Das Münsterländer Platt (mönsterlänner platt) ist ein westfälischer Dialekt der Niedersächsischen Sprache. Es gehört damit zur Niederdeutschen Sprachgruppe (umgangssprachlich Plattdeutsch, nds.:plattdüütsch).
Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde Platt meistens als erste Sprache im Münsterland erlernt, danach setzte sich das Standarddeutsche mehr und mehr durch. Wie allen plattdeutschen Sprachen wird dem mönsterlänner platt nachgesagt, dass es sich nicht für dramatisch aggressive Kommunikation eigne. Eine Besonderheit ist der französische Einfluss auf das Vokabular.
Aus der Verschmelzung des Münsterländer Platts mit Jiddisch bzw. Rotwelsch ist daneben in Münster die Sondersprache Masematte entstanden.
Das Münsterländer Platt ist eine von vier Mundartgruppen im Westfälischen (neben Ostwestfälisch, Südwestfälisch und Westmünsterländisch; manchmal werden auch Twentisch, Grafschafter Platt und Emsländisch dazugezählt). Wie alle westfälischen Mundartgruppen ist das Münsterländische durch eine starke Diphthongierung gekennzeichnet (uo,üö,uë und ao). Das ao liegt zwischen aa und oo. In der verschriftlichten Form, gibt es keine normierten Rechtschreibregeln, sondern wird meist nach phonetischen Gesichtspunkten geschrieben.
Dat mönsterlänsk Platt is een westfäölskt Dialekt van nedderdüütsch un neddersässisch, we int Mönsterland küert wärt. Et giw twee Formen, dat mönsterlänskt sölw un dat westmönsterläsk Platt. Sunnerheten sind Diphthongen äs t.B. uo,üö,uë un ao. Dat ao is aower egentliks een sölwstaoende Buukstaow, we tüschen dat aa un dat oo lig, also dat is, wat int Austfreeske wul åå is. Bes ton tweden Wiäldkrieg was dat mönsterläsk Platt de Spraok, we de meesten Kinner to Huus toeerst lernt häbt, men danao wuord dat all meer dat Haugdüütsk.
In plattdüütsk wet aals tosammen küert un wie säch to de lüe: „Kiek de äs wier drin, woar iätten un drinken un fiern spaß mäck un woar use wichter un jungs küernt noch up platt küern.”
Fast in jeder Münsterländer Gemeinde finden ein bis zwei Mal im Jahr Theateraufführungen statt. Zu meist sind es Komödien und Lustspiele, die fast ausnahmslos im Mönsterlänner Plat gespielt werden. Die Theatergruppen sind in der Regel in örtlichen Heimat- und Traditionsvereinen oder in zumeist katholischen Vereinen organisiert. So gehört die Theatergruppe De Vögnöögte Tankstiär aus Riesenbeck zur der Kolpingfamilie.
Eine typische Literaturform des Münsterländer Platt sind so genannte Döönkes, kurzgehaltene humorvolle Erzählungen, Witze und Anekdoten. "Da erzählt jemand Döönkes" meint auch umgansprachlich im Münsterland, dass die Erzählungen nicht allzu ernst zu nehmen sind.
2002 erschien erstmals das Kinderbuch der Struwwelpeter als De Struwwelpeter im Münsterländer Platt
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