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M.A.M.E. (Multiple Arcade Machine Emulator) ist ein Open-Source-Projekt mit dem Ziel, Spieleplatinen aus Videospielautomaten am PC zu rekonstruieren und dadurch auch spielbar zu machen.

Geschichte


Nicola Salmoria fing gegen Ende 1996 damit an, verschiedene Hardware-Emulatoren zu schreiben, welche Anfang 1997 zu einem Programm zusammengefasst wurden. Mittlerweile ist das Team rund um den M.A.M.E. auf über 100 Personen weltweit angewachsen.

In der zur Zeit aktuellen Version 0.106 vom 13. Mai 2006 unterstützt M.A.M.E. insgesamt 6166 ROMs, wovon 3342 eigenständige Spiele sind (die anderen 2824 Spiele sind Ableger oder Versionen in anderen Sprachen) von 478 Herstellern und 850 Automaten-Typen. Aufgrund der Hartnäckigkeit einiger Arcade-Fans wurden schon lange verloren geglaubte Spielautomaten wie z.B. (Pacman, Polyplay, Asteroids, Pong, Galaga) wieder zum Leben erweckt. Aber auch die Möglichkeit, diese einmalige Periode der Automatenspiele nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, begeistert viele Fans dieses Emulators.

Ca 80% aller Automaten wurde bis jetzt emuliert, die anderen 20% sind noch in Arbeit oder auch zu neu um überhaupt emuliert werden zu können bzw. fallen auch unter die 3 Jahres Klausel von Mame, die Arcade Neuentwicklungen schonen soll. Das Problem liegt bei den noch nicht emulierten Spielen an den kopiergeschützten Roms sowie an komplizierten Steuerungen bzw. Automaten mit speziellen Funktionen wie z.B. 2 Bildschirmen, bei denen oftmals der obere nur für die Anleitung reserviert wurde, z.B dem NES Playchoice-10 oder Sega Mega Drive Arcade Automaten. Dies ist jedoch derzeit auch schon im Mame32 Plus! Plus! gelöst worden, über eine einfache Umschaltmöglichkeit im Tabmenü.

Funktionen


M.A.M.E. arbeitet wie fast alle Emulatoren, indem es die gesamte Hardware eines Automaten per Software nachahmt (emuliert) und dem Spiel so seine gewohnte Umgebung „vorgaukelt“. Schon auf einem PC mit 500 MHz Taktfrequenz laufen die meisten älteren Spiele bis 1988 in ihrer vollen Pracht. Neuere Spiele wie z.B. Tekken oder Ridge Racer kommen nicht mal mit der neuesten CPU in Fahrt. Das Problem liegt an den vielen Prozessoren auf jeder Arcadeplatine, jeder einzelne Chip muss von der einen Computer CPU emuliert werden, daher kann die Arbeit nicht von dem 3D Chip der VGA Karte abgenommen werden. Um die richtige Atmosphäre zu schaffen, ist es zudem möglich, Joypads oder andere Spieleperipherie mit dem Programm zu verwenden.

Industrie


Rund um M.A.M.E. hat sich in den letzten Jahren eine kleine Industrie gebildet, die spezielle Automatengehäuse, originale Arcade-Joysticks und angepasste Schnittstellenhardware zur Kopplung von PC und Automat anbietet.

Verfügbarkeit


M.A.M.E. ist nicht auf Windows-Systeme beschränkt. Durch seine Quelloffenheit gibt es Portierungen auf fast jedes erdenkliche Betriebssystem. Außerdem gibt es Versionen für Konsolen wie zum Beispiel die Dreamcast oder XBox. Da der eigentliche Emulator keine eigene grafische Benutzeroberfläche besitzt, existieren zahlreiche so genannte Frontends, die die Bedienung vereinfachen und die Übersicht über die Spielesammlung erleichtern. Es gibt sogar Portierungen auf Linux, die direkt von einer CD starten und dadurch jeden PC in eine temporäre Arcademaschine verwandeln können.

Die Emulation der alten Hardware ist vollkommen legal, und da M.A.M.E. Freeware ist, darf es frei kopiert und weitergegeben werden. Dies gilt jedoch nicht für die Spiele, die fast alle immer noch unter Copyright stehen. (Siehe auch Abandonware)

Für die Emulation von alten Spielekonsolen und Computersystemen siehe auch M.E.S.S..

Weblinks


Mame-Emulatoren:

wichtige Addons:

  • * Die Mameinfo.dat von M.A.S.H. (engl.) grosse Datenbank zum anzeigen des Mame-Enwicklungsstatus für jedes Spiel.
  • * Die Mame History.dat für MAME (engl.) grosse Datenbank mit allgemeinen Infos über jedes Spiel.
  • * Die Mame Unofficial Hiscore.dat - Zusatzfile, wird benötigt zum speichern der Highscore von über 2500 Spielen.

Sonstige:

Emulator | Freie Software

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