| Wappen | Karte |
|---|---|
| wappen_moehrendorf.gif | Karte Möhrendorf in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken |
| Landkreis: | Erlangen-Höchstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 272 m ü. NN |
| Fläche: | 13,16 km² |
| Einwohner: | 4.371 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 332 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 91096 |
| Vorwahl: | 09131, 09133 |
| Kfz-Kennzeichen: | ERH |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 72 142 |
| UN/LOCODE: | DE MHF |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchenweg 1 91096 Möhrendorf |
| Website: | www.moehrendorf.de |
| E-Mail-Adresse: | internet1*moehrendorf.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Konrad Rudert (Freie Wähler) |
Möhrendorf ist eine mittelfränkische Gemeinde etwa 6 km nördlich von Erlangen. Sie gehört zum Landkreis Erlangen-Höchstadt und hat rund 4.500 Einwohner. Möhrendorf ist berühmt für seine historischen Wasserschöpfräder.
Der Ort liegt in der Ebene des Regnitztals, am westlichen Ufer des Flusses. Der westlich der Regnitz verlaufende Main-Donau-Kanal bildet heute die Grenze zum eingemeindeten Ortsteil Kleinseebach. In Kleinseebach mündet die Seebach in den Main-Donau-Kanal.
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Möhrendorf, Kleinseebach, sowie der südlich vom Ortskern am Regnitzufer gelegene Weiler Oberndorf.
Der Name „Seuuaha“ entwickelte sich zunächst zu „Sebach“, dann zu „Seebach“, später zu „Kleinseebach“ und bezieht sich auf das südlich vom Ortskern von Kleinseebach verlaufende Flüsschen Seebach. Das etwa 9 km westlich an der Seebach gelegene Großenseebach wurde bei seiner ersten Erwähnung im Jahre 1348 ebenfalls als „Sebach“ bezeichnet.
Der ebenfalls sehenswerte Ortskern von Kleinseebach ist ein für die Region typisches und gut erhaltenes Bauerndorf mit z. T. mehrere hundert Jahre alten Gebäuden, meist in Sandsteinbauweise. In Kleinseebach gibt es eine kapitale Eiche sowie eine uralte Baumgruppe, die als Naturdenkmal geschützt sind.
Möhrendorf_Wasserräder_Schmiedsrad.jpg Eine Besonderheit in Möhrendorf sind die etwa zehn Wasserschöpfräder an der Regnitz, die zu den letzten ihrer Art in Mitteleuropa gehören. Sie schöpfen das wärmere und sauerstoffreiche Oberwasser und machen dadurch die anliegenden Wiesen besonders ertragreich.
Möhrendorf_Vierzigmannrad_Flügel.jpg Die Möhrendorfer Wasserschöpfräder sind bereits für den Anfang des 15. Jahrhunderts belegt. Im Jahre 1805 waren an der Regnitz zwischen Fürth und Forchheim auf einer Länge von ca. 25 Flusskilometern noch etwa 190 solche Wasserräder in Betrieb, soviele wie an keinem anderen Fluss in Mitteleuropa. Gemäß der in Teilen heute noch gültigen "Baiersdorfer Wasserordnung" aus dem Jahre 1693 dürfen diese nur von 1. Mai bis 30. September betrieben werden. Die wuchtigen Holzkonstruktionen, die an Mühlräder erinnern, werden heutzutage von ehrenamtlichen Helfern zu Beginn der Sommersaison aufgestellt und am Ende der Saison abgebaut und eingelagert. (Siehe auch Regnitz).
Ein stilisiertes Wasserschöpfrad findet sich im Gemeindewappen von Möhrendorf wieder, ebenso wie im Wappen des Landkreises Erlangen-Höchstadt.
| CSU | SPD | Freie Wähler | Freier Bürger Block | FG Schwab/Voll | Gesamt | |
| 2002 | 6 | 3 | 3 | 2 | 2 | 16 Sitze |
In Möhrendorf gibt es zwei Kindergärten (in katholischer bzw. evangelischer Trägerschaft) mit zusammen etwa 150 Kindergartenplätzen und eine Grundschule mit etwa 200 Schülern.
Möhrendorf verfügt über einen Supermarkt mit Postagentur, eine Apotheke, drei Allgemeinärzte, drei Zahnärzte, zwei Getränkemärkte sowie je eine Sparkassen- und eine Raiffeisenbank-Filiale, sowie verschiedene Einzelhändler, Handwerksbetriebe, Metzgereien und Bäckereien. Darüberhinaus gibt es mehrere Gasthäuser, Restaurants und Biergärten.
Größter Arbeitgeber ist das Softwarehaus imbus AG.
Möhrendorf und Kleinseebach haben jeweils eine eigene Freiwillige Feuerwehr.
Der örtliche Sportverein ASV Möhrendorf verfügt mit der Seebachtalhalle über eine Mehrzweckhalle und bietet eine Reihe von Sportarten an.
Die im Jahre 1839 erbaute und idyllisch an der Regnitz gelegene ehemalige Mühle von Kleinseebach wird seit 1993 als Theater genutzt ("Mühlentheater").
Möhrendorf verfügt über eine Anschlussstelle an der jenseits der Regnitz im Regnitztal verlaufenden Autobahn A73. Kreisstraßen verbinden Möhrendorf mit Baiersdorf, Dechsendorf (Stadt Erlangen) und Bubenreuth. Ab Juni 2006 steht ein zusätzlicher Fuß- und Fahrradweg nach Bubenreuth zur Verfügung, der die A73 auf einer separaten Brücke überquert.
Die Ortsverbindungsstraße nach Erlangen ist für den Autoverkehr gesperrt und daher bei Radfahrern und Inline-Skatern sehr beliebt.
Über die VGN-Buslinie 254 sind Kleinseebach und Möhrendorf mit dem Zentrum und Bahnhof von Erlangen verbunden (ca. 10-15 Minuten Fahrtzeit). Die VGN-Buslinie 252 verbindet Kleinseebach und Möhrendorf mit Bubenreuth und Baiersdorf.
Der durch das Gemeindegebiet verlaufende Rhein-Main-Donau-Kanal wird pro Tag durchschnittlich von etwa 20 Frachtschiffen sowie von vereinzelten Ausflugsschiffen befahren. Der beiderseits des Kanals auf den Deichen verlaufende Weg Richtung Fürth/Nürnberg bzw. Richtung Baiersdorf/Bamberg wird als Fuß- und Fahrradweg genutzt.
Die 2003 neu errichtete südliche Kanalbrücke wird wegen ihrer Farbgebung und ihrer Metallbauweise von Einheimischen gelegentlich als Blaues Wunder bezeichnet, in Anlehnung an die gleichnamige historische Brücke in Dresden.
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