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Sturmgewehr_M16A2_mit_Granatwerfer.jpg Granatwerfer]]
Das M16 ist seit 1967 das Standardsturmgewehr der US-Streitkräfte und eines der verbreitetsten Sturmgewehre der Welt.
Entwicklung (Abriss)
Mit dem von
Eugene Stoner und der Firma
ArmaLite entwickelten Modell AR-15 wurde einer neuen Tendenz innerhalb der US-Streitkräfte Rechnung getragen. Als Konsequenz aus dem Zweiten Weltkrieg und dem
Koreakrieg sowie einem entsprechendem Forschungsprogramm (SALVO) wurde zunehmend die Meinung vertreten, dass eine hohe
Kadenz und ein hoher Munitionsvorrat wichtiger als Präzision und Reichweite seien und die Infanteriebewaffnung der Zukunft ein Mittelformat zwischen
Gewehr und
Maschinenpistole erfordere, ohne dabei Waffenwirkung einzubüßen. Ähnliche Überlegungen hatten bereits auf deutscher Seite im zweiten Weltkrieg zur Entwicklung einer Mittelpatrone und des ersten Sturmgewehrs (
StG 44) geführt. Als man
1957 die Firma ArmaLite mit der Entwicklung einer Reihe von Testmodellen beauftragte, griff diese auf das bereits 1955 durch Eugene Stoner entwickelte AR-10 zurück. Als Ergebnis konnte 1958 das Modell AR-15 im neuen Kaliber .223 Remington zu Erprobungszwecken an die
US-Armee geliefert werden. Das Waffengehäuse besteht aus einer Leichtmetalllegierung, der gerade Schaft aus Kunststoff. Mangels eines erhofften Großauftrages, musste die Firma ArmaLite die Rechte an die Firma
Colt weiterverkaufen. Dort wurden weitere Testserien und Verbesserungen vorgenommen. Im Sommer
1961, nach erfolgreicher Truppenerprobung, wurde das erste Kontingent von 8.500 Sturmgewehren durch die
US Air Force angeschafft. Ende
1963 folgte ein weiteres von etwa 105.000 AR-15 für die in
Vietnam operierenden Spezialverbände sowie für die US Air Force. Bis
1966 befanden sich etwa 350.000 Waffen bei amerikanischen Streitkräften.
Trotz der anfänglich erfolgreichen Tests bestand das neuartige Waffenkonzept die erste Praxisprüfung nicht. Das vom Hersteller vorgesehene Pulverlaborat wurde geändert, Reinigungszubehör war zunächst nicht vorhanden, also wurde den Soldaten erzählt, die M16 sei eine selbstreinigende Waffe. Dreck und Schmauchspuren im Waffenmechanismus führten jedoch mehr oder minder häufig zu irreparablen Ladehemmungen auch und gerade in Gefechtssituationen. Ein weiterer Nachteil war der hohe Munitionsverbrauch, da das M16 im Gegensatz zur M14 einen geringeren Rückstoß hatte. Dadurch wurde die Waffe im Dauerfeuer kontrollierbarer, während das M14 mit vollautomatischem Abzug auf Grund seiner starken Munition in diesem Modus kaum kontrollierbar ist. Daher betrachteten viele Soldaten das M16 als "persönliches Maschinengewehr". Dieses Problem wurde behoben, indem man später die Dauerfeuerfunktion durch einen Feuerstoßmodus zur Abgabe von jeweils drei Schuß ersetzte. Es wurde von amerikanischen Soldaten berichtet, die ihr AR-15 (M16) gegen eine erbeutete AK-47 austauschten, was allerdings die Gefahr barg, mit Kämpfern des Vietcong verwechselt und von eigenen Soldaten beschossen zu werden. Trotz der vielen Verbesserungen (insbesondere einer externen "Schließhilfe"), die das M16 mittlerweile zu einem zuverlässigen Sturmgewehr machten, hat es seinen schlechten Ruf nie ganz verloren.
Trotz der auftretenden Berichte über technische Fehler, vor allem Ladehemmungen und Schmutzanfälligkeit, wurde das AR-15 ab Ende 1967 offiziell unter der Modellbezeichnung M16A1 als Standardsturmgewehr in den Teilstreitkräften der USA eingeführt. Ab 1986 löste das verbesserte Modell M16A2 die ältere A1-Version ab. 1994 ersetzten die A3 (Vollautomatik) und A4 (Drei-Schuss) Versionen die A2 Version.
Verbreitung
Kommerziell erfolgreich wurde das M16 durch das weltweite Interesse an billigen Lizenzbauten und Weiterentwicklungen. Auch die Waffenschmiede
FN im belgischen
Herstal baute das M16 für den Export in leichterer,
halbautomatischer Version.
NATO-Staaten wie
Kanada,
Dänemark und
Großbritannien führten das
Sturmgewehr als Haupt- oder Ergänzungswaffe bei ihren Streitkräften ein. Besonders im asiatischen Raum, insbesondere
Südkorea, erfreut sich die Waffe hoher Beliebtheit, nicht zuletzt wegen ihres verhältnismäßig geringen Gewichts. Im Nahen Osten führte
Israel das M16 und seine Versionen als Nachfolger für den
Kalaschnikow-Ableger
Galil ein.
Technische Daten Colt M16A2
- effektive Schussweite: 300 bis 400 m
- Hersteller: Colt, Fabrique National
- Kaliber: 5,56 x 45 mm NATO (.223 Remington)
- Funktion: aufschießender Gasdrucklader, Einzelschuss /3-Schuss-Feuer
- Länge: 1006 mm
- Lauflänge: 508 mm
- Gewicht: 3,58 kg (ohne Magazin)
- Magazin: wahlweise 20 / 30 Schuss
- Feuergeschwindigkeit (Kadenz): 600 bis 940 Schuss/min
- Mündungsgeschwindigkeit: 991 m/s
- Drall: rechts drehend, 1 Drehung auf 7 Zoll (178 mm)
Sonstiges
Verwendung
Spiele
Die M16 und die
M4 und deren Abwandlungen werden in folgenden Spielen verwendet:
Siehe auch
Weblinks
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