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Mérida ist die Hauptstadt und das Handelszentrum des Bundesstaates Mérida in Venezuela mit 215.289 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005).

Geografie


Geprägt ist Mérida durch seine Tallage im Andenhochland. Mérida liegt in einer Höhe von 1.640m auf einer angeschwemmten Terrasse zwischen den Flüssen Río Albarregas im Westen und Río Chama im Osten. Die geografischen Koordinaten sind 8º 35'56” N und 71º 09'12” W.

Geschichte


Gegründet wurde Mérida am 9. Oktober 1558 durch den spanischen Kapitän Juan Rodriquez Suárez. Er gab ihr den Namen seiner gleichnamigen westspanischen Heimatstadt, Mérida. Auch die Flüsse benannte er nach den Flüssen des spanischen Mérida. Erst später wurde der Río Guadiana in Río Chama umbenannt.

Sehenswürdigkeiten


Wie in allen venezolanischen Städten bildet der Plaza Bolivar das Herz der Stadt. An seiner Seite befindet sich die Kathedrale (Catedral de Mérida) aus dem Jahr 1803.

Größte Attraktion Méridas ist die Teleférico de Mérida, eine Seilbahn auf den Pico Espejo (4.765 Meter). Aus dem Zentrum der Stadt führt sie bis in die Gletscherregion der Anden. In vier Abschnitten wird ein Höhenunterschied von fast 3.200 Meter bewältigt.

Die erste Sektion führt von der Talstation "Estación de Barinitas" (1.577 Meter) bis zur ersten Zwischenstation "La Montaña" (2.442 Meter). Dabei bietet sich ein schöner Panoramablick auf Mérida. Von der vorletzten Station "Loma Redonda" (4.045 Meter) ergibt sich ein Panoramablick auf die ganzjährig schneebedeckten Gipfel Pico Bolívar (5.007 Meter), Pico La Concha (4.922 Meter) und den Pico Espejo (4.765 Meter). Auf dem Pico Espejo steht eine weiße, etwa 2,5 m hohe Maria-Statue mit einer Gedenktafel des "CLUB ANDINO VENEZOLANO".

Außerdem befindet sich in der Innenstadt von Mérida die "Heladería Coromoto", eine Eisdiele, die aufgrund ihrer Angebotsvielfalt an Eissorten (mehr als 800 verschiedene, davon ca. 75 bis 100 permanent verfügbar) in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde. Darunter befinden sich so ausgefallene Eissorten wie Forelle oder Knoblauch.

In unmittelbarer Nähe zur Stadt und in Sichtweite befindet sich der höchste Berg Venezuelas, der Pico Bolívar, der über einen Gletscher verfügt. Außerdem befindet sich in nordöstlicher Richtung der Nationalpark "La Culata" und eine Vielzahl von Bergseen, den sogenannten "lagunas", darunter die Laguna de Mucubají, die Laguna Negra oder die Laguna Tapada.

Bildung


Mérida ist Standort der Universität "Universidad de Los Andes" * mit circa 35.000 Studenten. Das Studienangebot der über die ganze Stadt verteilten Universität umfasst zahlreiche Fächer der Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die ULA unterhält u.a. ein studentisches Austauschprogramm mit dem Fachbereich für Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim.

Weblinks


Ort in Venezuela

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