Die MAPI-Methode ist ein Investitionsrechenverfahren und stellt eine Weiterentwicklung der statischen Rentabilitätsrechnung dar. Sie dient zur Lösung von Ersatz- und Rationalisierungentscheidungen. Sie wurde von Terborgh am „Machinery and Allied Products Institue“ (MAPI) entwickelt.
Zur Entscheidungsfindung wird bei MAPI eine relative Rentabilität errechnet, die die Erträge und Kosten des nächsten Jahres (bei Neuinvestition) ins Verhältnis zur Kapitalfreisetzung (bei Investitionsverzicht) setzt. Die ausschließliche Betrachtung des nächsten Jahres setzt voraus, das die relative Vorteilhaftigkeit der Investition stets zunimmt.
Mit (jeweils bezogen auf das nächste Jahr):
BG: Veränderung Betriebsgewinnes, also die Veränderungen der Ein- und Ausgaben durch die Ersatzinvestition.
VK: Vermiedener Kapitalverzehr (Abschreibungen und Instandhaltung).
ES: Entstehende Steuerlast, z. B. 70%*(BG+VK) bei 70% Steuern
IK: Investitionskosten, also Anschaffungskosten abzüglich den vermiedenen Reparaturen in allen verbleiben Nutzungsjahren der alten Anlage sowie deren Restwert.
EK: Entstehender Kapitalverzehr:
MS: Der MAPI-Satz wird aus einem Diagramm abgelesen. Er ist abhängig von der Nutzungsdauer und dem Restwert der neuen Anlage. Ist die Besteuerung ungleich 50% muss noch ein Korrekturwert zum MS addiert werden. Diesen erfährt man aus speziellen Tabellen.
D: Ist der Dringlichkeitsmaßstab höher als der Kalkulationszins, so ist die Ersatzinvestition nach der MAPI-Methode vorteilhaft. Bei mehreren in Frage kommenden Investitionsobjekten ist das mit dem höchsten Dringlichkeitsmaßstab zu wählen.
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"MAPI-Methode".
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