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Coerde ist ein Wohnbereich (Stadtteil) von Münster in Nordrhein-Westfalen (Bundesrepublik Deutschland). Er befindet sich im Norden der Stadt im Stadtbezirk Nord und hat ca. 10.000 Einwohner.

Geographische Lage


Coerdes südliche Grenze ist das Innenstadtgebiet der Stadt Münster zwischen dem Bahnhof Münster Zentrum-Nord und der Brücke des Schiffahrter Damms über den Dortmund-Ems-Kanal oberhalb der Schleuse. Ab dieser Stelle ist der Kanal in Richtung Norden gleichzeitig die östliche Grenze. Im Norden wird Coerde durch die Zentraldeponie begrenzt, im Westen größtenteils durch die Eisenbahnlinie Münster - Gronau. Eine Besonderheit ist, dass das Gewerbegebiet An der Kleimannbrücke östlich des Dortmund-Ems-Kanals Teil von Coerde ist, jedoch eigentlich zum Stadtbezirk Ost gehört.

Gliederung

Coerde lässt sich grob in vier Teile aufgliedern:
  • Im Westen befindet sich eine lockere Siedlungsbebauung mit sozialen Brennpunkten.
  • Das Zentrum besteht hauptsächlich aus Wohnhochhäusern, wie sie typisch für den sozialen Wohnungsbau in den 1960er und 1970er Jahren waren. Jedoch sind auch zahlreiche Reihenhäuser vorhanden.
  • Das Gewerbegebiet An der Kleimannbrücke im Osten von Coerde ist reich an Autohäuseren und Discotheken.
  • Ein modernes Wohnviertel befindet sich im Südosten. Dieses besteht aus Neubauwohnungen sowie komplett umgebauten und ehemaligen Kasernengebäuden. 'Coerdestiege', die 'Allensteinerstr.', sowie 'An der Meerwiese' sind die neuen familienfreundliche Häuser.

Geschichte


Coerde wurde erstmals im 11. Jahrhundert in einer Urkunde des Schlosses Cappenberg erwähnt. Damals hieß Coerde noch Curithi, als der Bischof Sigifried von Münster an dieser Stelle eine Kirche weihte.

Als in den 1950er Jahren der Wohnraum in Münster knapp wurde, wurden komplett neue Stadtteile geplant. Einer dieser Stadtteile sollte auf dem Gebiet der 1956 eingemeindeten Coerheide entstehen. Zwischen 1962 und 1970 entstand der neue Stadtteil Coerde, der komplett auf dem Reißbrett geplant wurde. Es entstanden 2371 Wohnungen für ca. 7500 Menschen. Gleichzeitig musste die gesamte Infrastruktur errichtet werden, wie z.B. der 1966 eröffnete Coerdemarkt. Seit 40 Jahren gibt es die St. Norbert Gemeinde in Coerde. 1966 wurde die St. Norbert Kirche erbaut und mit ihr, ist Jahre später, die OMI- Runde (Ober- Ministranten) entstanden.

Verkehr


Über den Schiffahrter Damm besteht eine gute Verkehrsanbindung an die Autobahn A1 und Münsters Innenstadt. Diese ist ebenfalls über den Hoher Heckenweg innerhalb von 5 - 10 Minuten zu erreichen. Nicht weit entfernt, aber bereits zum Innenstadtgebiet gehörend, ist auch der Bahnhof Münster Zentrum-Nord. Mit Regionalbahnen bestehen hier Verbindungen nach Gronau, Rheine, Dortmund, Coesfeld sowie zum Hauptbahnhof in Münster und ins niederländische Enschede.

Freizeit


In den letzten Jahren sind viele kinderfreundliche Spielplätze entstanden. Die Discothek 'Funpark' liegt direkt an (McDonalds) und ist der Hauptanziehungspunkt der Jugendlichen in Coerde. Die St.Norbert Gemeinde stellt mit der OMI- Runde den Punkt für Jugendarbeit in Coerde dar. Die OMI- Runde besteht aus 20 Ober- Messdienern und ca. 60 kleinen Kindern (8- 16Jahre), die sogenannten Koten. Ein Mal im Jahr findet das Pfingstlager statt, das reichlich besucht wird und hoch anerkannt ist in Coerde und in Münster. (SV Teutonia Münster) ist der Sportverein in Coerde. Mit 3 Plätzen ist sie gut ausgestattet. Coerde hat mit den SV Post einen weiteren Verein in Coerde.

Stadtteil von Münster (Westfalen) | Ort im Münsterland

 

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