Müncheberg ist eine Stadt östlich von Berlin auf halbem Weg zur deutschen Ostgrenze und nennt sich "Tor in die Märkische Schweiz".
Geografie
Stadtgliederung
Seit der Gemeindegebietsreform
2003 gehören zur Stadt Müncheberg auch die folgenden Ortsteile:
- Eggersdorf (nicht zu verwechseln mit dem Ortsteil Eggersdorf von Petershagen/Eggersdorf, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland)
- Hermersdorf
- Hoppegarten (nicht zu verwechseln mit der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland)
- Jahnsfelde
- Münchehofe (nicht zu verwechseln mit dem Ortsteil Münchehofe der Gemeinde Hoppegarten, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland)
- Obersdorf
- Trebnitz.
Geschichte
Müncheberg entstand aus einem von Zisterziensermönchen gegründetem Marktflecken; diese hatten das Land 1224/25 vom schlesischen Piastenfürsten
Heinrich dem Bärtigen geschenkt bekommen. Als Datum der Stadtgründung gilt jedoch nicht das Jahr dieser Schenkung, sondern das Jahr der ersten schriftlichen Erwähnung des Marktfleckens: 1232. Im April des Jahres 1432 wird
Trebnitz von
Hussiten vollständig zerstört, Müncheberg wird am 17. April 1432 von Hussiten zerstört.
Am 29. September 1928 gründete der Arzt und Genetiker Erwin Baur das „Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung“, den Vorgänger des heutigen Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand:
Kommunalwahl am
26. Oktober 2003)
Bürgermeister
Zum hauptamtlichen Bürgermeister wurde der Amtsdirektor Klaus Zehm für die restliche Dauer seiner Amtszeit durch die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 10. April 2003 gewählt. Die Amtszeit wird am 03. Januar 2009 enden.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Trebnitz_Schloss.jpg
- Altstadt
- Berliner Torturm ("Pulverturm"): Der ältere der beiden Verteidigungstürme wird wegen seiner früheren Nutzung als Pulverlager und Gefängnis umgangssprachlich auch als "Pulverturm" bezeichnet. Er hat einen viereckigen Grundriss und einen erst im 20. Jahrhundert entstandenen Durchgang für Fußgänger.
- Küstriner Torturm ("Storchenturm"): Der Küstriner Torturm hat einen runden Grundriss und besteht im Untergeschoss aus Feldsteinen und oben aus Backsteinen. Die Spitze hat eine Kegelform und auf dieser befindet sich ein Storchennest, weshalb der Turm auch "Storchenturm" genannt wird. Am Turm hängt eine massive Keule aus Eichenholz und darunter der Spruch: "Wer seinen Kindern gibt das Brod und leidet selber Noth denn soll man schlagen mit dieser Keule todt."
- Stadtkirche: Der Turm entstand nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel.
- Stadtmauer
- Schloss Trebnitz (im gleichnamigen Ortsteil): Ort und Gut Trebnitz wurden 1124 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als vom schlesischen Kloster Trebnitz gegründet, in dessen Besitz es bis 1498 blieb. 1730 wurde der 30 ha große Park angelegt und später von Peter Joseph Lenné und Eduard Neide (einem Schüler Lennés) gestaltet. 1827 kam das Gut in Besitz der Familie von Brünneck. 1900 wurde das Gutshaus zu einem neubarocken Schloss umgebaut. 1945 wurde der Eigentümer Harald von Brünneck von der Armee enteignet. Nachfolgend diente das Schloss u. a. als Lazarett und Schule und wurde 1992 saniert und in ein Bildungs- und Begegnungszentrum umgebaut.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die
Bundesstraßen
B 1 und
B 5 führen von
Berlin kommend durch die Ortsteile Hoppegarten, Müncheberg und Jahnsfelde (nur B 1) in die Kreisstadt
Seelow (B 1) bzw.
Frankfurt/Oder (B 5) und die
B 168 verläuft aus
Eberswalde kommend durch die Ortsteile Schlagenthin, Müncheberg und Eggersdorfer Siedlung Richtung
Fürstenwalde. Bahnstationen der
Regionalbahn-Linie Berlin -
Küstrin gibt es in Müncheberg sowie in den Ortsteilen Obersdorf und Trebnitz.
Durch Obersdorf und Trebnitz verläuft ein Teilstück des Europaradwanderwegs R1.
In Müncheberg zweigt die Buckower Kleinbahn von der Preußischen Ostbahn ab.
Öffentliche Einrichtungen
Das
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung kurz ZALF ist in Müncheberg angesiedelt.
Weblinks
Ort in Brandenburg
Müncheberg