Als Mündungsfeuer bezeichnet man die Flamme, die sich beim Abschuss von Feuerwaffen an der Mündung des Laufes bildet.
Bei dem Mündungsfeuer unterscheidet man zwischen:
Muend1.jpgDas Feuer aus der Mündung kann fehlen. Wenn es aber auftritt erscheint es unmittelbar nach der Mündung. Auslöser hierfür sind unvollständig verbrannte Teile des Treibsatzes.
Muend2.jpgDas eigentliche Mündungsfeuer wird als sekundäre Erscheinung aufgefasst. In einiger Entfernung von der Mündung reagieren unvollständig oxidierte Pulvergase mit dem Sauerstoff der Luft.
Mündungsfeuer sowie Abschussrauch sind problematische und damit unerwünschte Begleiterscheinungen beim Feuerwaffengebrauch. Sowohl im militärischen wie auch im waidmännischem Bereich geht vom Mündungsfeuer eine Sichtbehinderung, in Dämmerung oder Nacht sogar eine regelrechte Blendung aus. Im militärischen Bereich ist die weithin sichtbare und verräterische Mündungsflamme eine zusätzliche Gefahr für den Schützen. Dem versucht man durch verschiedene Entwicklungen entgegenzuwirken, wie z.B. dem raucharmen Treibmittel (sog. rauchloses Pulver / Nitrozellulose / "Schießbaumwolle") oder speziell beschaffenen Laufmündungen / Laufbohrungen, die das Mündungsfeuer günstig von der Sichtline wegleiten sollen bis hin zu regelrechten Schalldämpfern. Die kinetische Energie der nach vorne austretenden Gase kann mittels augeklügelter Mündungssystme genutzt werden, um z.B. den Rückstoß zu vermindern, dem Hochreißen entgegenzuwirken oder bei Gasdruckladern sogar den Selbstlademechanismus antreiben.
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