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Das Buch Mörder ohne Gesicht (schwedisch: Mördare utan ansikte), des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, erschien erstmals 1991. Mörder ohne Gesicht markiert den Beginn der mittlerweile zehn Bände umfassenden Wallander-Reihe, zuletzt erschien 2002 "Vor dem Frost" (schwedisch: Innan frosten).

Zu Beginn des Buches "Mörder ohne Gesicht" wird der schwedische Polizist Kurt Wallander, der Protagonist der Wallander-Bücher, zu einem abgelegenen Bauernhaus in seinem Polizeibezirk im Süden Schwedens gerufen. Dort angekommen, trifft er auf ein altes Ehepaar, das brutal überfallen und misshandelt worden war. Die scheinbar sinnlose Gewalt, mit denen das alte Ehepaar gequält wurde, führt Wallander in eine Nachdenklichkeit über die sich verändernde schwedische Gesellschaft.

Auch alle weiteren Bücher der Wallander-Reihe sind von dieser Nachdenklichkeit über das sich zum Schlechten hin entwickelte Schweden durchzogen.

Wallander macht jedoch nicht nur die wachsende Gewalt, und die damit für ihn schwerer werdende Polizeiarbeit zu schaffen; auch die Tatsache, dass seine Frau Mona ihn verlassen hat, und sich von ihm hat scheiden lassen, belastet ihn sehr.

Zusätzlich muss er auch noch mit ansehen, wie seine Tochter Linda sich immer weiter von ihm entfernt. Auch sein Vater macht immer mehr den Eindruck, nicht mehr lange allein für sich sorgen zu können.

Kritik an der schwedischen Ausländerpolitik


Als sich im Laufe des Buches der Verdacht erhärtet, dass die brutale Tat von Ausländern begangen wurde, wird von Seiten Wallanders Kritik an der schwedischen Einwanderungspolitik laut, die, so seine Meinung, jedem ohne jede Kontrolle die Einreise nach Schweden erlaubt.

Diese lasche Einwanderungspolitik ermöglicht es Kriminellen, nach Schweden einzureisen, um dort Verbrechen zu begehen.

Das Buch zeigt an mehreren Stellen auf, dass die schwedische Gesellschaft gerne die gesamte Belastung, durch diese "falsche" Einwanderungspolitik, allein auf die schwedische Polizei abwälzen würde.

Mehrfach fühlt sich Kurt Wallander von den staatlichen Stellen, die für die Koordinierung der Einwanderung in sein Land zuständig sind, im Stich gelassen.

Auch in späteren Romanen der Wallander-Reihe wird immer wieder Kritik an den, im Vergleich zu den meisten anderen Staaten, durchlässigen Grenzen Schwedens laut.

Literarisches Werk | Kriminalliteratur

 

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