Der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) gewährleistet den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in München und Umgebung.
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Verkehrsunternehmen, die für den Münchner Verkehrsverbund fahren, sind derzeit:
Gesellschafter der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV) sind derzeit der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München sowie die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg.
Im Jahre 2005 hatte der MVV 580,66 Millionen Fahrgäste. Im MVV-Raum machen somit laut einer Statistik, die der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude vorstellte[http://www.muenchen.de/Rathaus/dir/stadtspitze/obkolumn/2006/162960/0512.html], in jedem Jahr jeder Einwohner 266 Fahrten.
Geschichte des MVV
- 5. April 1971: Die MVV GmbH wird durch die Deutsche Bundesbahn und die Landeshauptstadt München gegründet (mit jeweils einem Anteil von 50 %). Für München unterzeichnet der Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel den Vertrag und wird Aufsichtsrats-Vorsitzender. Der Freistaat Bayern und die umliegenden Landkreise sind im Aufsichtsrecht vertreten.
- 1. Juni 1971: Der MVV beginnt seine Tätigkeit
- 28. Mai 1972: Beginn des Verbundverkehrs in München. Integration der S-Bahn (13 Vorortzugverbindungen), U-Bahn (12 km Netzlänge), Straßenbahn (125 km Netzlänge), Omnibus (276 km Netzlänge) sowie "Überlandbuslinien" der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Bundespost zu einem einheitlichen Netz. Der erste Verbundfahrplan tritt in Kraft.
- 30. April 1996: Umstrukturierung im Zuge der Bahnreform. Gesellschafter der MVV GmbH werden der Freistaat Bayern und kommunale Gebistskörperschaften. Der Bund, bisher Rechtsträger der Deutschen Bundesbahn, scheidet aus; die Landeshauptstadt München ist nicht mehr als Träger der Stadtwerke München, sondern als Bestellerin von Zugleistungen vertreten. Die Verkehrsunternehmen formieren sich im MVV-AV e. V.
- 27. Juni 2001: Gründung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) als Tochtergesellschaft der Stadtwerke München. Sie übernimmt von den Stadtwerken den Betrieb von U-Bahn, Stadtbus und Tram im MVV.
Verbundgebiet
Der MVV umfasst die Landeshauptstadt München und die Landkreise München, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Teilgebiete der Landkreise Landsberg am Lech (Geltendorf) und Miesbach (Otterfing und Holzkirchen) mit insgesamt 2.540.103 Einwohnern und einer Fläche von 5.159,77 km².
Das MVV-Gebiet soll großzügig erweitert werden. Es ist daran gedacht in (näherer) Zukunft auch folgende Landkreise und kreisfreien Städte mit aufzunehmen:
| Landkreis
| Einwohner
|
| Landsberg a. Lech | 111.281
|
| Landshut (Stadt) | 60.545
|
| Landshut (Kreis) | 147.736
|
| Pfaffenhofen | 115.382
|
| Weilheim-Schongau | 130.632
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| Rosenheim (Stadt) | 60.108
|
| Rosenheim (Kreis) | 245.132
|
| Neuburg-Schrobenhausen | 91.254
|
| Aichach-Friedberg | 127.238
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| Miesbach | 93.942
|
| Mühldorf | 110.940
|
| Kelheim | 112.939
|
| Gesamt
| 1.407.129
|
Für Landsberg und Landshut fanden Voruntersuchungen über eine Einbindungen in den MVV bereits statt.
Wann es so weit ist, dass alle diese Kreise in den MVV aufgenommen werden, ist zur Zeit nicht absehbar.
Tram olympiapark sued.jpeg
- 10 Linien
- 99 Züge
- 71 km gesamtes Tram-Streckennetz
- 147 Tram-Haltestellen
Siehe auch Straßenbahn München
MAN NL 263.jpg-Stadtbus]]
- 61 Bus-Linien
- 384 Busse
- 432 km Bus-Netz
- 842 Bus-Haltestellen
- 24 km eigene Bus-Spuren
Munich subway C-Zug.jpg
- 8 U-Bahn-Linien (davon 2 lediglich HVZ-Verstärker)
- 556 U-Bahn-Fahrzeuge
- 94 km U-Bahnstrecke
- 92 U-Bahnhöfe
- Beschleunigung und Halt erfolgen in der Regel computer-gesteuert
- Unpünktlich in 2 % aller Fahrten (nach eigenen Angaben)
Siehe auch: U-Bahn München
ET 423 244 MHAB.jpg]]
S-Bahn Muenchen Type 420.jpg (nicht mehr im Einsatz)]]
- 10 S-Bahn-Linien
- 420 km Streckennetz
- 147 S-Bahnhöfe
- 211 S-Bahn-Züge
- ca. 750.000 Passagiere pro Werktag
siehe auch: S-Bahn München
Geschichte der Münchner S-Bahn (Auszug):
- 15. Juni 1966 - Erster "Rammstoß" anlässlich des Beginns des Münchner S-Bahnbaues in der Arnulfstraße gegenüber dem Starnberger Bahnhof.
- 28. April 1972 - Betriebseröffnung der S-Bahn-Tunnelstrecke (Hauptbahnhof-Marienplatz-Ostbahnhof) für den Probebetrieb.
- 28. Mai 1972 - Start des Münchner Verkehrverbundes mit ca. 360 km S-Bahnstrecke
- 1. Oktober 1972 - Abschaffung der 1. Klasse.
- 10. Dezember 2000 - Der neue S-Bahn-Triebwagen der Baureihe ET 423 nimmt den Betrieb auf. Bis 21. Juni 2003 ist das gesamte Streckennetz auf die neue Fahrzeuggeneration umgestellt.
- 12. Dezember 2004 - Einführung des 10-Minuten-Taktes auf vier Außenästen in der Hauptverkehrszeit. Dies wurde durch die vorangegangene Modernisierung der Signaltechnik und dem Ausbau des Streckennetzes ermöglicht.
- ab 2006 - Bau eines zweiten S-Bahn-Tunnels durch die Innenstadt. Der Tunnel verläuft parallel zum ersten Tunnel und soll für einzelne Linien sowie für Express-S-Bahnen im 30-Minuten-Takt ab 2010 genutzt werden.
Siehe auch: Liste deutscher Tarif- und Verkehrsverbünde
Bevorzugung der Geldkarte als Zahlungsmittel
Seit 2002 werden Einzeltickets bei Bezahlung mit
Geldkarte zu einem reduzierten Preis ausgegeben, der auch für vorbezahlte
Streifenkarten (eine Form der Mehrfahrtenkarte) gilt.
Die MVG, die die flächendeckende Einführung von Fahrscheinautomation mit Geldkartenfunktion maßgeblich vorangetrieben hat, erhofft sich durch die bargeldlose Zahlung Kosteneinsparungen. Außerdem ist geplant, die Geldkarte in Zukunft als
Elektronischen Fahrschein zu nutzen, was eine breite Akzeptanz der Geldkarte als Zahlungsmittel voraussetzt.
[http://www.geldkarte.de/ww/de/pub/presse/referenzen/achim_heinig__mvg.htm]
Quellen
Weblinks
Verkehrsverbund | Verkehr (München)