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Handmörser


Mörser, auch Reibschalen genannt, sind starkwandige Schalen aus Porzellan, Achat, Korund, Marmor, Serpentin, Bronze oder ähnlichen Materialien. Je nach Material unterscheidet man auch zwischen glatten und rauen Reibschalen, wobei hier die Oberfläche auf der Innenseite der Reibschale gemeint ist. Sie dienen in Verbindung mit einem Pistill zur Pulverisierung von festen Substanzen oder zum Verreiben verschiedener Substanzen. Pflanzenmaterial kann man nach Zugabe von flüssigem Stickstoff (schockfrieren) und zerreiben mittels Reibschale derart aufarbeiten, daß man aus dem Pulver nach Zugabe eines Puffers DNA, RNA oder Proteine isolieren oder nachweisen kann. In der Apotheke werden vor allem glatte, dünnwandige Reibschalen aus Melamin (Fantaschale) zum Verreiben von Salben oder anderen halbfesten Zubereitungen verwendet.

Bronze-Mörser wurden früher von den Glockengießern hergestellt, da sie aus dem gleichen Material wie Glocken bestehen. Sie konnten also nicht nur die gleiche Gußmasse (eine Legierung aus Kupfer und Zinn), sondern manchmal sogar die gleichen Formen oder Ornamente verwenden. So kommt es, dass viele alte Mörser am Rand religiöse Motive zeigen.

Mörser werden vor allem in der asiatischen Küche zum Zerkleinern und Vermengen von Gewürzen verwendet und in der Apotheke zum Verreiben von Salben, Pulvern, zerstoßen von pharmazeutischen Drogen. Sie zählen daher zu den Laborgeräten.

In Asien verwendet man Mörser auch um Gemüse zu zerstampfen. Das thailändische Gericht Som Tam wird in einem Mörser aus Ton zubereitet. Mörser_Werkzeug.jpg]]


Mörsermühlen


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Im Laborbetrieb werden anstatt der Handmörser oft Mörsermühlen verwendet. Bei Mörsermühlen wird der Mörser in Rotation versetzt, das Pistill dreht sich durch diese Bewegung mit, das Material wird durch das Eigengewicht des Pistills und den zusätzlichen Federdruck verrieben und durchmischt. Mörsermühlen gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Volumen und Material des Mörsers.

Geschichte

Die erste mechanische Mörsermühle wurde 1923 von F. Kurt Retsch erfunden und patentiert. Daher ist auch heute noch der Begriff Retschmühle gängig.

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