die formelle Entscheidungsbefugnis liegt beim Zentralkomitee der Partei, das sind Stefan Engel, seine Ehefrau Monika Gärtner-Engel und zwölf weiteren Parteimitglieder. Das Zentralkomitee (ZK) ist das Leitungsgremium der MLPD.
Die Partei ist in Betriebszellen, Orts- und Kreisgruppen, Bezirken und vereinzelt Landesverbände gegliedert. Laut eigener Aussage ist die MLPD und ihr Jugendverband "Rebell" in über 450 Orten in Deutschland vertreten. Angesichts der Mitgliederzahl erscheint jedoch diese Angabe zweifelhaft. Nach Parteiangaben werden auch Hochschulgruppen aufgebaut. Regional konzentriert die MLPD ihre Kräfte auf den Parteiaufbau in Sachsen-Anhalt, dem „schwächsten Kettenglied der Herrschenden“. Im Parteiaufbau in Ostdeutschland wird der Motor des gesamten Parteiaufbaus der MLPD gesehen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei ‚Organizer‘, Parteimitglieder, die freiwillig für ein Jahr eine „berufsrevolutionäre Tätigkeit“ zum zielgerichteten Parteiaufbau durchführen. Mit etwa 2.000 Mitgliedern ist die MLPD nach der DKP die zweitgrößte Kommunistische Partei in Deutschland. Die Mehrzahl der Mitglieder sind Arbeiter und Angestellte, es gibt unter ihnen aber auch Selbständige wie Ärzte und Anwälte.
Das Landesamt für Verfassungsschutz von Nordrhein-Westfalen spricht in seinem Verfassungsschutzbericht 2003 von Führerkult in der MLPD. Die Partei wird dort als sektenähnlich strukturiert bezeichnet.
Die MLPD gehört der International Conference of Marxist-Leninist Parties and Organizations an.
Die Kinderorganisation "Rotfüchse" soll bereits Kinder an die Ideologie der MLPD heranführen. Die Jugendorganisation der Partei heißt "Rebell". Alle zwei Jahre hat die MLPD gemeinsam mit den von ihr beeinflussten Organisationen in den letzten Jahren ein Internationales Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen organisiert.
Eine Reihe von Organisationen sind von der MLPD beeinflusst, so
Außerdem sind Initiativen, wie der branchenbezogene Automobilarbeiter-Ratschlag und Solidaritätskomitees, z.B. bei Opel oder DaimlerChrysler MLPD-gesteuert. Mit diesen Initiativen und zahlreichen ‚Solikreisen‘ versucht die MLPD, Einfluss auf betriebliche Geschehnisse und die Gewerkschaftsbasis zu gewinnen.
Verschiedene Kulturgruppen sind MLPD nahe, z.B. der "Ruhr-Chor" und die Musikgruppe "Nümmes" in Berlin.Sowie auch eine Stuttgarter Hip Hop Gruppe nammens "Rebell Rhymes".
Das Parteivermögen ist überwiegend in Immobilien und Betrieben angelegt:
Einen Immobilienzuwachs erhofft die MLPD nach Verfassungsschutz-Angaben über Schenkungen und Erbschaften zu erhalten.
Das Parteivermögen wird vom Vermögensverwaltungsverein Koststraße 8 e.V. (VVV) in Gelsenkirchen verwaltet. Vereinsvorsitzender ist der MLPD-Vorsitzende Stefan Engel.
Nach MLPD-Angaben erhalten alle hauptamtlichen Mitarbeiter der MLPD („vom Hausmeister bis zum Parteivorsitzenden“) eine „Zuwendung zu ihrem Lebensunterhalt“ von maximal 956 € netto monatlich plus vermögenswirksame Leistungen und einer Zusatzrente.
Das Zentralorgan "Rote Fahne" wurde vom Parteivorsitzenden 2004 wegen eines leserfernen und wenig verständlichen Stils kritisiert.
Deutsche Partei | Kommunistische Partei
Marxist-Leninist Party of Germany | حزب مارکسیست لنینیست آلمان
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"Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands".
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